Seite 03-16 Reparaturanweisung BG-20 Seite 17-22 Reparaturanweisung BG-20/1 Seite 23-28 Reparaturanweisung BG-20/2 Seite 29-32 Reparaturanweisung BG-20/3 Seite 33-38 Reparaturanweisung BG-20/4 Seite 39-40 Anlagen Bildanhang Stromlaufpläne
Seite 3 Reparaturanweisung BG-20 von Fertigungs-Nr. 00001 bis 34000
1. Technische Angaben 2. Wartung des Gerätes 3. Auswechseln von Einzelteilen 3.01 Demontage der Abdeckplatte 3.02 Demontage des Lautsprechers 3.03 Demontage des Chassis aus dem Koffer 3.04 Demontage des Entzerrers aus dem Chassis 3.05 Demontage des Netzteiles aus dem Chassis 3.06 Motorwechsel 3.07 Auswechseln des Antriebsbandes (Antriebsriemen) 3.08 Auswechseln des Halters vollst. (Umlenkrolle) 3.09 Auswechseln der Kupplung 3.091 Auswechseln des Kupplungsoberteiles 3.092 Auswechseln des Kupplungsunterteiles 3.10 Auswechseln der Tonrolle 3.11 Auswechseln des Löschkopfes 3.12 Auswechseln des Sprechhörkopfes 3.13 Entfällt beim BG-20 3.14 Auswechseln der Klappe vollständig am Gehäuse des Sprechhörkopfes 3.15 Auswechseln der Gummiandruckrolle 3.16 Entfällt beim BG-20 3.17 Auswechseln des Zuggestänges 3.18 Auswechseln des Zugmagneten 3.19 Auswechseln des Bremsmagneten
4. Einstellvorschrift (mechanisch) 4.01 Allgemeines 4.02 Meß- und Prüfmittel 4.03 Vorbereitung des Gerätes 4.04 Einstellung des richtigen Antriebsriemen-Laufes 4.041 Einstellung der Kupplungen 4.042 Einstellung des Motortrieblings 4.043 Einstellung der Umlenkrolle 4.044 Einstellung der Tonrolle 4.05 Einstellung und Kontrolle des richtigen Tonbandlaufes und der Magnetköpfe 4.051 Einstellung des Bandandruckhebels 4.052 Voreinstellung der Druckfeder 4.053 Einstellung der Kupplungsoberteile 4.054 Einstellung des Bremsmagneten und der Bremsen 4.055 Einstellung und Kontrolle der richtigen Tonbandhöhe und der Umschlingung am Löschkopf 4.056 Einstellung des Sprechhörkopfes und des Gehäuses des Sprechhörkopfes 4.057 Einstellung und Kontrolle des Bandzuges 4.058 Kontrolle des Umspulvorganges 4.59 Einstellung der Bandgeschwindigkeit und der Gummiandruckrolle 4.06 Einstellung der Kontaktfedersätze 4.061 Entfällt beim BG-20 4.062 Entfällt beim BG-20 4.063 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 10 4.064 Einstellung des Drucktastensatzes
5. Elektrische Prüfung 5.01 Prüfmittel 5.02 Vorbereitung des Gerätes 5.03 Gleich- und Wechselspannungsmessungen 5.04 Brummkompensation und Messung der Fremdspannung 5.05 Eintaumeln des Sprechhörkopfes SH 1 und optische Spurkontrolle 5.06 Abgleich des Sperrkreises Dr 3 5.07 Einstellung des HF-Vormagnetisierungsstromes 5.08 Vollaussteuerung über Band 5.09 Bestimmung des Klirrfaktors k3 5.10 Bestimmung des Fremdspannungsabstandes 5.11 Bestimmung der Übersprechdämpfung 5.12 Gehörmäßige Überprüfung der Löschdämpfung 5.13 Messung des Frequenzganges bei Aufnahme, Wiedergabe und über Band 5.131 Messung des Aufnahmefrequenzganges 5.132 Messung des Wiedergabefrequenzganges 5.133 Messung des Frequenzganges über Band 5.14 Überprüfung der Kopfentmagnetisierung 5.15 Geräusche 5.151 Geräusche beim Betätigen des Reglers W 11 5.152 Geräusche durch schlechte Kontaktgabe 5.153 Aufgezeichnete Geräusche auf Band 5.16 Statische Aufladung des Bandes 5.17 Stellung des Eingangswahlschalters Sch bei "Aufnahme" und "Wiedergabe" 5.18 Gehörmäßige Überprüfung des Gerätes 5.19 Prüfung des Gerätes bei ± 10% Netzspannungsänderung
6. Schmiervorschrift 6.01 Allgemeines 6.02 Schmieren des Motors 6.03 Schmieren der Umlenkrolle (Halter vollst.) 6.04 Schmieren der Kupplung 6.05 Schmieren der Tonrolle 6.06 Schmieren der Gummiandruckrolle 6.07 Entfällt beim BG-20
7. Hinweise für die Fehlersuche
8. Techn. Daten der bewickelten Bauelemente und Magnetköpfe
9. Schaltteillistenauszug
10. Anlagen
Seite 4 1. Technische Angaben
Mit der Weiterentwicklung der Geräte von der Type BG-20 bis zur Type BG-20/4 haben sich selbstverständlich auch einige Einzelteile der Geräte geändert, ohne daß darauf in der vorliegenden Reparaturanweisung ausdrücklich hingewiesen wurde. Wir empfehlen Ihnen, die Ersatzteilbestellung entweder mit Angabe der Geräte-Type und der Geräte-Nr. (Fertigungs-Nr.) oder nach dem jeweils zu dem Gerät gehörigen Ersatzteilkatalog vorzunehmen. Die in dieser Reparaturanleitung angegebenen Fertigungs-Nummern, ab denen Änderungen eintraten, sind als Richtzahlen zu verwenden. Auf kleinere Änderungen bei Einzelteilen, die keine Änderung der Einstellung und Prüfung nach sich ziehen, ist in dieser Reparaturanweisung nicht eingegangen.
Technische Daten
Spannungsart : Wechselspannung Betriebsspannung : 110/125/150/220/240 V Leistungsaufnahme: ca. 70 W Röhrenbestückung : EF 86, ECC 81, EL 84, EM 11 2 Selengleichrichter Ausgangsleistung : ca. 2,5 W Lautsprecher: 1 Stck. permanent-dynamischer Ovallautsprecher 1,5 W Bandgeschwindigkeit : 19,05 cm/s Frequenzbereich: 60 ... 12000 Hz nach DIN 45511 Empfohlene Bandsorte: CH-Band bzw. CH-Langspielband von Agfa Wolfen Aussteuerungskontrolle: Magisches Auge (bei Aufnahme und Wiedergabe in Betrieb) Spielzeitkontrolle: Markierung der Bandspule Spieldauer : 2X30 min bei CH-Band 2X45 min bei CH-Langspielband Größte Bandspule : 178 mm Antrieb: Asynchronmotor Umspulzeit : ca. 3 min Spursystem : Doppelspur nach internationaler Spurlage Fremdspannungsabstand : ≥ 40 dB Kurzzeitige Geschwindigkeitsschwankungen (FM): ≤ 0,3% Amplitudenmodulation (AM): ≤ 20% Löschung und Vormagnetisierung : Hochfrequenz ca. 60 kHz Eingänge: 1. 2,5 ... 400 mV für Mikrofone 2. 0,04 ...2,5 V für Rundfunkempfänger bzw. Tonabnehmer 3. 1,0 ... 80 V für Rundfunkempfänger (ältere Typen) Ausgänge: 1. ca. 1,0 V an 5 kOhm 2. für Lautsprecher ca. 2,5 W an 5 Ohm Sicherung 1: für 110 ... 150 V: 1,6 A (mittelträge) DIN 41571 für 220 und 240 V: 1,0 A (mittelträge) DIN 41571 Sicherung 2: 0,2 A (mittelträge) DIN 41571 Sicherung 3: 1,0 A (mittelträge) DIN 41571 Abmessungen: Chassis: Koffergerät : Höhe: ca. 160 mm ca. 225 mm Breite: ca. 390 mm ca. 435 mm Tiefe: ca. 278 mm ca. 350 mm Gewicht: ca. 15 kp ca. 18 kp
Eine ausführliche Beschreibung des Gerätes BG 20 wurde in der Zeitschrift "Radio und Fernsehen" Heft 2/57 veröffentlicht.
2. Wartung des Gerätes
Das Magnettongerät ist ein Gerät von hoher mechanischer Präzision und verlangt eine fachmännische Reparatur und Wartung. Aus diesem Grunde haben wir in der Bedienungsanweisung unseren Kunden von eigenmächtigen Reparaturen abgeraten. Nach längerem Betrieb macht es sich erforderlich, den an den Magnetköpfen angesetzten Staub und die Bandabriebteilchen mit einem weichen Pinsel zu entfernen. Vorsicht, daß dabei die Einstellungen der Magnetköpfe und der Bandführungsorgane nicht verändert werden. Hierzu ist es erforderlich, die Abdeckplatte des Gerätes zu entfernen (3.01). Nach jeweils etwa 500 Betriebsstunden ist das Gerät abzuschmieren. Siehe 6. Schmiervorschrift.
3. Auswechseln von Einzelteilen
3.01 Demontage der Abdeckplatte Stiftschrauben der Einstellknöpfe lockern und Knöpfe abziehen. Unter den Bandspulen befinden sich je 3 Schrauben. Diese Schrauben entfernen. Deckplatte abheben. Es ist zu empfehlen, bei allen Reparaturen die Abdeckplatte zu entfernen, um ein einwandfreies Arbeiten der unter der Abdeckplatte liegenden Funktionsorgane überprüfen zu können. Außerdem wird es bei den meisten Reparaturen sowieso notwendig sein, die Abdeckplatte abzunehmen.
3.02 Demontage des Lautsprechers Die Kunststoffblende mit dem Lautsprecher ist mit 4 Schrauben an der rechten Kofferseite befestigt. Diese 4 Schrauben befinden sich an den 4 Ecken der Lautsprecherblende und sind zu lösen. Danach Lautsprecher aus dem Koffer herausziehen und die 2 Verbindungsdrähte zum Gerät an den Lötösen des Lautsprechers ablöten.
3.03 Demontage des Chassis aus dem Koffer Das Chassis ist in seinen Ecken 10, 11, 12, 13 - Bild 1 - mit 4 Schrauben im Koffer befestigt. Schrauben lösen und Chassis noch oben aus dem Koffer herausheben. Vorher Lautsprecher ablöten. Der Lautsprecher kann auch, ohne daß er abgelötet werden muß, mit Hilfe einer 2. Person beim Herausheben des Chassis schräg durch die Lautsprecheröffnung in das Kofferinnere geschoben und mit dem Chassis zusammen aus dem Koffer gehoben werden. Vorsicht, daß die dünnen Drähte am Lautsprecher nicht abreißen! Vor dem Ausbau des Chassis alle Verbindungsleitungen (Netzschnur, Erdleitung, Ein- und Ausgangsleitungen) vom Gerät entfernen und geeigneten Platz zur Ablage des Chassis vorbereiten. Damit die über die Montageplatte noch oben vorstehenden empfindlichen Teile des Gerätes nicht beschädigt werden, ist es zu empfehlen, 4 Holzleisten oder dergleichen von ca. 50 mm Stärke vorzubereiten, auf die die Ecken des Chassis nach dem Ausbau aufgelegt werden Können. Das Chassis kann nun, auf den Kopf gedreht, auf die 4 vorbereiteten Holzleisten aufgesetzt werden.
3.04 Demontage des Entzerrers aus dem Chassis Stecker 1, 4 und 5 - Bild 2 - aus ihren Buchsen ziehen. Um beim Zusammenbau die richtigen Stecker wieder in die richtigen Buchsen zu stecken, empfiehlt es sich, die Buchsen und die dazugehörigen Stecker zu kennzeichnen. Bei den Geräten ab der Type BG-20/2 ist eine Farbpunkt-Kennzeichnung an Buchsen und Steckern bereits vom Werk erfolgt. Schrauben für Entzerrer - Bild 3 - auf Motorseite des Chassis lösen. Auf gegenüberliegender Seite die Schrauben 1 und 2 - Bild 5 - lösen. Entzerrer vom Chassis entfernen. Dabei magisches Auge vorsichtig aus der Halterung in der Montageplatte herausziehen, nachdem die Schraube am Befestigungsring gelockert wurde. Die Potentiometer am Entzerrer sind mit den Stellachsen am Laufwerk durch Verbindungsbleche 3 - Bild 5 - verbunden. Beim Wiedereinbau des Entzerrers in das Laufwerk sind diese wieder in die Achsenschlitze einzupassen. Auf richtige Stellung der angefrästen Achsen für die Drehknöpfe achten!
3.05 Demontage des Netzteiles aus dem Chassis Stecker 1, 2 und 3 - Bild 2 - aus ihren Buchsen ziehen, Schraube 1 und 2 - Bild 4 - an der Rückseite des Chassis lösen. Schraube 6 - Bild 2 - des Haltewinkels von der Achse des Umlenkrollenhalters lösen, Schraube 7 - Bild 2 - und Schraube 8 - Bild 2 - entfernen. Netzteil vom Chassis abheben.
Seite 5 Wichtiger Hinweis!
Um bei Reparaturen die einzelnen Teile besser zugänglich zu machen, ist es oft notwendig, das Netzteil und den Entzerrer vom Chassis zu trennen. Dabei müssen auch die Verbindungsleitungen zwischen den einzelnen Baugruppen aufgetrennt werden (Stecker 1 . 5 - Bild 2 -). Zur Prüfung der Funktionstüchtigkeit des Gerätes sind die Verbindungen jedoch nötig. Es empfiehlt sich deshalb, 5 Adapterleitungen von ca. 1 m Länge herzustellen. Die zur Anfertigung erforderlichen Stecker und Steckbuchsen können unter der Zeichnungs-Nr. 8433.004-02348 (Stecker) und FN 2 DIN 41559 P (Buchsen) von unserem Werk bezogen werden. Die Schaltung der Adapter ist aus obenstehendem Bild zu erkennen. Die Steckverbindung 3 ist erst ab Type BG-20/2 vorhanden. Es ist besonders zu beachten, daß die einzelnen Chassis der Baugruppen Netzteil, Laufwerk und Entzerrer untereinander mit einer Masseleitung verbunden werden, unabhängig von der Verbindung mit den Adapterleitungen, weil andernfalls die einzelnen Baugruppen nicht funktionstüchtig sind. Im zusammengebauten Zustand werden diese Verbindungen durch die Befestigungsschrauben hergestellt.
3.06 Motorwechsel Abdeckplatte abnehmen, siehe 3.01. Chassis aus dem Koffer nehmen, siehe 3.03. Anschlußleitungen des Motors und Erdverbindung des Motors von den Lötösen ablöten bzw. abschrauben. Chassis in Gebrauchslage bringen. Antriebsband vom Motortriebling abheben. Drei Befestigungsschrauben des Motors auf der Montageplatte lockern und Motor von der Montageplatte entfernen. Es ist darauf zu achten, daß beim Einbau eines Motors die farbig gekennzeichneten Anschlußleitungen des Motors wieder an die richtigen Lötösen angelötet werden (s. Bild 4). Der Einbau des Motors erfolgt in der umgekehrten Reihenfolge. Die Motoren der ersten Geräte der Type BG-20 hatten eine Ausgleichsrolle an der oberen Motorachse, um den Lagerzug, durch das Antriebsband (Antriebsriemen) hervorgerufen, zu kompensieren. Inzwischen durchgeführte Dauerversuche haben ergeben, daß diese Ausgleichsrolle mit dem kurzen Gummiband entfallen kann. Bei Reparaturen können diese Rolle und das kurze Gummiband ohne nachteilige Wirkung beseitigt oder bei Motorwechsel kann ohne weiteres auch ein Motor ohne Ausgleichsrolle in das Gerät eingebaut werden.
