Cuttermaschine SJ 105 ( R 34 ) von Sander & Janzen
Hallo Freunde der Rundfunkbandmaschinen!
Im Schweriner Funkhaus des NDR steht u.a. als Museums-Ausstellungsstück eine "SJ 105" der Berliner Firma "Sander & Janzen". Die Rundfunkbezeichnung lautete "R 34". Es ist eine reine Cutter-Maschine. Auf diesem Gerät hat der Reporter sein (Band-)Material geschnitten. Wortwörtlich! Der kleinere Aufwickelteller war zum Auffangen längerer Tonbandteile, die aus einer Aufnahme herausgeschnitten wurden. Die kleineren "Abfälle" wurden gleich in den Papierkorb gewickelt, die längeren Stücke konnten so wieder verwendet werden.
- Na klar, das Band ist falsch eingelegt. - Die Klebeschiene ist nachträglich angebracht. Als diese Maschinen gebaut wurden, gab es noch kein Hinterklebeband. - Zwischen Andruckrolle und den Bandtellern wurde ein kleines Fäßchen entfernt, das das Klebemittel für die Naßklebung der Schnitte enthielt (Aceton).
Und noch eine Schlußbemerkung: Das BASF-Band ist keine Fälschung von ORWO !!! BASF- und AGFA-Bänder (West) wurden offiziell eingeführt und für STEREO-Produktionen vom DDR-Rundfunk verwendet, bis aus Wolfen mit dem TYP106 ein eigenes stereotaugliches Band zur Verfügung stand.
Noch eine weitere "R34/2" (Nr.5), die in Neubrandenburg steht: Hier sind noch die beiden Weissbandkassetten ("R55") vorhanden. Vor der Schreibmaschine ist noch ein "V379" zu sehen, auch "Mexico-Verstärker" genannt. Rechts eine "NAGRA E".