3.07 Auswechseln des Antriebsbandes (Antriebsriemen) Hierzu ist es notwendig, das Netzteil und den Entzerrer vom Laufwerk zu trennen (s. 3.04 und 3.05). Träger mit dem unteren Lager der Tonrolle durch Lösen der 4 Befestigungsschrauben entfernen. Vorsicht! Der untere Lagerzapfen der Tonrolle läuft im Kalottenlager auf einer Kugel. Diese Kugel darf nicht verlorengehen ! Jetzt kann der alte Antriebsriemen von den Laufteilen des Gerätes abgenommen und vom Laufwerk entfernt werden. Beim BG-20 und BG-20/1 ist die Breite des Antriebsbandes 7 mm im Gegensatz zu den Geräten BG 20/2 bis BG-20/4, die mit einem Antriebsband von 11 mm Breite bestückt wurden. Dementsprechend sind auch dort die Laufflächen der Drehteile breiter. Bei Neubestellung ist die Breite des Antriebsbandes anzugeben (siehe auch Ersatzteilkatalog) ! Das Auflegen des neuen Riemens geschieht folgendermaßen: Riemen um die Lauffläche der Tonrolle legen - Bild 6 -. Hierzu ist es nicht notwendig, die Tonrolle aus dem oberen Lager zu ziehen, wie dies im Bild 6 zur besseren Sichtbarmachung gezeigt ist. Träger wieder montieren. Beim Montieren des Trägers ist dieser so in den Langlöchern zu verschieben, daß die Tonrolle senkrecht zur Montageplatte steht. Dies ist erreicht, wenn der Abstand der Schwungmasse von der Brückenstütze über ihrem ganzen Durchmesser gleich groß ist. Riemen von der Tonrolle über die Umlenkrolle (Halter, vollst.) und von dieser über die Riemenlaufflächen des linken Kupplungsunterteiles, des Motortrieblinges und von dort über die Lauffläche des rechten Kupplungsunterteiles legen. Ist das Netzteil nicht entfernt worden, so muß der Riemen noch unter dem hochgehobenen Haltewinkel des Netzteiles - Bild 6- durchgeschoben werden.
Antriebsband-Lauf
Ansicht von unten auf das Laufwerk
3.08 Auswechseln des Halters, vollst. (Umlenkrolle) siehe 6.03
3.09 Auswechseln der Kupplungen
3.091 Auswechseln des Kupplungsoberteils siehe 6.04
3.092 Auswechseln des Kupplungsunterteils Hierzu ist es notwendig, das Netzteil und den Entzerrer vom Laufwerk zu trennen. Anschlußleitungen für die Kupplungsspule ablöten. Antriebsband von den Laufflächen des Kupplungsunterteiles abheben. Nach Lösen des Haltebleches und nach dem Aushängen des Bremsbandes Kupplungsoberteil vom Unterteil abheben. Befestigungsmutter des Kupplungsunterteiles mit Mutterschlüssel 14 mm lösen. Jetzt läßt sich die Kupplungsspule mit dem Lagerbolzen aus dem Kupplungsunterteil herausschrauben. Der Einbau des Kupplungsunterteiles erfolgt in der umgekehrten Reihenfolge. Es ist darauf zu achten, daß das Höhenspiel der Kupplungsunterteile nicht größer als 0,2 bis 0,4 mm ist. Einstellen der Kupplungen s. 4.041.
3.10 Auswechseln der Tonrolle Nach Entfernen des Trägers, siehe 3.07, läßt sich die Tonrolle aus dem oberen Perlon-Dreiecklager nach unten herausziehen. Zu diesem Zwecke ist es notwendig, das Netzteil und den Entzerrer vom Laufwerk zu trennen.
3.11 Auswechseln des Löschkopfes Anschlußdrähte am Löschkopf ablöten. Die in der Mitte des Löschkopfes befindliche Befestigungsschraube 3 - Bild 1 - lösen und Löschkopf von der Montageplatte abheben. Beim Einbau darf die Befestigungsschraube des Löschkopfes nicht zu straff angezogen werden, damit der Magnetkopf nicht beschädigt wird. Im Werk wird dazu ein Drehmomentenschraubenzieher verwendet, der auf ca. 2,5 cmkp eingestellt ist. Beim Einbau eines neuen Löschkopfes ist die richtige Höhe des Löschkopfes zur Gewährleistung eines einwandfreien Tonbandlaufes durch Unterlegen einer 3 mm dicken Perlonscheibe und von je 0,1 mm dicken Perfolscheiben einzustellen.
Die Justage des Löschkopfes siehe 4.055.
Seite 6 3.12 Auswechseln des Sprechhörkopfes Befestigungsschraube des Abschirmgehäusedeckels 2 - Bild 1 - entfernen. Abschirmgehäusedeckel abheben. Farbig bezeichnete Anschlußdrähte des Sprechhörkopfes von dem hinter dem Tonkopfgehäuse befindlichen Lötösenbrettchen ablöten. Es ist darauf zu achten, daß beim späteren Wiedereinbau des Sprechhörkopfes die richtigen Drähte an die richtigen Lötösen angelötet werden. Die in der Mitte des Sprechhörkopfes befindliche Befestigungsschraube lösen und Sprechhörkopf mit dem Abschirmgehäuse herausnehmen. Der Einbau des Sprechhörkopfes und des Abschirmgehäuses geschieht in umgekehrter Reihenfolge. Beim Einbau darf die Befestigungsschraube des Sprechhörkopfes nicht zu straff angezogen werden, damit der Magnetkopf nicht beschädigt wird. Im Werk wird dazu ein Drehmomentenschraubenzieher verwendet, der auf ca. 2,5 cmkp eingestellt ist. Einstellung des Sprechhörkopfes und des Abschirmgehäuses s. 4.056.
3.13 Entfällt beim BG-20
3.14 Auswechseln der Klappe vollst. am Gehäuse des Sprechhörkopfes Der Stahldraht (Feder 8433.004-02124), mit dem die Klappe am Gehäuse befestigt ist, ist an einem Ende geradezubiegen oder mit einem Seitenschneider durchzuschneiden und aus den Führungslöchern der Klappe und des Gehäuses herauszuziehen. Danach läßt sich die Klappe vom Gehäuse trennen. Das Einsetzen einer neuen Klappe geschieht durch Einführen einer neuen Feder in die Führungslöcher der Klappe und des Gehäuses. Anschließend ist das Ende der Feder wieder 90° umzubiegen, um ein Herausrutschen der Feder aus den Führungen zu verhindern. Ab Gerät 122.14.0001 ist die Stärke der Feder von 0,4 mm (8433.004-02124) auf 0,7 mm (8433.004-02652) vergrößert worden.
3.15 Auswechseln der Gummiandruckrolle 4 - Bild 1 – (s. 6.06)
3.16 Entfällt beim BG-20
3.17 Auswechseln des Zuggestänges Netzteil und Entzerrer vom Laufwerk entfernen. Träger lösen und entfernen, Tonrolle herausnehmen, nachdem von der Lauffläche der Tonrolle das Antriebsband abgestreift worden ist. Hierzu siehe 3.07 und 3.10. Vorsicht, daß die kleine Lagerkugel, die sich zwischen der Tonachse und dem unteren Kalottenlager befindet, nicht verlorengeht. Benzingscheibe 1 - Bild 7 - entfernen, Muttern 1 - Bild 10 - lösen und Zugstange aus dem Winkel, der sich am Kern des Bremsmagneten befindet, in Richtung des Drucktastensatzes herausziehen! Dabei fallen die Feder 2 und die Scheiben - Bild 10 - ab. Ab Gerät 122.13.19301 ist die Zugstange am Mitnahmebolzen des Gummiandruckrollen-Trägers mit einer Öse versehen und mit einer Benzingscheibe gesichert, um eine leichtere Auswechselbarkeit zu erreichen. Damit braucht die Zugstange nicht mehr in Richtung des Drucktastensatzes herausgezogen, sondern kann einfach vom Mitnahmebolzen abgehoben werden. Vor dem Auswechseln des Zuggestänges ist diese Benzingscheibe am Mitnahmebolzen zu entfernen. Beim Einbau des Zuggestänges ist darauf zu achten, daß alle Teile, wie Unterlegscheiben, Federn, Muttern usw. wieder an die richtige Stelle kommen. Einstellung der Feder 2 - Bild 10 - und des Zuggestänges - siehe 4.059. Vor der Justierung des Zuggestänges sind die Tonrolle wieder einzubauen und die Brückenstütze zu befestigen, nachdem das Antriebsband um die Laufteile gelegt worden ist (s. 3.07).
3.18 Auswechseln des Zugmagneten Zuggestänge an dem Winkel, der sich am Kern des Zugmagneten befindet, wie in 3.17 beschrieben, lösen. Hierzu ist es notwendig, daß der Träger und die Tonrolle vom Laufwerk entfernt werden (s. 3.07 u. 3.10). Laufwerk in Gebrauchslage bringen und Befestigungsschrauben 6 und 7 - Bild 1 - lösen. Auf der Unterseite der Montageplatte sind mit den Befestigungsschrauben des Zugmagneten Lötösenwinkel befestigt. Nach dem Lösen der Befestigungsschrauben läßt sich der Zugmagnet von der Montageplatte wegnehmen. Der Einbau eines neuen Zugmagneten geschieht in umgekehrter Reihenfolge. Es ist darauf zu achten, daß sich nach dem Einbau eines neuen Zugmagneten und nach der Verbindung mit dem Zuggestänge der Anker des Zugmagneten leicht in der Ankerführung bewegt. Bei Schwergängigkeit ist der Zugmagnet bei gelockerten Befestigungsschrauben durch seitliches Verschieben auszurichten, bis eine Leichtgängigkeit des Ankers gewährleistet ist.
3.19 Auswechseln des Bremsmagneten Benzingscheibe 3 - Bild 10 - entfernen. Anker des Bremsmagneten vom Bremsgestänge trennen. Ab Gerät 122.13.19738 ist am Anker des Bremsmagneten eine Rückstellfeder angebracht. Diese Feder ist vor dem Auswechseln auszuhängen. Befestigungsschrauben 5 und 6 - Bild 1 - des Bremsmagneten lösen und Bremsmagnet von der Montageplatte entfernen. Unter den Befestigungsschrauben auf der Unterseite der Montageplatte befinden sich Lötösenhaltewinkel .
4. Einstellvorschrift mechanisch
4.01 Allgemeines Die mechanische Einstellung wird, falls bei den einzelnen Punkten keine anderen Werte vorgeschrieben sind, bei U = 220 V, 50 Hz vorgenommen. Dabei muß die Funktionsfähigkeit des Gerätes bei 10% Unter- oder 10% Überspannung (U = 198 V bzw. 242 V) noch voll gewährleistet sein. Da einige Einstellungen voneinander abhängig sind, ist es zweckmäßig, die Justierung der einzelnen Teile in der angegebenen Reihenfolge vorzunehmen.
4.02 Meß- und Prüfmittel (s. Bild 8) 1 Seitenschneider 2 Stroboskopbänder (2 %) je ca. 5 m Schraubenzieher 2 mm; 3,5 mm; 5 mm; 7 mm Mutterschlüssel 4 mm (2 Stück) 5,5 mm; 7 mm; 14 mm 1 Mutterschlüssel für Lagerbolzen, 6 mm 1 Lehre zum Ausrichten der Kupplungsoberteile 1 Lehre 0,2 mm Stahlblech 1 Lehre 0,7 mm Stahlblech 1 Lochernadel 2,6 mm 1 Zange zum Festklemmen des Gummistöpsels 1 Justierzange Kontaktfederwaagen 0 ... 100 p und 0 ... 50 p 1 Zugwaage 1 Glimmlampe
Bezugsmöglichkeiten :
Kontaktfederwaage : VEB Berliner Spezialgeräte Berlin, N 54, Fehrbelliner Str. 47/48,
Bandzugwaage : VEB Meßgerätewerk Zwönitz
Zugwaage: DHZ Elektrotechnik - Feinmechanik - Optik Magdeburg, Große Diesdorfer Str. 200 unter Bezeichnung: Bürstendruckmesser 0 1500 P
Stroboskopbänder: VEB Meßgerätewerk Zwönitz
4.03 Vorbereitung des Gerätes Ehe mechanische Einstellungen an dem Gerät durchgeführt werden können, wird es in vielen Fällen notwendig sein, das Gerät aus dem Koffer auszubauen und den Entzerrer und das Netzteil vom Chassis zu trennen. (Gegebenenfalls sind diese Arbeiten, wie unter 3.01 ... 3.05 beschrieben, auszuführen.) Diese Baugruppen können mit Hilfe der unter 3.05 genannten Adapter mit dem Laufwerk verbunden werden, um dem Motor und den anderen Teilen die notwendige Spannung zuzuführen. Netzteil mit Netzsteckdose verbinden.
4.04 Einstellung des richtigen Antriebsbandlaufes Die Mitte des Antriebsbandes (Antriebsriemen) muß auf der Mitte der Laufflächen aller Drehteile (Motortriebling, Umlenkrolle, Tonrolle, Kupplungsunterteile) laufen. Die Laufflächen am Kupplungsunterteil, Motortriebling und Tonrolle sind nicht zylindrisch, sondern mit einem Radius ausgeführt, der in gewissen Grenzen bewirkt, daß diese Mittigkeit garantiert ist. Es ist jedoch darauf zu achten, daß die Mitte der Laufteile ziemlich genau in einer Ebene liegt, da die mit Radius versehene Lauffläche sonst während des Riemenlaufes ein fortwährendes vertikales Schlagen und Seite 7 Verziehen des Antriebsbandes bewirkt, was sich letzten Endes in einem ungleichmäßigen Lauf des Gerätes (Gleichlaufschwankungen - Frequenzmodulation) bemerkbar machen kann. Als Bezugsebene für die Höhe der Laufflächen-Mitte gelten die Kupplungslaufflächen. Es ist der Reihe nach wie folgt zu verfahren: Gerät ist anzuschalten.
4.041 Einstellung der Kupplungen Kontrolle, ob Kupplungsachsen senkrecht und damit die Bandspulenauflagefläche des Kupplungsoberteiles parallel zur Montageplatte steht. Gegebenenfalls hierzu Lehre verwenden - Bild 9. Darauf achten, daß bei dieser Einstellung die Kupplungsoberteile richtig auf den Kupplungsunterteilen aufliegen. Zwischen Lehren-Kante und Kupplungsoberteil kann ca. 1,5 mm Luft sein. Beide Kupplungen gleich hoch einstellen.
4.042 Einstellung des Motortrieblings Richtige Höhe des Motortrieblings in bezug auf Kupplungen einstellen. Der Motortriebling läßt sich mit einer Madenschraube (Stiftschraube) lockern und auf der Motorachse verschieben. Danach Madenschraube wieder anziehen.
4.043 Einstellung der Umlenkrolle (Halter, vollst.) Halter der Umlenkrolle lockern. Seitlich ist die Umlenkrolle so einzustellen, daß die eine Befestigungsschraube des Halters senkrecht zur Vorderkante der Montageplatte steht (s. Bild 10). Damit ist die größtmögliche Umschlingung des Kupplungsunterteiles mit dem Antriebsband erreicht. Höheneinstellung der Umlenkrolle durch Verschieben des Halters auf der Achse. Höhe so einstellen, daß Antriebsriemen auf der Mitte der Rollen-Lauffläche läuft. Siehe auch 6.03.
4.044 Einstellung der Tonrolle Tonachse muß senkrecht zur Montageplatte stehen. Ist dies nicht der Fall, dann Träger in den Langlöchern seitlich verschieben, bis der Abstand zwischen Schwungmasse und Träger über den gesamten Durchmesser der Tonrolle gleich groß ist. Höhe der Tonrolle mittels Stiftschraube 1 - Bild 11 - so einstellen, daß Mittigkeit zwischen Antriebsband und Tonrollenlauffläche gewährleistet ist. Darauf achten, daß zwischen Tonrolle und oberem Perlonlager das Höhenspiel der Tonrolle zwischen 0,1 ... 0,3 mm liegt. Zur Einhaltung des max. Höhenspieles im Bedarfsfalle Ausgleichsscheibe von 0,3 mm Dicke zwischen Abstandsrolle und Tonrolle beilegen. Zur Kontrolle des richtigen Antriebsbandlaufes ist das Gerät in Normallage zu bringen, der Motor einzuschalten und der Lauf zu überprüfen.
4.05 Einstellung und Kontrolle des richtigen Tonbandlaufes und der Magnetköpfe
4.051 Einstellung des Banddruckhebels 1 - Bild 1 - Anschlag mittels Stellwinkel 15 - Bild 1 - so einstellen, daß beim Betätigen des Hebels bis zum Anschlag zwischen Tonachse und Gummiandruckrolle 0,7 mm Zwischenraum bleibt. Hierzu Lehre 0,7 mm Stahlblech verwenden. Es ist unbedingt darauf zu achten, daß die Laufflächen von Tonachse und Gummiandruckrolle parallel sind, weil sonst das Band ungleichmäßig und unter Umständen schief transportiert wird. Bei dieser Kontrolle Chassis etwas nach hinten kippen, damit die Tonachse fest in dem Perlon-Dreiecklager liegt.
4.052 Voreinstellung der Druckfeder Vor dieser Einstellung müssen Netzteil und Entzerrer vom Chassis getrennt werden. Verbindung Laufwerk-Netzteil mittels Adapter (3.05) herstellen. Antriebsband vom Motortriebling abnehmen. Wiedergabetaste drücken, Laufwerk umdrehen und Druckfeder 2 - Bild 10 - soweit spannen, daß Zugmagnet selbständig anzieht. Distanz 0,2 mm zwischen Kontermuttern 4 - Bild 10 - und Winkel 5 - Bild 10 - bei angezogenem Magnet mittels Lehre 0,2 mm Stahlblech einstellen. Wird diese Distanz von 0,2 mm nicht eingehalten, so kann die Druckfeder 2 - Bild 10 - überlastet werden. Das hat eine Ermüdung der Feder im Laufe der Zeit zur Folge, wodurch dann eine einwandfreie Funktion des Gerätes nicht mehr gewährleistet ist.
4.053 Einstellung der Kupplungsoberteile Für die Einstellung ist ein Entfernen von Netzteil und Entzerrer nicht nötig. Netzanschluß herstellen, Gerät einschalten, Bandspulen entfernen. Wiedergabetaste drucken. Bei völlig gelösten Bremsen ist die richtige Mitnahme der Oberteile durch Einstellen der Stiftschrauben (Gewindesfifte M 5) in Bandspulenstern vorzunehmen. Stiftschraube zunächst soweit nach rechts drehen, bis die Kupplungsoberteile bei laufenden Kupplungsunterteilen stehen bleiben. Danach Stiftschrauben soweit zurückdrehen, daß beide Oberteile leicht mitgenommen werden. Halt-Taste drücken. Anschließend in Stellung "Wiedergabe" kontrollieren, daß beide Oberteile sofort mitlaufen. Nötigenfalls Stiftschrauben in Aufnahmestern noch etwas nach links drehen.
4.054 Einstellung des Bremsmagneten und der Bremsen Hierzu ist es notwendig, das Netzteil und den Entzerrer vom Chassis zu entfernen. Netzteil mittels Adapter mit Laufwerk verbinden. Netzverbindung herstellen. Gerät einschalten. Kontrollieren, ob der Anker des Bremsmagneten leichtgängig angezogen werden kann. Ist dies nicht der Fall, so ist die Magnetspule durch Lockern der 4 Befestigungsschrauben 5 und 6 - Bild 1 - nachzurichten. Befestigungsschrauben wieder straff anziehen! Beim Drücken der Halt-Taste (Gerät eingeschaltet) muß der Anker leicht und ohne "nachzuziehen" in die Magnetspule gezogen werden. Auf rechtes Kupplungsoberteil Prüfgewicht von 250 p - Bild 8 - auflegen. Druckfedern 6 - Bild 10 - soweit spannen, bis Kupplungsoberteile nicht mehr rotieren. Leichtes Durchlaufen des Bremsgestänges durch den Winkel 7 überprüfen. Gegebenenfalls Gewindeteile des Bremsgestänges leicht nachrichten. Wiedergabetaste drücken. Muttern 9 - Bild 10 - mit Hilfe der Lehre 0,2 mm Distanz einstellen und kontern. Laufwerk in Normalstellung bringen. Nach gedrückter Halt-Taste muß sich das aufgelegte Prüfgewicht bei stehendem Kupplungsoberteil noch ca. 1/2 Umdrehung weiterbewegen, dann ist die richtige Einstellung der Bremsen gewährleistet. Bei zu straffer Einstellung der Bremsen bewegt sich das Prüfgewicht mehr als 1/2 Umdrehung nach Stehenbleiben des Kupplungsoberteiles. Die Folge davon kann ein Reißen des Tonbandes sein. Bei zu lose eingestellter Bremse bewegt sich das Prüfgewicht nach dem Stehenbleiben des Kupplungsoberteiles nicht weiter. Die Folge davon kann Schlaufenbildung des Tonbandes nach Drücken der Halt-Taste sein. Hinweis: Bei der Anfertigung eines Prüfgewichtes ist darauf zu achten, daß dessen Abmessungen nicht von den im Bild 8 angegebenen abweichen, weil sich damit die wirksamen Trägheits- und Drehmomente des Gewichtes verändern, und damit ändern sich auch die oben angegebenen Werte für das Nachbewegen des Prüfgewichtes nach dem Stehenbleiben des Kupplungsoberteiles. Die gleiche Einstellung für das andere Kupplungsoberteil vornehmen. Winkel 10 - Bild 10 - am Bremsmagneten so einstellen, daß Bremsen einwandfrei lösen, jedoch der Hub so begrenzt ist, daß Bremsmagnet sicher anzieht. Prüfung des Spieles zwischen Bremsbändern und Bremsflächen des Kupplungsoberteiles bei gelösten Bremsen mittels Lochernadel 2,6 mm - Bild 8. Bei gelöster Bremse muß mit der Lochernadel leicht zwischen Bremsflächen des Kupplungsoberteiles und den Bremsbändern durchgefahren werden können. Kontrolle der richtigen Bremseinstellung durch Auflegen eines Tonbandes. Schnellen Vor- und Rücklauf einschalten, Halt-Taste drücken.
4.055 Einstellung und Kontrolle der richtigen Tonbandhöhe und der Umschlingung am Löschkopf
Für diese Einstellungen kann das Netzteil und der Entzerrer im Chassis bleiben. Bandführungsbolzen 16 - Bild 1 - in Höhe so verstellen, daß das Band in die Mitte der Tonbandspulen einläuft. Dazu ist die Kontermutter zu lösen. Im Bedarfsfalle Löschkopf durch Unterlegscheiben in der Hohe so verstellen, daß sich Bandoberkante mit der Oberkante des Maniferringes des Löschkopfes deckt. Dazu ist die Schraube 3 - Bild 1 - zu lösen, der Löschkopf abzunehmen und die Scheiben unterzulegen. Seite 8 Darauf Löschkopf wieder festschrauben. Beachte 3.11. Auf symmetrische Umschlingung des Löschkopfspaltes durch das Tonband achten! Banddruckhebel 8 - Bild 1 - muß bei "Wiedergabe" ohne durchlaufendes Tonband mit ca. 50 g am Anschlag an der Grundplatte anliegen. Messung mit Kontaktfederwaage - Bild 12.
4.056 Einstellung des Sprechhörkopfes und des Gehäuses des Sprechhörkopfes Für diese Einstellungen ist es nicht nötig, das Netzteil und den Entzerrer vom Chassis zu entfernen. Netzverbindung herstellen. Band auflegen. Abschirmgehäuse mit Sprechhörkopf durch Verstellen der Höhenstellschraube 1 - Bild 16 - so einstellen, daß die Bandoberkante 0,1 .. 0,2 mm unter Lamellenpaketoberkante des Sprechhörkopfes läuft. Dadurch wird ein Übersprechen der beiden Tonbandspuren bei der Aufnahme und Wiedergabe vermieden. S. auch 5.05. Der Sprechhörkopf wird nach dem Abschrauben des Abschirmgehäusedeckels (Schraube 2 - Bild 1 -) mit der darunterliegenden Schraube gelockert. Durch Lockern dieser Schraube kann auch das Abschirmgehäuse bewegt werden. Einstellung und Kontrolle der symmetrischen Umschlingung des Sprechhörkopf-Spaltes durch das Tonband vornehmen. Die Lage des Magnetspaltes ist durch eine auf der Leichtmetall-Druckplatte angebrachten Spaltmarkierung zu erkennen. Diese Einstellung ist zweckmäßigerweise bei gedrückter Halt-Taste und angedrücktem Bandführungshebel vorzunehmen - Bild 13.
Einstellung des Abschirmgehäuses des Sprechhörkopfes Achtung! Das Abschirmgehäuse des Sprechhörkopfes besteht aus Mu-Metall. Dieses Material verliert durch mechanische Beanspruchung oder durch Hitze seine magnetischen Eigenschaften. Deshalb das Abschirmgehäuse keiner mechanischen oder thermischen Beanspruchung (wie Klopfen, Erwärmen usw.) aussetzen! Schraube des Abschirmgehäusedeckels lösen und Deckel abnehmen. Darunter befindliche Kopfschraube etwas lockern. Band einlegen. Diese Einstellung führt man zweckmäßigerweise vorerst einmal in Stellung "Halt" des Gerätes durch und drückt durch Hand mittels Andruckhebel 1 - Bild 1 - das Band an den Kopf an. In dieser Stellung Abschirmgehäuse so verschieben, daß das Tonband ohne das Abschirmgehäuse oder die Abschirmklappe zu berühren, glatt durchläuft. Vorsicht! Darauf achten, daß durch diese Einstellung die symmetrische Umschlingung des Kopfes nicht verändert wird, weil sowohl der Sprechhörkopf, wie auch das Abschirmgehäuse mit der gleichen Schraube festgehalten werden. Die Abschirmklappe muß das Gehäuse an allen 4 senkrechten Kanten gleichzeitig leicht berühren. Im angedrückten Zustand muß die Klappe (hintere Kante der unteren Aussparung) auf den beiden waagerecht stehenden Nasen des Gehäusebodens aufsitzen. Dadurch ist gewährleistet, daß die Klappe weder von außen noch durch das Tonband seitlich nach links oder rechts verdrückt werden kann. Gegebenenfalls Nasen am Gehäuseboden bzw. Laschen an der Klappe vorsichtig nachjustieren. Der Gummistöpsel 9 - Bild 1 - muß die Klappe mit einer Kraft von 50 ... 100 p andrücken. Messung mit Kontaktfederwaage 50 ... 100 p an rechter oberer Ecke der Klappe vornehmen. Deckel auf Gehäuse setzen und verschrauben. Es ist darauf zu achten, daß die Vorderkante des Deckels parallel zur Oberkante der Abschirmklappe steht.
4.057 Einstellung und Kontrolle des Bandzuges Diese Prüfung kann beim vollständig montierten Gerät, aber ohne Abdeckplatte, vorgenommen werden. An beiden Kuppelungen muß in Schalterstellung "Wiedergabe" bei fast leerer Tonbandspule ein Bandzug zwischen 30 und 45 p vorhanden sein. Es darf beim Lauf des Bandes keine Schlaufenbildung auftreten. Die kurzzeitigen Bandzugschwankungen sollen ± 2,5 p nicht überschreiten. Die Messung des Bandzuges erfolgt mit der Bandzugwaage - Bild 14. Bei der Messung ist darauf zu achten, daß der Einlaufwinkel des Bandes in die Bandzugswaage genau so groß wie der Auslaufwinkel ist. Die Einstellung des richtigen Bandzuges wird mit den Gewindestiften M 5 im Spulenaufnahmestern vorgenommen. Rechtsdrehung der Gewindestifte verringert den Bandzug, Linksdrehung bewirkt Vergrößerung des Bandzuges. Lassen sich mit den Gewindestiften die angegebenen Werte von 30 ... 45 P nicht erreichen, so muß die Feder im Aufnahmestern ausgewechselt werden. Die Feder ist nach vollständigem Herausschrauben der Gewindestifte und nach Herausnehmen der darunter befindlichen Kugel aus dem Schaft der Spulenaufnahme herauszuziehen. Ein Wechseln der Feder ist aber nur vorzunehmen, wenn trotz vollständig in den Schaft gedrehten Gewindestiftes der Bandzug noch zu groß ist, oder wenn zur Erzielung des geforderten Bandzuges der Gewindestift so weit aus dem Schaft gedreht werden muß, daß er herausfallen kann. Wird trotz vollständig herausgedrehten Gewindestiftes der erforderliche Bandzug nicht erreicht, so ist keine Vergrößerung des Bandzuges durch Wechseln der Feder zu erreichen. In diesem Falle ist zu überprüfen, daß der Filzring ölfrei ist, weil dann die notwendige Reibung der Rutschkupplung zwischen Kupplungsunter- und -oberteil unzureichend ist. Gegebenenfalls Auswechseln des Kupplungsober- oder -unterteiles.
4.058 Kontrolle des Umspulvorganges Diese Kontrolle kann bei vollständig montiertem Gerät vorgenommen werden. Gerät einschalten. Links fast volles Band, rechts fast leeres Band auflegen. Schnellen Rücklauf einschalten. Der schnelle Rücklauf muß bis zum Bandende, auch bei mehrmals kurzzeitig (kleiner/gleich 3 s) gedrücktem Abhörhebel 1 - Bild 1 - sicher durchziehen. Rechts fast volles Band, links fast leeres Band auflegen. Schnellen Vorlauf einschalten. Der schnelle Vorlauf muß' wie beim schnellen Rücklauf sicher durchziehen, auch bei mehrmals kurzzeitig (kleiner/gleich 3 s) gedrücktem Bandandruckhebel (Abhörhebel) 1 - Bild 1. Zieht der schnelle Vor- bzw. Rücklauf nicht sicher durch, Netzspannung kontrollieren! Kontrollieren, ob Antriebsband rutscht, ggf. Spannung des Antriebsbandes an Umlenkrolle nachstellen (4.043). Kontrollieren, ob alle Laufteile des Gerätes sich leicht drehen lassen. Bei Schwergängigkeit nachschmieren oder ggf. Lager reinigen (s. 6. Schmiervorschrift).
4.059 Einstellung der Bandgeschwindigkeit und der Gummiandruckrolle Vorbereitung des Tonbandes. Tonband auflegen und schnellen Vorlauf einschalten, bis sich auf beiden Tonbandspulen ungefähr die gleiche Menge Band befindet. Halt-Taste drücken, Tonband zerschneiden und einige Meter Stroboskopband 2 % (Bezugsmöglichkeit : VEB Meßgerätewerk Zwönitz) einkleben. Für die Einstellung der Bandgeschwindigkeit und der Gummiandruckrolle müssen das Netzteil und der Entzerrer vom Chassis entfernt werden. Netzteil und Entzerrer mit Adapter am Laufwerk anschließen. Die Einstellung darf nur bei U = 220 V / 50 Hz vorgenommen werden. Gerät einschalten und schnellen Vorlauf drücken, bis zum Anfang des in der Mitte des Tonbandes eingeklebten Stroboskopbandes. "Halt" drücken, "Wiedergabe" drücken und eingeschaltete Glimmlampe an das Stroboskopband halten - Bild 15. Die Glimmlampe kann bei Prüfung der Bandgeschwindigkeit 19,5 cm/s direkt aus dem Netz gespeist werden und erzeugt damit 100 Blitze/s (positive und negative Halbwelle). Bei richtig eingestellter Bandgeschwindigkeit (max. Abweichung ± 2%) dürfen sich die beiden Markierungen scheinbar nicht in gleicher Richtung bewegen. Die Geschwindigkeit stimmt dann genau mit der Sollgeschwindigkeit überein, wenn beide Markierungen scheinbar mit der gleichen Geschwindigkeit gegeneinander laufen. Stimmt die tatsächliche Bandgeschwindigkeit bei 19,05 cm/s nicht mit der Sollgeschwindigkeit überein, so sind die einzelnen Laufteile auf Leichtgängigkeit zu überprüfen.
Einstellung der Gummiandruckrolle 4 - Bild 1 - Vorbereitung des Tonbandes. Kurz vor dem Ende des Tonbandes (also bei fast leerer linker Spule) sind einige Meter Stroboskopband 2 % einzukleben. Seite 9 Senkschraube der Gummiandruckrolle soweit herausdrehen, daß Zugwaage dort eingehangen werden kann. Tonband bis zum Anfang des am linken Ende des Tonbandes eingeklebten Stroboskopbandes vorlaufen lassen. Motor einschalten, "Wiedergabe" drücken. Mittels Zugwaage - Bild 18 - Andruckrolle rechtwinklig zur vorderen Gerätekante soweit zurückziehen, bis Skala der Zugwaage 750 p zeigt. Dabei darf an dem Stroboskopband noch keine Abweichung von der Sollgeschwindigkeit festgestellt werden. Weicht die tatsächliche Bandgeschwindigkeit von der Sollgeschwindigkeit ab, so ist die Druckfeder 2 - Bild 10 -, die den Andruck der Gummiandruckrolle bewirkt, mit den Muttern 1 - Bild 10 - solange zu verstellen, bis die Sollgeschwindigkeit bei einer Abzugskraft an der Gummiandruckrolle von 750 p gewährleistet ist. Es ist hier besonders darauf zu achten, daß die Druckfeder nicht zu stark gespannt wird, um eine Überlastung zu vermeiden. Diese Überlastung tritt nicht ein, wenn bei einer rechtwinklig angreifenden Abzugskraft an der Gummiandruckrolle von 1000 p die Markierungen auf dem Stroboskopband in gleicher Richtung weglaufen. Es ist unbedingt darauf zu achten, daß bei dieser Einstellung der im Bild 10 angegebene Luftspalt zwischen Federanschlaggwinkel und Gestänge von 0,2 mm eingehalten wird. Nachmessen mit Lehre aus Stahlblech 0,2 mm - Bild 8. Diese Einstellung erfordert einiges Geschick und einige Erfahrung, weil schon eine ganz geringe Veränderung der Druckfeder 2 - Bild 10 - eine große Veränderung der Andruckkraft der Gummiandruckrolle bringen kann. Die Arbeitsgänge 1. Messung der Andruckkraft der Gummiandruckrolle mittels Zugwaage und Stroboskopbandes und 2. Nachstellen der Feder 2 - Bild 10 - sind solange wechselseitig zu wiederholen, bis der geforderte Andruck bei Beibehaltung der Sollgeschwindigkeit von 750 p ... 1000 p erreicht ist. Ist trotz aller Bemühungen die Sollgeschwindigkeit des Tonbandes nicht zu erreichen, dann ist an der Gummiandruckrolle zu prüfen, ob deren Andruckfläche nicht durch das Tonband eingeschliffen ist. In diesem Falle Gummiandruckrolle wechseln!
4.06 Einstellung der Kontaktfedersätze
4.061 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 12 auf Montageplatte Entfällt beim BG-20
4.062 Einstellung des Federsatzes Sch 13 auf Montageplatte Entfällt beim BG-20
4.063 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 10 - Bild 10 Netzteil und Entzerrer sind vom Laufwerk zu trennen. Federsatz ist zwecks Justierung in den Langlöchern des Befestigungswinkels so zu verschieben, daß die Anschlagscheibe 11 - Bild 10 - die lange Kontaktfeder ca. 2 mm überdeckt. Ein Nachbiegen der Kontaktfedern darf nicht erfolgen. Anschlagscheibe 11 - Bild 10 - auf Gestänge 12 - Bild 10 - so einstellen, daß bei Betätigung des rechten Hebels (Bandandruckhebel) 1 - Bild 1 - bis zum Anschlag sich die Kontakte des Federsatzes öffnen. Kontaktabstand des Federsatzes dann ca. 0,2 mm. Zuerst öffnet sich der hintere, danach der vordere Kontakt. Bei gedrückter "Wiedergabetaste" muß die gleiche Funktion erreicht werden. Jetzt muß aber der Kontaktabstand ca. 0,4 ... 0,5 mm betragen. Die inneren Kontaktfedern dürfen sich bei geöffneten Kontakten nicht berühren. Nach Einstellung ist die Anschlagscheibe mit den Sechskantmuttern zu kontern.
4.064 Einstellung des Drucktastensatzes Die Einstellung der Kontaktfedersätze wird wie folgt vorgenommen: Die Kontaktfedern müssen so ausgerichtet sein, daß die höchsten Punkte der Kontaktniete im geschalteten Zustand aufeinandertreffen. Die Kontaktfedersätze sollen parallel zueinander und rechtwinklig zu den Längsseiten der Montageplatte liegen. Bei geschalteter Funktion "Halt" (Mitteltaste geschaltet) ist folgende Einstellung der Kontaktfedern erforderlich: Der Kontaktfedersatz unter der Mitteltaste wird so einjustiert, daß ein Mindestkontaktdruck von 35 p vorhanden ist, wobei der Isolierpimpel der unteren Kontaktfeder am Schaltwinkel der Sperre anliegen muß. Sämtliche oberen Kontaktfedern der beiderseits der Mitteltaste liegenden Kontaktfedersätze sind so zu justieren, daß sie mit einem Druck von ca. 10 p gegen die darüberliegenden Schaltwinkel drücken. Beim Schalten der Funktion "Rücklauf", "Vorlauf" oder "Wiedergabe" sind die jeweils zugehörigen Kontakte geschlossen bzw. geöffnet. Dabei sind die unteren Kontaktfedern so zu justieren, daß ein Mindestkontaktdruck von 35 p gewährleistet ist. Beim Schalten der Funktion "Aufnahme" muß zuerst der äußere, dann der innere Kontakt schließen. Dabei sind die unteren Kontaktfedern so zu justieren, daß ein Mindestkontaktdruck von 35 p gewährleistet ist. Wird nach geschalteter Funktion "Aufnahme" die Haltbarste betätigt, so muß der unter der Aufnahmetaste außen liegende Kontaktfedersatz zuerst öffnen. Der Ruhekontakt unter der Haltbarste muß so justiert sein, daß er beim Schalten der Funktionen "Aufnahme", "Rücklauf", "Vorlauf" oder "Wiedergabe" etwas vorher oder gleichzeitig öffnet, bevor der zu den genannten Funktionen gehörige Kontakt schließt. Der Mindestabstand der Kontaktniete bei geöffneten Kontaktfedersätzen muß 0,5 mm betragen. Ein Schließen der Kontakte darf erst nach Überwindung des Freihubes erfolgen.
Allgemeines: Im folgenden werden alle vorkommenden wichtigen Prüfungen kurz beschrieben, damit allen möglichen Reparaturfällen weitestgehend Rechnung getragen wird. Jede Messung bzw. Einstellung wird bei einer Netzspannung von 220 V vorgenommen .. Die angegebenen Sollwerte beziehen sich nur auf diese Netzspannung. Bei ± 10% Netzspannungsänderung muß das Gerät noch funktionssicher arbeiten. Abweichungen von den Sollwerten sind dabei natürlich möglich.
5.01 Prüfmittel Röhrenvoltmeter (z. B. MV 1 von Clamann & Grahnert) Re > 1 MOhm, 10 mV müssen noch gut ablesbar sein. 1 Tongenerator 60 ... 20000 Hz, Ri < 600 Ohm 1 Regeltransformator (z. B. Typ RT 250/3 - TPW Thalheim) 1 Vielfachmesser Ri = 20 kOhm/V (z. B. EAW Berlin) 1 Rundfunkgerät (Diodenausgang muß vorhanden sein) 1 Kristallmikrofon Typ KM/T 7055 - VEB Funkwerk Leipzig 1 1kHz-Filter (Eigenbau) 1 genau ausgemessener Schichtwiderst. R = l Ohm 0,25 W 1 genau ausgemessener Schichtwiderst. R = 100 Ohm 0,25 W 1 Agfa Meßband für 19,05 cm/s 1 Lautsprecher Z = 5 Ohm 1 Löschdrossel (z. B. die von VEB Meßgerätewerk Zwönitz) diverses Werkzeug
5.02 Vorbereitung des Gerätes Zur Prüfung bzw. Einstellung des Gerätes Chassis aus dem Koffer ausbauen (s. 3.01 ... 3.05). An die beiden Leitungen (von Tr 4) Lautsprecher anschließen. Bu 2 mit Röhrenvoltmeter und Tongenerator verbinden. Dazu Doppelkabel verwenden, das auf der einen Seite einen Diodenstecker und auf der anderen Seite je 2 Bananenstecker besitzt. An den Buchsen Bu 1 und Bu 2 können sowohl NF-Spannungen eingespeist als auch NF-Spannungen entnommen werden. An Bu l/l-Bu 1/2 bzw. Bu 2/1-Bu 2/2 sind die Aufsprechspannungen (Aufnahme) zu legen. An Bu 1/3-Bu 1/2 bzw. Bu 2/3-Bu 2/2 können die Wiedergabespannungen vom Band (Wiedergabe) abgenommen werden. Bei „Wiedergabe“ ist zu Bu 1/3 und Bu 2/3 Bu 4 parallel geschaltet. Bei „Aufnahme“ dagegen sind Bu 1/3 und Bu 2/3 abgeschaltet. Die Aufnahmekontrolle kann nur an Bu 4 mit z. B. Kopfhörer durchgeführt werden. In den weiteren Ausführungen wird also bei Messung von Ausgangsspannungen entweder Bu 2/3-Bu 2/2 oder Bu 4 angeführt. Bu 2 wurde deshalb gewählt, da die hierfür benötigte Eingangsspannung allgemein ohne größere Schwierigkeiten zur Verfügung steht (s.Bild 3).
Erdverbindung mit dem Prüfling herstellen bzw. über Meßgeräte erden. (Erdschleifen vermeiden!) Kontrollieren, ob Netzspannungswahlschalter auf 220 V steht. Danach die Meßgeräte und den Prüfling an Netzspannung legen. Sch 1 (Eingangswahlschalter) bei „Aufnahme“ in Stellung II und bei „Wiedergabe“ in Stellung I bringen. Damit kann bei Seite 10 "Wiedergabe" gleichzeitig gemessen und abgehört werden. Alle Messungen werden außer den genannten Ausnahmen in Stellung "Aufnahme" und "Wiedergabe" bei voll aufgedrehtem Regler W 11 durchgeführt.
5.03 Gleich- und Wechselspannungsmessungen Alle wichtigen Gleich- und Wechselspannungen sind aus dem beiliegenden Schaltbild zu entnehmen. Natürlich sind die dort angegebenen Spannungen nur als Richtwerte zu betrachten.
5.04 Brummkompensation und Messung der Fremdspannung Am BG-20 Regler W 11 voll aufdrehen (rechter Anschlag). Röhrenvoltmeter an Bu 2/3-Bu 2/2 anschließen. Wiedergabetaste betätigen. Mit der in Reihe zum Sprechhörkopf SH 1 liegenden Kompensationsspule 2 Bild 16 - durch Verdrehen derselben auf Fremdspannungsminimum am Röhrenvoltmeter einstellen. Sollwert: ≤ 10 mV. Sollte dieser Wert wesentlich überschritten werden, so ist zu untersuchen, ob für die hohe Fremdspannung Einstreuungen auf den Sprechhörkopf oder eine zu hohe Eigenfremdspannung der Rö 1 (EF 86) verantwortlich sind. Zur Kontrolle der Eigenfremdspannung von Rö 1 wird am Brettchen hinter dem Sprechhörkopf das Gitter dieser Röhre gegen Masse kurzgeschlossen (s. Bild 20). Die sich dabei ergebende Fremdspannung muß in der Größenordnung von ca. 5 ... 8 mV liegen. Handelt es sich um eine magnetische Einstreuung, so ist der Sprechhörkopf im Abschirmgehäuse in seiner Lage zu diesem etwas zu verändern. (Allerdings unter Beachtung des unter 5.05 Gesagten). Außerdem versuchen, die Kompensationsspule durch Umstecken bzw. Verdrehen in eine günstigere Lage zu bringen. Bei all diesen Maßnahmen günstigste NetzsteckersteIlung beachten. Dr 4 danach mit Duosan festkleben. Den gemessenen Fremdspannungswert notieren. Die gemessene Fremdspannung kann natürlich z. B. bei ca. 15 mV liegen, wenn die unter 5.08 gemessene Ausgangsspannung ≥ 1,5 V beträgt (s. auch 5.10).
5.05 Eintaumeln des Sprechhörkopfes SH 1 und optische Spurkontrolle Röhrenvoltmeter an Bu 2/3-Bu 2/2 anschließen. Regler W 11 voll aufdrehen. Alle Stahlteile sowie Köpfe entmagnetisieren. Darauf achten, daß die Löschdrossel erst in größerem Abstand zu den Köpfen ein- bzw. ausgeschaltet wird. Vorsicht! Meßband beim Entmagnetisieren in entsprechender Entfernung aufbewahren. Agfa Meßband für 19,05 cm/s auflegen und einmal auf dem Prüfling umspulen. Beim Abspielen des Teiles für die SpalteinsteIlung mittels der links hinter dem Sprechhörkopf sitzenden Schraube 3 - Bild 16 - denselben so einstellen, daß am Röhrenvoltmeter maximale Spannung angezeigt wird. Beim Verdrehen dieser Schraube muß ein eindeutiges Spannungsmaximum meßbar sein. Gleichzeitig sind die Spur und Umschlingung des Bandes am Sprechhörkopf zu kontrollieren (s. Einstellvorschrift . 4.056). Das Blechpaket des Sprechhörkopfes soll 0,1 ... 0,2 mm oberhalb des vorbeilaufenden Bandes sichtbar sein. (Sicherheit gegen Übersprechen.) Am Löschkopf dagegen muß die Bandoberkante mit der Oberkante des Maniferringes abschließen. Sollte eine Höhenkorrektur mit der rechts hinter dem Sprechhörkopf sitzenden Madenschraube (Gewindestift) 1 - Bild 16 - notwendig geworden sein, so ist nochmals nachzutaumeln. Danach sind beide Schrauben zu verlacken. Die zweckmäßige Kontrolle und Einstellung siehe Bild 13.
5.06 Abgleich des Sperrkreises Dr 3 Röhrenvoltmeter mit Bu 4 verbinden. Regler W 11 zudrehen. Aufnahmetaste am BG-20 drücken. Durch Verdrehen des Kernes der Dr 3 - Bild 21 - auf HF-Spannungsminimum am Röhrenvoltmeter einstellen. Es muß sich ein deutliches Spannungsminimum ergeben.
5.07 Einstellung des HF-Vormagnetisierungsstromes Kopfseitiges Ende der Kompensationsspule am Brettchen hinter dem Sprechhörkopf ablöten. An die freigewordene Lötöse den 100 Ohm Meßwiderstand und dessen andere Seite an das erdseitige Ende der Kompensationsspule anlöten. Es wird nun mit dem Röhrenvoltmeter der Spannungssabfall an diesem Meßwiderstand gemessen. Dazu Aufnahmetaste betätigen. Mit dem Trimmer C 24 - Bild 21 - einen Spannungswert von ca. 350 mV am Röhrenvoltmeter einstellen. Dies entspricht dann einem Stromwert von 3,5 mA. Meßschaltung siehe Bild 34. Dieser Wert ist als Richtwert zu betrachten und muß gegebenenfalls nach Bestimmung des Klirrfaktors nochmals korrigiert werden. In jedem Falle ist es günstiger, einen etwas höheren Vormagnetisierungsstrom einzustellen, wenn es der Frequenzgang bei den höheren Frequenzen zuläßt. (Zu hohe Vormagnetisierung bringt eine Benachteiligung der hohen Frequenzen.) Bei Ausfall des Sprechhörkopfes durch z. B. zu großen Abschliff und Einbau der weiterentwickelten Ausführung (siehe auch bewickelte Bauelemente BG-20/3) kann der Vormagnetisierungsstrom ohne weiteres 4 ... 4,5 mA betragen (Richtwert).
5.08 Vollaussteuerung über Band Anschluß der Prüfgeräte wie unter 5.02. Leerbandteil des Meßbandes auflegen. An Bu 2/1-Bu 2/2 ca. 25 mV f = 333 Hz anlegen. Regler W 11 voll aufdrehen! Aufnahmetaste drücken. Die trägen Sektoren der Rö 4 (EM 11) müssen sich dabei bis auf ca. 2 ... 3 mm schließen. Nach dem Zurückspulen Wiedergabetaste betätigen und Ausgangsspannung an Bu 2/3-Bu 2/2 mit Röhrenvoltmeter messen. Es muß sich dabei ein Wert von ca. 1 V an 5 kOhm ergeben. Wird dieser Spannungswert nicht erreicht, so können ein zu geringer Vormagnetisierungsstrom, ein defekter Sprechhörkopf bzw. eine verbrauchte Röhre die Ursache sein. Es kann natürlich auch möglich sein, daß die Eingangsspannung z. B. auf ca. 30 mV erhöht werden muß.
5.09 Bestimmung des Klirrfaktors k3 Die unter 5.08 aufgezeichnete Frequenz von 333 Hz wird dazu verwendet. An Bu 2/3-Bu 2/2 wird das 1 kHz-Filter angeschlossen und an dessen Ausgang das Röhrenvoltmeter. Es wird nun die am Filterausgang stehende Spannung gemessen. Diese Spannung mit der unter 5.08 gemessenen ins Verhältnis gesetzt, muß einen Wert von höchstens 1 : 20 erreichen. Dies entspricht dann einem Klirrfaktor von 5%. Vollaussteuerung über Band ist also dann erreicht, wenn k3 = 5%. Ergibt sich ein höherer Wert als 5%, so ist durch eine nochmalige Aufnahme mit geringerer Eingangsspannung zu überprüfen, ob sich dieser Wert wesentlich ändert. Anderenfalls ist zusätzlich der Vormagnetisierungsstrom etwas zu vergrößern. Wird der Wert von 5% nicht erreicht, so ist die Eingangsspannung zu erhöhen, falls nicht ein anderer elektrischer Fehler im Entzerrer vorliegt (s. auch 5.08). In jedem Falle ist darauf zu achten, daß mit der Rö 4 (EM 11) eine gute Aussteuerungskontrolle möglich ist.
5.10 Bestimmung des Fremdspannungsabstandes Die unter 5.04 mit der unter 5.08 gemessenen Spannung ins Verhältnis setzen. Es muß sich dabei ein Mindestverhältnis von 1 : 100 ergeben. ( 40 dB). Bei Nichterreichen dieses Wertes siehe auch 5.04.
5.11 Bestimmung der Übersprechdämpfung Die unter 5.08 aufgezeichnete Frequenz von 333 Hz wird dazu verwendet. Band umdrehen. Diese Spur darf nicht bespielt sein. Diese leere Spurseite des Bandes abspielen und an Bu 2/3-Bu 2/2 die sich einstellende Spannung mit Röhrenvoltmeter messen. Die unter 5.08 gemessene Spannung mit der jetzt gemessenen Spannung ins Verhältnis gesetzt muß einen Wert von höchstens 1 : 100 ergeben. Ist dies nicht der Fall, so ist die Spur zu kontrollieren und evtl. zu korrigieren. Danach nochmals überprüfen. Bei dieser Messung ist besonders darauf zu achten, daß die ebenfalls an Bu 2/3 -Bu 2/2 stehende Fremdspannung nicht zu Fehlmessungen führt.
5.12 Gehörmäßige Überprüfung der Löschdämpfung Die unter 5.08 aufgezeichnete Frequenz von 333 Hz wird verwendet. Sch 1 am BG-20 in Stellung IV bringen (Eingang kurzgeschlossen). Regler W 11 zudrehen. Aufnahmetaste drücken. Nach beendetem Löschvorgang Band zurückspulen, Regler W 11 voll aufdrehen, Wiedergabetaste betätigen und über einen geeigneten Abhörverstärker (NF-Verstärker eines Rundfunkgerätes) Löschvorgang gehörmäßig kontrollieren. Bei normaler Aussteuerung des Bandes darf nichts mehr hörbar sein. Vorsicht! Das CH-Band ist empfindlich gegen Übersteuerungen. Diese sind nur schwer wieder zu löschen. (Aussteuerung deshalb nur so hoch wählen, daß sich die trägen Sektoren der Rö 4 (EM 11) bei lautstarken Stellen bis auf ca. 2 ... 3 mm schließen.) Seite 11 Ist die Löschung nicht einwandfrei, so ist der Löschstrom zu kontrollieren, indem in das kalte Löschkopfende der Meßwiderstand von 1 Ohm eingeschaltet wird (s. Bild 35). Mit dem Röhrenvoltmeter wird der Spannungsabfall an diesem Widerstand gemessen. Es muß sich ein Wert von ca. 150 mV einstellen, was einem Löschstrom von ca. 150 mA entspricht. Wird dieser Wert wesentlich unterschritten, so ist die Einstellung des Löschkopfes zum Band bezügl. Höhe und Umschlingung zu kontrollieren und die Rö 3 (EL 84) zu überprüfen. Sollten die angeführten Maßnahmen trotzdem nicht zum gewünschten Erfolg führen, so bleibt noch die Möglichkeit, den HF-Generator (Tr 3) des BG-20 gegen einen des Gerätes BG-20/3 auszutauschen. Umbauanweisung siehe "Radio und Fernsehen" Heft 5/58, Seite 164.
Beim BG-20 sind die beiden Wicklungen des Löschkopfes parallel geschaltet. (Siehe auch bewickelte Bauelemente für die Typen BG-20, BG-20/1, BG-20/4.) Der in den Schalenkern des HF-Generators eingeschraubte Schraubkern dient nicht zum Abgleich des Löschstromes, sondern zur geringfügigen Änderung der Löschfrequenz. Damit ist die Möglichkeit gegeben, ein evtl. Pfeifen des Rundfunkgerätes bei Rundfunkaufnahmen zu beseitigen.
5.13 Messung des Frequenzganges bei Aufnahme, Wiedergabe und über Band
5.131 Messung des Aufnahmefrequenzganges Siehe BG-20/2. Mit folgenden Änderungen: Einstellregler W 31 - Bild 21 - anstelle W 43. Zusätzlich sind die Frequenzen 12 und 14 kHz mit aufzunehmen. Kurvenverlauf siehe Bild 36.
5.132 Messung des Wiedergabefrequenzganges Siehe BG-20/2. Jedoch ohne Einstellregler. Zusätzlich sind die Frequenzen 12 und 14 kHz mit aufzunehmen. Kurvenverlauf siehe Bild 37.
5.133 Messung des Frequenzganges über Band An Bu 2/1-Bu 2/2 ca. 2,5 mV für folgende Meßfrequenzen anlegen 60-333-1000-3500-3500-7500-10000-12000 Hz. Die Eingangsspannung muß für alle Frequenzen konstant gehalten werden. Regler W 11 voll aufdrehen. Danach die aufgesprochenen Frequenzen abhören und gleichzeitig an Bu 2/3-Bu 2/2 mit Röhrenvoltmeter messen. Es muß sich ein Frequenzgang ergeben, der sich in das im Bild 38 dargestellte Toleranzfeld einordnen läßt. Durch Parallelschalten eines Kondensators (500 ... 1500 pF) zu C 15 läßt sich bei "Wiedergabe" eine Anhebung der hohen Frequenzen erreichen. Desweiteren kann bei Aufnahme mit dem Regler W 31 eine Einstellung der Höhenanhebung in gewissen Grenzen vorgenommen werden. Werden die hohen Frequenzen zu stark angehoben, so kann der Kondensator C 15 (wirksam bei "Wiedergabe") entfallen. Kurvenverlauf s. Bild 39. Beim nachträglichen Einbau eines weiterentwickelten Sprechhörkopfes empfiehlt es sich, nur eine sehr geringe Anhebung bei "Aufnahme" mit dem Regler W 31 vorzunehmen. Mit der Einstellung des Vormagnetisierungsstromes ist, wie unter 5.07 beschrieben, zu verfahren.
5.14 Überprüfung der Kopfentmagnetisierung Beim Umschalten des Gerätes von "Aufnahme" über "Halt" auf "Wiedergabe" darf kein Bandrauschen, hervorgerufen durch Gleichstromaufmagnetisierung des Sprechhörkopfes, auftreten. Zur Kontrolle, ob es sich tatsächlich um Bandrauschen handelt, ist die linke Bandspule kurzzeitig festzuhalten (Abhörkontrolle). Handelt es sich tatsächlich um Bandrauschen, so ist die Justage der Kontaktfedern an Sch 10 und Sch 6 (Aufnahmetaste) zu kontrollieren. Es muß sich beim Betätigen der Halt-Taste zuerst Sch 6/2 öffnen und danach der "Entmagnetisierungskontakt" (von St 7/3) am Sch 10 schließen, damit sich der während der Aufnahmestellung über W 6 aufgeladene Kondensator C 2 über die Wicklung des Sprechhörkopfes entladen kann. Die dadurch entstehende gedämpfte Schwingung bewirkt eine Entmagnetisierung des Sprechhörkopfes. Beim Betätigen der Aufnahmetaste ist die Reihenfolge des Kontaktschließens umgekehrt. Der Sprechhörkopf kann außerdem durch einen bei Wiedergabe fließenden Gitterstrom der Rö 1 (EF 86) aufmagnetisiert werden. Ist dies der Fall, so kann der Katodenwiderstand (W 7) dieser Röhre von 500 Ohm auf 1 kOhm erhöht werden. In besonderen Fällen ist die Rö 1 zu wechseln.
5.15 Geräusche 5.151 Geräusche beim Betätigen des Reglers W 11 Sind in der Stellung "Wiedergabe" beim Abspielen eines Bandes sogenannte Kratzgeräusche beim Betätigen des Reglers hörbar, so können diese durch Einfügen eines RC-Gliedes verringert werden, falls der Regler 4 - Bild 5 - selbst nicht einen mechanischen Fehler aufweist (s. Bild 40).
5.152 Geräusche durch schlechte Kontaktgabe Nach längerer Betriebszeit empfiehlt es sich, die Kontakte vor allem des Rs 1 und des Rs 2 mit einer nicht zu harten Bürste zu reinigen.
5.153 Aufgezeichnete Geräusche auf Band Beim Umschalten von "Aufnahme" auf "Halt" wird mitunter ein mehr oder weniger starkes Schaltgeräusch auf Band aufgezeichnet. Der den Entzerrer bei "Halt" kurzschließende Kontakt am Sch 10 darf beim Betätigen der Aufnahmetaste erst nach dem Umschalten aller anderen Kontakte öffnen. Beim Betätigen der Halt-Taste muß dieser zuerst schließen. Außerdem empfiehlt es sich, vor dem Betätigen der Halt-Taste den Regler W 11 zuzudrehen.
5.16 Statische Aufladung des Bandes Besonders in den Wintermonaten bei geringerer Luftfeuchtigkeit und bei Lagerung der Tonbänder in sehr trockenen Räumen zeigen sich beim Abspielen der Bänder bei "Wiedergabe" prasselnde Geräusche im Lautsprecher, die durch Entladungen innerhalb des Bandes hervorgerufen werden, auf den Sprechhörkopf einstreuen und entsprechend verstärkt im Lautsprecher hörbar sind. Ein Auskleiden der Stelle der Abdeckplatte mit einer dünnen Metallfolie, die den Sprechhörkopf abdeckt, bringt hier wesentliche Besserung. Allerdings muß die Folie mit an Masse gelegt werden. (Folie bis zu einer Befestigungsschraube der Abdeckplatte mit verlängern). Trotzdem muß auf die sachgemäße Lagerung der Tonbänder nochmals hingewiesen werden, da der geschilderte Effekt durch Lagerung in sehr trockenen und warmen Räumen stark begünstigt wird. Inzwischen konnte durch Einhaltung enger Toleranzen des Oberflächenwiderstandes des Bandes die statische Aufladung vermindert werden.
5.17 Stellung des Eingangswahlschalters Sch 1 bei "Aufnahme" und "Wiedergabe" Es ist bei "Wiedergabe" über einen NF-Verstärker, Rundfunkgerät oder ähnl. darauf zu achten, daß Sch 1 bei "Wiedergabe" nicht die gleiche Schalterstellung hat, wie bei "Aufnahme", da sonst Kopplungserscheinungen (Blubbbern, Pfeifen) auftreten können. Eine andere Möglichkeit zur Beseitigung dieses Effektes besteht darin, die Verbindung mit dem Aufnahmegerät zu trennen, bevor man wiedergibt. Die Stellung von Sch 1 spielt dann keine Rolle.
5.18 Gehörmäßige Überprüfung des Gerätes Diodenausgang eines Rundfunkgerätes mit Bu /2/1-Bu 2/2, Bu 1/1-Bu 1/2 mit Mikrofon und St 2 mit hoch- oder niederrohmigem Ausgang vom Rundfunkgerät verbinden. Aufnahmen über diese drei Eingänge durchführen und danach gehörmäßig beurteilen. Die Umschaltung der einzelnen Eingänge erfolgt mit Sch 1 während der Aufnahme. Außerdem ist auf die Aussteuerungsanzeige (EM 11) zu achten, damit keine Überteuerung erfolgt. Es dürfen gehörmäßig keinerlei Verzerrungen oder Störungen auftreten.
5.19 Prüfung des Gerätes bei ± 10% Netzspannungsänderung Gerät BG-20 über Regeltrafo anschließen. Damit 198 V und 242 V Netzspannung einstellen. Bei diesen Spannungen muß das Gerät noch funktionssicher arbeiten. Bei auftretenden Schwierigkeiten mechanischer Art sind entsprechende Nachjustierungen vorzunehmen. (Siehe Einstellvorschrift mechanisch.)
6. Schmiervorschrift
6.01 Allgemeines Viele Laufteile des Gerätes sind in selbstschmierenden Lagern geführt (z. B. Sintereisenlager). Ein Nachölen ist deshalb erst nach etwa 500 Betriebsstunden erforderlich. Für die Schmierung eignen sich folgende Ölsorten:
Motor: Custanol S Das ist ein Spezialöl für Sintereisenlager, das ein hohes Diffusionsvermögen und eine niedrige Viskosität (2°E/50°C) besitzt.
Seite 12 Dabei ist ein leichtes Eindringen in das poröse Lagermaterial sowie rasches Austreten an die Lageroberfläche gewährleistet, was eine gute und dauerhafte Selbstschmierung ergibt. Es ist ein Spezialöl auf synthetischer Grundlage. Eine Nachschmierung der Sintereisenlager des Motors hat nur mit Custanol S zu erfolgen, da eine Vermischung zwischen synthetischen und Mineral-Ölen nicht stattfinden darf.
Übriges Laufwerk: Custanol K Das ist ein Spezialöl für die Feinmechanik, das bei erhöhter Umgebungstemperatur mit einer Viskosität von 4°E/50°C eine hohe Schmierkraft und günstiges Viskositäts-Temperaturverhalten besitzt. Es ist ein gefettetes Mineralöl-Raffinat.
Weitere technische Daten dieser bei den Spezialöle : Custanol S: Viskosität: ca. 4°E/20°C ca. 2°E/50°C Flammpunkt: ca. 140°C entspricht DIN 6542 Stockpunkt: ca. - 25°C
Custanol K: Viskosität: ca. 16°E/20°C ca. 4 °E/50°C Flammpunkt: ca. 225°C entspricht DIN 6543 Stockpunkt: ca. - 19°C Hersteller von "Custanol S" und "Custanol K" ist der VEB Arzneimittelwerk Dresden, Werk III. Stehen diese Ölsorten aus irgendwelchen Gründen nicht zur Verfügung, so sind Öle zu verwenden, die die gleichen Eigenschaften haben wie "Custanol S" bzw. "Custanol K".
Achtung! Die Lager des Motors der Geräte BG-20 bis BG-20/4 sind vom Herstellerwerk mit "Custanol S" getränkt worden und dürfen auch nur mit "Custanol S" oder mit einem anderen auf synthetischer Grundlage aufgebauten Öl mit obigen technischen Daten nachgeschmiert werden (nicht mit "Custanol K"). Die übrigen Laufteile sind von unserem Werk mit "Custanol K" geölt und müssen mit "Custanol K" oder mit einem entsprechenden anderen Öl auf Mineralölbasis nachgeschmiert werden. Bei Nichtbeachtung dieses Hinweises kann es zu einem Verschmieren der Lager und zur Schwergängigkeit der Lauf teile kommen. Beim Abschmieren ist besonders streng darauf zu achten, daß kein öl auf die Gummiteile des Gerätes kommt.
Macht sich eine Reinigung oder ein Auswaschen von LagersteIlen erforderlich, so verwendet man hierzu ein organisches Lösungsmittel, wie z. B. Tri (Trichloräthylen) oder Tetra (Tetrachlorkohlenstoff).
Achtung beim Umgang mit diesen Lösungsmitteln! Sie sind gesundheitsgefährdend und greifen einige Materialien, wie Kupplungsoberteile, oberes Tonrollenlager u. a. an und sind mit diesen Teilen unter keinen Umständen in Berührung zu bringen!
Zum Abschmieren ist es erforderlich, das Chassis aus dem Koffer und das Netzteil sowie den Entzerrer vom Laufwerk zu trennen (3.01 3.05) (Hierzu siehe Schmierplan - Bild 17 -).
6.02 Schmieren des Motors
Unteres Lager 9 :- Bild 17 - Rot angezeichnete Befestigungsschraube der runden Lagerrschutz-Scheibe 9 - Bild 17 - entfernen. In das Schraubloch einige Tropfen Öl einspritzen, Schraube wieder aufsetzen und festziehen. Zweckmäßiger ist es, die runde Lagerschutz-Scheibe vollständig zu entfernen und das untere Lager direkt zu ölen.
Oberes Lager 8 - Bild 17 - Laufwerk in Gebrauchsloge stellen. Die ÖlsteIle des oberen Motorlagers ist durch die hinter der linken Kupplung befindliche Aussparung in der Montageplatte zu erreichen. Die Madenschraube des Ölloches 8 - Bild 17 ist rot gekennzeichnet und zu entfernen. In dieses Ölloch sind mit der Spritzkanne einige Tropfen 01 einzuspritzen. Ölloch mit Schraube verschließen.
6.03 Schmieren des Halters vollst. (Umlenkrolle) 4 - Bild 17- Netzteil und Entzerrer vom Laufwerk entfernen (3.01 ... 3.05). Laufwerk auf den Kopf stellen und Umlenkrolle 13 - Bild 10 - entfernen. Dazu die beiden am Halter befindlichen Schrauben 14 und 15 - Bild 10 - lockern und Halter von der Achse abziehen.
Um die Lagerochse der Umlenkrolle einwandfrei schmieren zu können, ist es notwendig, die beiden rot angezeichneten Schrauben, mit denen die Umlenkrolle im Halter befestigt ist, zu entfernen. Umlenkrolle aus der Gabel des Halters herausnehmen und Achse aus der Rolle entfernen. Gegebenenfalls Achse säubern und leicht ölen.
Bei den Geräten ab BG-20/2 kann die Umlenkrolle nachgeschmiert werden, ohne daß die Umlenkrolle aus dem Gerät entfernt wird. Auch Netzteil und Entzerrer brauchen nicht demontiert zu werden. Hier kann man durch das Loch 14 - Bild 1 - in der Montageplatte eine Schraube, mit der die Rolle in der Gabel des Halters befestigt ist, lösen und einige Tropfen 01 auf das Lager der Umlenkrolle geben. Ab Gerät-Nr. 122.21.0001 der Type BG-20/3 befindet sich ein Schmierfilz in der Achse. Bei diesen Geräten erfolgt die Nachschmierung wie bei BG-20/2. Auch der Entzerrer und das Netzteil brauchen. nicht vom Laufwerk getrennt zu werden. Bei Schwergängigkeit der Umlenkrolle ist eine Reinigung des Lagers unbedingt erforderlich.
Ab Geräte-Nr. 122.24.08214 der Type BG-20/4 ist die Umlenkrolle konstruktiv verbessert worden. Die Hohlochse ist dort auf einer Seite offen und im Innern mit einem Schmierfilz versehen. Damit brauchen die Schrauben, mit der die Rolle auf der Achse und in der Gabel 'des Halters befestigt
ist, bei der Schmierung nicht mehr entfernt zu. werden. Die Umlenkrolle wird nachgeschmiert, indem auf den Schmierfilz und der Achse durch das Loch in der Montageplatte 14 - Bild 1 - einige Tropfen Öl gegeben werden. Zum Einstellen des Axialspiels der Umlenkrolle auf der Achse ist hier noch ein Stellring vorgesehen.
(Siehe auch 4.043.)
Es sind eine Anzahl Geräte gefertigt worden, bei denen die Lauffläche der Umlenkrolle auf der Achse nicht zylindrig sondern faßförmig ist. Diese Form wurde auch bei einigen Geräten an der Achse der Umlenkrolle verwendet. Man darf also hier nicht annehmen, daß diese Lagerform durch Verschleiß entstanden ist.
Wenn Ausbau der Rolle erfolgte, dann Rolle in der umgekehrten Reihenfolge wie beim Ausbau wieder in die Gabel des Halters einsetzen. Es ist darauf zu achten, daß die Unterlegscheiben (Perfol-, Filz- oder Hartpapierscheiben) .wieder in richtiger Reihenfolge eingelegt werden. Befestigungsschrauben für die Rolle (bei BG-20/4: 1 Schraube und 1 Mutter, siehe oben) in der Achse festziehen, so daß sich die Rolle noch leicht in der Gabel des Halters drehen kann und keinen Höhenschlag aufweist.
Ist das Spiel zwischen der Rolle und dem Halter zu groß, so wirkt sich das beim Lauf des Gerätes durch ein klapperndes Geräusch aus. ,In diesem. Falle sind die Befestigungsschrauben der Rolle (bei BG-20/4: 1 Schraube, 1 Mutter, siehe oben) etwas nachzuziehen. Bei BG-20/4 ist ein Stellring vorhanden. Bei Schwergängigkeit (wenn die Schrauben zu. stark angezogen sind) besteht die Gefahr, daß das Antriebsband zu schwer läuft bzw. überhaupt nicht anläuft.
Noch Zusammenbau des Halters mit der Umlenkrolle ist dieser wieder auf die Achse an der Montageplatte zu schieben und einzustellen (4.043).
6.04 Schmieren der Kupplung 5 und 6 - Bild 17 -
6.041 Kupplungsoberteil Laufwerk in Gebrauchslage bringen. Anschlagblech zur Kupplungsoberteile lösen, Bremsband abheben. Kupplungsoberteil von der Kupplungsochse abziehen. Kupplungsoberteil mit Pinsel in der Lagerbuchse 6 - Bild 19 - ölen. Vorsicht, daß kein Öl auf den Gummi-, Filz- oder Metallring des Kupplungsoberteiles kommt.
6.042 Kupplungsunterteil Bei abgenommenem Kupplungsoberteil ist in der Kupplungsachse 10 - Bild 19 - ein Ölschlitz eingefräst, der rot bezeichnet ist. In diesen Ölschlitz sind mit der Kanne einige Tropfen 01 einzuspritzen. Danach Kupplungsoberteil wieder aufsetzen, Bremsband einhängen und Anschlagblech befestigen. Bei Schwergängigkeit des Kupplungsunterteiles ist das Lager zu reinigen.
6.05 Schmieren der Tonrolle 2 und 7 - Bild 17 - Die Tonrolle wird in ihrem oberen Teil in einem Perlon-Dreiecklager 2 - Bild 17 - geführt. Beim Lauf des Gerätes in Stellung "Wiedergabe" oder "Aufnahme" drückt die Gummiandruckrolle die Tonachse spielfrei gegen den hinteren dreieckigen Teil des Perlonlagers. Im ausgeschalteten Seite 13 Zustand des Gerätes oder in Stellung "Halt" besitzt die Tonachse einige Zehntel mm Spiel. Dieses obere Perlonlager besitzt sehr gute Laufeigenschaften und ist nur selten zu ölen. Macht sich trotzdem eine Schmierung erforderlich, so ist an das obere Perlonlager mit einem kleinen Pinsel oder einem Holzstäbchen ein Tropfen Öl zu geben. Das untere Lager der Tonrolle 7 - Bild 17 - ist in einer Kallotte geführt. Um zu diesem unteren Lager zu gelangen, ist es notwendig, den Entzerrer vom Laufwerk zu entfernen. Danach Entfernen des Trägers mit dem Kallottenlager durch Lösen der 4 Befestigungsschrauben (3.07). Lagerbuchse und Achse der Tonrolle säubern und mit einigen Tropfen Öl abschmieren. Träger wieder aufsetzen und festschrauben. Vorsicht! In der Kallottenlagerbuchse befindet sich eine kleine Kugel, die beim Ausbau der Brückenstütze auf keinen Fall verlorengehen darf, da sonst eine einwandfreie Lagerung der Tonrolle nicht mehr gewährleistet ist. Die neue Einstellung der Tonrolle geschieht nach 4.044. Bei Schwergängigkeit der Tonrolle sind die Lager zu reinigen.
6.06 Schmieren der Bandandruckrolle (Gummiandruckrolle) 1 - Bild 17 - Laufwerk in Gebrauchslage bringen. Die in der Mitte der Gummiandruckrolle 1 - Bild 17 - befindliche rot markierte Schraube entfernen. In das freiwerdende Loch einige Tropfen Öl geben. Bei Schwergängigkeit der Gummiandruckrolle ist nach Lösen der rot markierten Schraube die Gummiandruckrolle vom Lagerbolzen abzuziehen, und es sind die Lagerbuchse in der Gummiandruckrolle sowie der Lagerbolzen vor dem Ölen zu säubern.
6.08 Schmieren des Antriebes der Bandanzeige 3 - Bild 17 Entfällt für BG-20. Für BG-20/1 bis BG-20/4: Die Bandanzeige selbst wird nicht geölt. Eine Abschmierung macht sich jedoch am Antrieb der Bandanzeige 3 - Bild 17 - notwendig. Der Triebling für die Bandanzeige, über den das Tonband läuft, wird senkrecht nach oben von seiner Lagerachse abgezogen, nachdem die Antriebspeese für die Bandanzeige abgestreift wurde. Danach Lagerbuchse und Lagerachse säubern und ölen. Triebling wieder auf Lagerbuchse bis zur Rastung aufstecken und Antriebspeese auflegen.
7. Hinweise für die Fehlersuche (Anmerkung: Diese kurze Aufstellung kann natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.)
Jaulen bei Aufnahme und Wiedergabe 1. Zu geringer Andruck der Gummiandruckrolle ..................................Andruck erhöhen ggf. Feder am Zuggestänge wechseln 2. Bandzug zu groß ............................................................................Bandzug neu einstellen 3. Filz im Kupplungsoberteil stark bzw. ungleich abgeschliffen ..........Oberteil wechseln 4. Schwammgummiandruckrolle radiert auf dem Druckstück des Sprechhörkopfes ...................................................Gegen Klappe mit Filzandruckfeder austauschen 5. Gummiandruckrolle hat Rundlauffehler bzw. deformiert .................Rolle auswechseln 6. Tonrolle hat zu großen Rundlauffehler (> 6 µm) .............................Tonrolle wechseln.
Keine Aufnahme 1. Verbindungskabel defekt ................................................................ Kabel rep. 2. Sprechhörkopf defekt .................................................................... Kopf auswechseln 3. Schichtseite des Bandes außen ....................................................... Band umdrehen Schicht innen 4. Relais schlechten Kontakt .............................................................. Säubern 5. Schadhafte Röhre ......................................................................... Röhre wechseln 6. Schiebeschalter schaltet nicht um .................................................. Schiebeschalter justieren 7. Bu 2 Schluß am Motor ................................................................... Schluß beseitigen
Keine Wiedergabe siehe unter "keine Aufnahme"
Unklare bzw. verzerrte Wiedergabe 1. Bandfehler ................................................................................... Prüfung mit Leerbandteil des Meßbandes 2. Keine oder sehr geringe HF-Vormagnetisierung .................................. HF-Generator überprüfen u. Strom messen 3. Aufnahme übersteuert ................................................................... Neue Aufnahme durchführen 4. Sprechhörkopf verschmutzt ............................................................ Kopf säubern
Lautstärkeschwankungen bei Wiedergabe 1. Zu geringer Bandzug ...................................................................... Bandzug neu einstellen 2. Schwammgummiandruckrolle hat großen Rundlauffehler ..................... Filzandruckfeder einbauen 3. Fehlerhaftes Band ......................................................................... Mit Leerbandteil des Meßbandes kontrollieren 4. Band einseitig gedehnt .................................................................. Neues Band verwenden 5. HF - Vormagnetisierung zu gering .................................................... Wert kontrollieren und neu einstellen
Löscht nicht bzw. nicht sauber 1. Band übersteuert ......................................................................... Neue Aufnahme durchführen 2. Spureinstellung von SH und LK 1 stimmt nicht ................................... Spur einstellen 3. Löschstrom zu niedrig ................................................................... Generatorröhre auswechseln, HF-Generator neu abgleichen 4. HF-Generator schwingt nicht ................... C 27, C 28 auswechseln, Relais auf Kontaktgabe kontrollieren, Generatorröhre wechseln, Schiebeschalter justieren 5. Löschkopf Schluß gegen Chassis ...................................................... Kopf wechseln
Vollaussteuerung an Bu 2 mit Rundfunkgerät (Diodenausgang) nicht möglich ..... Ausgangsspannung des Gerätes zu gering, Bu 1 verwenden
Keine Höhen bei Aufnahme 1.Einstellregler W 41 und W 43 defekt bzw. verstellt .............................. Neu einstellen bzw. wechseln 2. Resonanzfrequenz des Kreises Dr 8 - C 9/C 10 falsch bzw. Dr 5 - C 9/C 10 falsch ..... Neu einstellen 3. HF - Vormagnetisierung zu hoch ...................................................... HF- Vormagnetisierung verringern
Keine Höhen bei Wiedergabe 1. Sprechhörkopf stark eingeschliffen .................................................. Kopf wechseln 2. Andruck des Bandes am Kopf nicht in Ordnung .................................. Neu einstellen 3. Einstellregler W 40 und W 42 defekt bzw. verstellt .............................. Neu einstellen bzw. wechseln 4. Resonanzfrequenz des Kreises Dr 8 - C 9/C 10 bzw. Dr 5 - C 9/C 10 falsch ..... Neu abgleichen 5. Sch 14 schaltet Entzerrer nicht um .................................................. Sch 14 kontrollieren evtl. wechseln
Fremde Aufzeichnung wird schlecht, vor allem ohne Höhen wiedergegeben Sprechhörkopftaumelung nicht in Ordnung .......................................... Mit Spalteinstellungsteil des Meßbandes neu eintaumeln
Seite 14 Fremde Aufzeichnung wird gut, eigene schlecht wiedergegeben Mögliche Ursache und Abhilfe
1. HF-Vormagnetisierung falsch eingestellt, meist zu tief ......................... HF- Vormagnetisierung erhöhen 2. Sprechhörkopf verschmutzt ............................................................ Kopf säubern 3. Schlechter Andruck des Bandes am Sprechhörkopf ............................ Andruck sowie Spur neu einnstellen
Gerät brummt bei Wiedergabe 1. Defekte Eingangsröhre ................................................................... Röhre wechseln 2. Dr 4 bzw. Dr 7 oder beide verdrückt ................................................ Kompensationsspulen neu einstellen 3. Entbrummer W 49 falsch eingestellt ................................................. Neu einstellen (Bei Röhrenwechsel 'besonnders beachten!) 4. Magnetische Einstreuungen auf den Sprechhörkopf .......................... Abstand zu Störquelle verrgrößern 5. Ungünstige Netzsteckerstellung ...................................................... Netzstecker drehen 6. Fehlende Erdverbindung zum Gerät ................................................. Gerät erden 7. Lade- bzw. Siebelko defekt ............................................................. Kondensatoren auswechseln 8. W 10 defekt (ab BG-20/1) ............................................................... W 10 wechseln
Gerät brummt bei "Halt" 1. ECC 81 zu hohe Fremdspannung ....................................................... Röhre wechseln 2. Sch 10 schließt nicht bei "Halt" ....................................................... Sch 10 justieren
Aufnahmen vom Rundfunkgerät werden verbrummt wiedergegeben 1. Verbindung zwischen Rundfunk- und Tonbandgerät nicht in Ordnung ..... Verbindungskabel überprüüfen bzw. Verbindung auf Richtigkeit kontrollieren 2. Brummkompensation im Ausgangsübertrager des Rundfunkgerätes (Wichtig bei Verwendung des hochhohmigen Ausganges!) ..... Diodenausgang des Runddfunkgerätes benutzen bzw noch nachträglich einbauen lassen
Pfeifen des Rundfunkgerätes bei Rundfunkaufnahme Oberlagerung der Löschfrequenz mit der Zwischen- bzw. Oszillatorfrequenz des Runddfunkgerätes ..... Geringfügige Änderung der Löschfrequenz durch Verdrehen des Kernes von Tr 3
Klapperndes Laufgeräusch Gummiandruckrolle, Riemenumlenkrolle, Kupplungsunterteile schlagen ..... Richtige Einstellung überprüfen. Zu großen Schlag beseitigen; evtl. nachölen. Bei ausgelaufenen Lagern Teile wechseln
Band bildet Schlaufen Bremse und Bandzug nicht in Ordnung ................................................ neu einstellen
Gerät läuft auf 19,05 cm/s schwer an Netzunterspannung. Lauf teile schwergängig ........................................ Regeltrafo verwenden; Lauffteile auf Leichtgängigkeit überprüfen; evtl. nachölen
Gerät zieht bei Schnellauf nicht bis zum Tonbandende durch wie vorstehend!
Leises Pfeifen bei Wiedergabe über den Innenlautsprecher Schwammgummirollen-Lagerung verschmutzt ........................................ Klappe, vollst. mit Schwammgummirolle gegen Klappe, vollst. mit Filzandruckfeder wechseln Wichtig! Eine gute Wiedergabe vom Band erfordert eine ebenso gute Aufn.ahme. Eine gute Aufnahme wiederum ist nur bei einem einwandfreien Empfang möglich. Erwarte also keine bessere Wiedergabe vom Band als die Originalqualität !
8. Technische Daten der bewickelten Bauelemente und Magnetköpfe
Wicklung I (1-8): 0 .. 550 Wdg. 0,4 mm CuL Rges = 28,5 Ohm, 550 ... 1075 Wdg. 0,35 mm CuL
Wicklung II (9-10): 1210 Wdg. 0,18 mm CuL R = 157,0 Ohm ± 10%
Wicklung III (11-12): 54 Wdg. 0,60 mm CuL R = 0,7 Ohm ± 10%
Wicklung IV (14-16): 30 Wdg. 0,75 mm CuL R = 0,26 Ohm ± 10% , Anzapfung bei 15 Wdg.
Spannungsprüfung : (Leerlauf - - - - Belastung))
1- 7: 220 V anlegen 1- 8: 240 V ± 4,6 V 1- 2: 106 V ± 2,08 V 1- 3: 123 V ± 2,4 V 1- 6: 146 V ± 2,8 V 9-10: 269 V ± 5,2 V - - - - - - - - - - 9-10: 260 V ± 5,2 V ( I = 75 mA ) 11-12: 12,1 V ± 0,2 V - - - - - - - - 11-12: 11 V ± 0,2 V ( I = 760 mA ) 14-16: 6,7 V ± 0,14 V - - - - - - - - 14-16: 6,3 V ± 0,14 V ( I = 1,2 A )
Leerlaufstromaufnahme bei Anschluß an 1-7 (220 V) ≤ 83 mA Primärstrom ca. 170 mA bei sekundärer Belastung und Annschluß des Motors (Mo 1) an 1-7
Aufsprechübertrager (Tr 2) 0452.9.99-10029 Bv (4) (Bild 42) Wicklung I (1-6): 8500 Wdg. 0,07 mm CuL R 3100 Ohm ± 10% Wicklung II (2-5): 4200 Wdg. 0,07 mm CuL R 1850 Ohm ± 10% Wicklung III (3-4): 990 Wdg. 0,10 mm CuL R 230 Ohm ± 10%
Prüfung: An Wicklung I (1-6) 30,0 V 50 Hz anlegen. I ca. 2,4 mA Wicklung II (2-5) 14,7 V ± 0,3 V Wicklung III (3-4) 3,48 V ± 0,1 V
HF-Spule (Tr 3) 0444.999-10036 Bv (4) (Bild 43) Wicklung I (1-4): 176 Wdg. 0,32 mm CuLS, R = 2,2 Ohm ± 10%, L = 2,3 mH ±10% Wicklung II (5-8): 53 Wdg. 0,32 mm CuLS, Anzapfung bei 45 Wdg. R = 0,72 Ohm ±10% , L = 0,25 mH ± 10%
Ausgangsübertrager (Tr 4) 0452.999-10040 Bv (4) (Bild 44) Wicklung I (4-5): 144 Wdg. 0,55 mm CuL R = 1,03 Ohm ± 10% Seite 15 Wicklung II (1-2): 4700 Wdg. 0,13 CuL, R = 754 Ohm ± 10% Prüfung: An Wicklung II (1-2) 220 V 50 Hz anlegen I ≤ 32 mA Wicklung I (4-5) 6,73 V ± 0,13 V messen, ü=32,6
Drossel (Dr 1) 0456.999-10251 BV (4) Windungszahl 4670 Wdg. 0,12 mm CuL R = 624 Ohm ± 10% Prüfung: 17 V 50 Hz anlegen, I ca. 5,55 mA
Drossel (Dr 2) 0456.999-10249 BV (4) Windungszahl 6725 Wdg. 0,1 mm CuL R = 1290 Ohm ± 10% Prüfung: 24 V 50 Hz anlegen, I ca. 3,8 mA
Drossel (Dr 3) 0444.999-10047 BV (4) Windungen auf 4 Kammern gleichmäßig verteilt, Windungszahl 1750 Wdg. 0,1 mm CuL R = 163 Ohm ± 10% L = 60 mH (Kern in der Mitte)
Drossel (Dr 4) 0458.999-90012 BV (4) Windungszahl 110 Wdg. 0,1 mm CuL R = 4 Ohm ± 10%
Rundrelais: (Rs 1) 1076.001-10010 Bv (4) Windungszahl: 4000 Wdg. 0,2 mm CuL R = 84 Ohm ± 10% Ansprechstrom ≤ 50 mA
Kraftmagnet (KM 1), (KM 2) 0458.999-90021 Bv (4) Windungszahl: 1000 Wdg. 0,25 mm CuL R = 36 Ohm ± 10%
Kraftmagnet (KM 3), (KM 4) 0458.999-90009 Bv (4) Windungszahl: 2700 Wdg. 0,32 mm CuL R = 38 Ohm ± 10%
Sprechhörkopf (SH 1) 8441.009-01001 Bv Windungszahl: 2 X 1000 Wdg. 0,1 mm Cul R = 50 Ohm/Spule ± 20% L = 130 mH/Spule ± 25% Spalteinlage: 8±1µm Reparaturen an Sprechhörköpfen werden weder vom VEB Meßgerätewerk Zwönitz noch vom VEB Funkwerk Leipzig durchgeführt. Bei fehlerhaftem Kopf muß ein Austausch erfolgen.
Löschkopf (LK 1) 8441.008-01001 Bv Windungszahl: 2 X 102 Wdg. 0,3 mm Cul R = 0,5 Ohm/Spule ± 20% L ca. 0,32 mH (beide Spulen parallel geschaltet) Bei diesem Kopf sind die beiden Spulen parallel geschaltet. Das für den Sprechhörkopf bezüglich Reparaturen gesagte trifft auch für den Löschkopf zu.
9. Schaltteillistenauszug
Bu 1 Flanschsteckdose 8433.004-02345 Bz (5) Bu 2 Flanschsteckdose 8433.004-02345 Bz (5) Bu 3 Buchsenplatte, vollst. 8433.004-01153 (5) Bu 4 Buchsenplatte, vollst. 8433.004-01153 (5) Bu 5 bis Bu 8 Fassung FN 2 DIN 41559 P Bu 9 Steckerbuchse 3,5 RFT-N 506.012
Dr 1 Drossel 0456.999-10251 Bv (5) Dr 2 Drossel 0456.999-10249 Bv (5) Dr 3 Drossel 0456.999-10247 Bv (5) Dr 4 Drossel 0458.999-90012 Bv (5)
Gr 1 Gleichrichter komb. bestehend aus: Gr 1/1 Selengleichrichter 1/2B300/240-0,08 fs (A25)24 Gr 1/2 Selengleichrichter 1/2B300/240-0,08 fs (A25)24 Gr 2 Selengleichrichter B20/15-0,6 fs (D20)4 Gr 3 Kupferoxydulgleichrichter S 5b
KM 1 Kraftmagnet 0458.999-90011 Bv (5) KM 2 Kraftmagnet 0458.999-90011 Bv (5) KM 3 Kraftmagnet 0458.999-90009 Bv (5) KM 3 Kraftmagnet 0458.999-90009 Bv (5)
KL 1 Trennklinke 3056.001-00001
LK 1 Löschkopf 8441.008-01001 Bv
Lt 1 Lautsprecher P95/155 ohne Trafo
Mo 1 Antriebsmotor 8433.004-02096 Bz (3)
Rö 1 Röhre EF 86 Rö 2 Röhre ECC 81 Rö 3 Röhre EL 84 Rö 4 Röhre EM 11
Seite 17 Reparaturanweisung BG-20/1 von Fertigungs-Nr. 122.15.4001 bis 122.15.8000
1. Technische Angaben 2. Wartung des Gerätes 3. Auswechseln von Einzelteilen 3.01 Demontage der Abdeckplatte 3.02 Demontage des Lautsprechers 3.03 Demontage des Chassis aus dem Koffer 3.04 Demontage des Entzerrers aus dem Chassis 3.05 Demontage des Netzteiles aus dem Chassis 3.06 Motorwechsel 3.07 Auswechseln des Antriebsbandes (Antriebsriemen) 3.08 Auswechseln des Halters vollst. (Umlenkrolle) 3.09 Auswechseln der Kupplung 3.091 Auswechseln des Kupplungsoberteiles 3.092 Auswechseln des Kupplungsunterteiles 3.10 Auswechseln der Tonrolle 3.11 Auswechseln des Löschkopfes 3.12 Auswechseln des Sprechhörkopfes 3.13 Entfällt beim BG-20/1 3.14 Auswechseln der Klappe vollständig am Gehäuse des Sprechhörkopfes 3.15 Auswechseln der Gummiandruckrolle 3.16 Auswechseln der Bandanzeige 3.17 Auswechseln des Zuggestänges 3.18 Auswechseln des Zugmagneten 3.19 Auswechseln des Bremsmagneten
4. Einstellvorschrift (mechanisch) 4.01 Allgemeines 4.02 Meß- und Prüfmittel 4.03 Vorbereitung des Gerätes 4.04 Einstellung des richtigen Antriebsriemen-Laufes 4.041 Einstellung der Kupplungen 4.042 Einstellung des Motortrieblings 4.043 Einstellung der Umlenkrolle 4.044 Einstellung der Tonrolle 4.05 Einstellung und Kontrolle des richtigen Tonbandlaufes und der Magnetköpfe 4.051 Einstellung des Bandandruckhebels 4.052 Voreinstellung der Druckfeder 4.053 Einstellung der Kupplungsoberteile 4.054 Einstellung des Bremsmagneten und der Bremsen 4.055 Einstellung und Kontrolle der richtigen Tonbandhöhe und der Umschlingung am Löschkopf 4.056 Einstellung des Sprechhörkopfes und des Gehäuses des Sprechhörkopfes 4.057 Einstellung und Kontrolle des Bandzuges 4.058 Kontrolle des Umspulvorganges 4.59 Einstellung der Bandgeschwindigkeit und der Gummiandruckrolle 4.06 Einstellung der Kontaktfedersätze 4.061 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 12 4.062 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 13 4.063 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 10 4.064 Einstellung des Drucktastensatzes
5. Elektrische Prüfung 5.01 Prüfmittel 5.02 Vorbereitung des Gerätes 5.03 Gleich- und Wechselspannungsmessungen 5.04 Brummkompensation und Messung der Fremdspannung 5.05 Eintaumeln des Sprechhörkopfes SH 1 und optische Spurkontrolle 5.06 Abgleich des HF-Generators sowie Einstellung des Löschstromes 5.061 Kontrolle der Tricktaste 5.062 Abgleich des Sperrkreises Dr 3 5.07 Einstellung des HF-Vormagnetisierungsstromes 5.08 Einstellung des Wiedergabefrequensganges mit Meßband 5.09 Vollaussteuerung über Band 5.091 Bestimmung des Klirrfaktors k3 5.10 Bestimmung des Fremdspannungsabstandes 5.11 Bestimmung der Übersprechdämpfung 5.12 Gehörmäßige Überprüfung der Löschdämpfung 5.13 Messung des Frequenzganges bei Aufnahme, Wiedergabe und über Band 5.131 Abgleich des Resonanzkreises Dr 5 - C 9 5.132 Messung des Aufnahmefrequenzganges 5.133 Messung des Wiedergabefrequenzganges 5.134 Messung des Frequenzganges über Band 5.14 Überprüfung der Kopfentmagnetisierung 5.15 Geräusche 5.151 Geräusche beim Betätigen des Reglers W 11 5.152 Geräusche durch schlechte Kontaktgabe 5.153 Aufgezeichnete Geräusche auf Band 5.16 Statische Aufladung des Bandes 5.17 Gehörmäßige Überprüfung des Gerätes 5.18 Prüfung des Gerätes bei ± 10% Netzspannungsänderung
6. Schmiervorschrift
7. Hinweise für die Fehlersuche
8. Techn. Daten der bewickelten Bauelemente und Magnetköpfe
9. Schaltteillistenauszug
10. Anlagen
Seite 18 1. Technische Angaben Siehe auch BG 20
Technische Daten
Spannungsart : Wechselspannung Betriebsspannung : 110/125/150/220/240 V Leistungsaufnahme: ca. 70 W Röhrenbestückung : EF 86, ECC 81, EL 84, EM 11 2 Selengleichrichter Ausgangsleistung : ca.2,5 W Lautsprecher: 1 Stck. permanent-dynamischer Ovallautsprecher 1,5 W Bandgeschwindigkeit : 19,05 cm/s Frequenzbereich: 60 ... 12000 Hz nach DIN 45511 Empfohlene Bandsorte: CH-Band bzw. CH-Langspielband von Agfa Wolfen Aussteuerungskontrolle: Magisches Auge (bei Aufnahme und Wiedergabe in Betrieb) Spielzeitkontrolle: Bandzähluhr Spieldauer : 2X30 min bei CH-Band, 2X45 min bei CH-Langspielband Größte Bandspule : 178 mm Antrieb: Asynchronmotor Umspulzeit : ca. 3,5 min Spursystem : Doppelspur nach internationaler Spurlage Fremdspannungsabstand : ≥ 40 dB Kurzzeitige Geschwindigkeitsschwankungen (FM): ≤ 0,3% Amplitudenmodulation (AM): ≤ 20% Löschung und Vormagnetisierung : Hochfrequenz ca. 60 kHz Eingänge: 1. 3,5 ... 400 mV für Mikrofone 2. 0,04 ...2,5 V für Rundfunkempfänger bzw. Tonabnehmer 3. 1,0 ... 80 V für Rundfunkempfänger (ältere Typen) Ausgänge: 1. ca. 1,0 V an 8 kOhm 2. für Lautsprecher ca. 2,5 W an 5 Ohm Überblendmöglichkeit: Tricktaste
2. Wartung des Gerätes Siehe BG-20
3. Auswechseln von Einzelteilen
3.01 Demontage der Abdeckplatte Hier gilt das gleiche wie unter BG-20 beschrieben, mit der Abweichung, daß beim BG-20/1 unter den Bandspulen nicht 3, sondern nur 2 Befestigungsschrauben vorhanden sind..
3.02 Demontage des Lautsprechers Siehe BG-20
3.03 Demontage des Chassis aus dem Koffer Siehe BG-20
3.04 Demontage des Entzerrers aus dem Chassis Siehe BG-20 Bevor jedoch der Entzerrer vom Chassis abgenommen werden kann, ist es bei Geräten ab BG-20/1 nötig, die an der Montageplatte rechts befestigte Klangblende abzuschrauben. Dies geschieht durch Lockern der kleinen 6-Kantmutter und Abziehen der Klangblende.
3.05 Demontage des Netzteiles aus dem Chassis Siehe BG-20
3.06 Motorwechsel Siehe BG-20
3.07 Auswechseln des Antriebsbandes (Antriebsriemen) Siehe BG-20
3.08 Auswechseln des Halters, vollst. (Umlenkrolle) Seihe Schmiervorschrift
3.09 Auswechseln der Kupplungen Siehe BG-20
3.10 Auswechseln der Tonrolle Siehe BG-20
3.11 Auswechseln des Löschkopfes Siehe BG-20
3.12 Auswechseln des Sprechhörkopfes Siehe BG-20
3.13 Entfällt beim BG-20/1
3.14 Auswechseln der Klappe vollst. am Gehäuse des Sprechhörkopfes Siehe BG-20
3.15 Auswechseln der Gummiandruckrolle 4 - Bild 1 Siehe 6.06
3.16 Auswechseln der Bandanzeige Die 2 Befestigungsschrauben der Bandanzeige lösen, Bandanzeige nach oben aus dem Chassis herausziehen und dabei Antriebspeese vom Antriebstei der Bandanzeige herunterstreifen. Es ist darauf zu achten, daß die Achse des Trieblings für die Bandanzeige senkrecht zur Montageplatte steht, anderenfalls wird das darüber laufende Tonband aus seinem ordnungsgemäßen Lauf abgelenkt.
3.17 Auswechseln des Zuggestänges Siehe BG-20
3.18 Auswechseln des Zugmagneten Siehe BG-20 3.19 Auswechseln des Bremsmagneten Siehe BG-20
4. Einstellvorschrift mechanisch
4.01 Allgemeines Siehe BG-20
4.02 Meß- und Prüfmittel Siehe BG-20 Zusätzlich wird für die Geräte BG-20/1 bis BG-20/4 eine Lehre 1,3 mm Stahlblech für die Einstellung des Sch 12 (s. 4.061) benötigt.
4.03 Vorbereitung des Gerätes Siehe BG-20
4.04 Einstellung des richtigen Antriebsbandlaufes Siehe BG-20
4.041 Einstellung der Kupplungen Siehe BG-20
4.042 Einstellung des Motortrieblings Siehe BG-20
4.043 Einstellung der Umlenkrolle (Halter, vollst.) Siehe BG-20 und 6.03.
4.044 Einstellung der Tonrolle Siehe BG-20
4.05 Einstellung und Kontrolle des richtigen Tonbandlaufes und der Magnetköpfe Siehe BG-20
4.051 Einstellung des Banddruckhebels 1 Siehe BG-20
4.052 Voreinstellung der Druckfeder Siehe BG-20
4.053 Einstellung der Kupplungsoberteile Siehe BG-20
4.054 Einstellung des Bremsmagneten und der Bremsen Siehe BG-20
4.055 Einstellung und Kontrolle der richtigen Tonbandhöhe und der Umschlingung am Löschkopf Hierfür gilt das beim BG-20 bereits Gesagte.
Seite 19 Zusätzlich muß jedoch noch beachtet werden, daß der Triebling 3 - Bild 26 - für die Bandanzeige senkrecht zur Montageplatte steht. Anderenfalls wird das darüberlaufende Tonband von seinem ordnungsgemäßen Lauf abgelenkt und ergibt u. U. beim Rückspulen des Bandes einen ungleichmäßigen Wickel auf der linken Bandspule, bzw. läuft nach oben oder unten weg.
4.056 Einstellung des Sprechhörkopfes und des Gehäuses des Sprechhörkopfes Siehe BG-20
4.057 Einstellung und Kontrolle des Bandzuges Siehe BG-20
4.058 Kontrolle des Umspulvorganges Siehe BG-20
4.059 Einstellung der Bandgeschwindigkeit und der Gummiandruckrolle Siehe BG-20
4.06 Einstellung der Kontaktfedersätze
4.061 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 12 - Bild 26 - auf Montageplatte Drucktastensatz auf „Halt“ schalten, Federsatz des Sch 12 in den Langlöchern des Befestigungswinkel so verschieben, daß sich zwischen Schaltpimpel des Sch 12/1 und der Aufnahmetaste ein Abstand von 1,3 mm ergibt. Dabei darf die „Rücklauf“-Taste in gedrückter Stellung nicht an den Federsatz anstoßen. An den geschlossenen Kontakten muß eine Andruckkraft von ca. 40 p vorhanden sein. Ein Nachbiegen der Kontaktfedern darf nicht erfolgen.
4.062 Einstellung des Federsatzes Sch 13 - Bild 26 - auf Montageplatte Vorbereitung: Aufstecken eines Drehknopfes auf die Achse für Lautstärkeregler. Der Hebel 1 - Bild 1 - wird in die Anschlagsstellung durch die Zugfeder gezogen. Durch den Hebl rechts wird der Kontakt des Federsatzes Sch 13 geschlossen. An dem geschlossenen Kontakt ist eine Kontaktkraft von 35 ± 5 p einzustellen. Bei geöffnetem Kontakt ist der Mindestabstand der Kontaktnieten 0,5 mm. Ein Nachbiegen der Kontaktfedern darf nicht erfolgen. Der Federsatz ist zwecks Justierung in dem Langloch des Winkels zu verschieben.
4.064 Einstellung des Drucktastensatzes Siehe BG-20
5. Elektrische Prüfung
Allgemeines: Siehe BG-20
5.01 Prüfmittel Siehe BG-20
5.02 Vorbereitung des Gerätes Siehe BG-20
5.03 Gleich- und Wechselspannungsmessungen Alle wichtigen Gleich- und Wechselspannungen sind aus dem beiliegenden Schaltbild zu entnehmen. Natürlich sind die dort angegebenen Spannungen nur als Richtwerte zu betrachten.
5.04 Brummkompensation und Messung der Fremdspannung Siehe BG-20
5.05 Eintaumeln des Sprechhörkopfes SH 1 und optische Spurkontrolle Siehe BG-20
5.06 Abgleich des HF-Generators sowie Einstellung des Löschstromes Kaltes Löschkopfende auftrennen und Meßwiderstand 1 Ohm einschalten (Meßprinziep siehe BG-20). Zur Messung des Spannungsabfalles an diesem Widerstand Röhrenvoltmeter anklemmen. Aufnahmetaste am BG-20/1 betätigen. Durch Verdrehen des Kernes am HF-Generator (Tr 3) - Bild 22 - auf Spannungsmaximum am Röhrenvoltmeter einstellen. Der Abstand der Auskoppelwicklung soll ca. 3 mm von der Schwingkreiswicklung betragen. Die sich am Meßwiderstand dabei einstellende Spannung soll bei ca. 150 mV, das entspricht einem Löschstrom von ca. 150 mA, liegen. Die beiden Wicklungen des Löschkopfes sind für dieses Gerät hintereinandergeschaltet. Bei Nichterreichen dieses Stromes müssen der Auskoppelkondensator C 30, der Löschkopf, der Schwingkreiskondensator C 27 bzw. die Röhre 3 (EL 84) überprüft werden. Außerdem auf einwandfreie Kontaktgabe am Relais (Rs 2) achten.
5.061 Kontrolle der Tricktaste Bei der Einstellung bzw. Messung des Löschstromes Löschkopfunterbrechung durch Sch 13 mit kontrollieren. Bei nach links geschobenem Mithörhebel darf kein Löschstrom fließen. Der Mithörhebel dient also gleichzeitig bei Aufnahme mit als Tricktaste. Da sich beim Unterbrechen des Löschkopfkreises der Vormagnetisierungsstrom erhöht, erscheint die neu aufgesprochene Aufzeichnung etwas bei den hohen Frequenzen gedämpft. Es liegt also kein Fehler am Gerät vor.
5.062 Abgleich des Sperrkreises Dr 3 Siehe BG-20 - 5.06 (Dr 3 s. Bild 22)
5.07 Einstellung des HF-Vormagnetisierungsstromes Für die Messung des Vormagnetisierungsstromes gilt das für BG-20 Gesagte bis auf folgende Änderungen: Der einzustellende Spannungswert mittels Trimmer C 24 (s. Bild 22) am Meßwiderstand soll ca. 150 mA betragen. Dies entspricht einem Strom von 1,5 mA. Beim Einsetzen eines weiterentwickelten Sprechhörkopfes in ein BG-20/1 kann die Größe des Vormagnetisierungsstromes Werte um 2 … 2,5 mA annehmen, bzw. bei farbig markierten Köpfen ist der entsprechende Strom einzustellen (s. BG-20/3).
5.08 Einstellung des Wiedergabefrequenzganges mit Meßband Röhrenvoltmeter an Bu 2/3 - Bu 2/2 anschließen. Frequenzgangteil eines Agfa-Meßbandes für 19,05 cm/s auflegen. Mittels des Einstellreglers W 40 - Bild 23 - ist der Wiedergabekanal des Gerätes so einzustellen, daß bei 12 kHz eine maximale Anhebung gegenüber 333 Hz von + 2 dB eingestellt wird. Der Frequenzgang des Wiedergabekanals soll also möglichst geradlinig sein. Der Wiedergabekanal ist damit eingemessen, an ihm darf nichts mehr verändert werden.
5.09 Vollasusteuerung über Band Hierfür gilt das für BG-20 unter 5.08 Gesagte bis auf folgende Änderungen: Die Eingangsspannung für Bu 2/1 Bu 2/2 beträgt ca. 30 mV, die Wiedergabespannung muß dabei ca. 1,0 V an 8 kOhm betragen.
5.091 Bestimmung des Klirrfaktors k3 Siehe BG-20 - 5.09
5.10 Bestimmung des Fremdspannungsabstandes Siehe BG-20
5.11 Bestimmung der Übersprechdämpfung Siehe BG-20
5.12 Gehörmäßige Überprüfung der Löschdämpfung Hierfür gilt das für BG-20 Gesagte bis auf folgende Änderungen: Beim BG-20/1 sind die beiden Wicklungen des Löschkopfes hintereinandergeschaltet. Der im Generator des BG 20/1 vorhandene Schraubkern dient zum Abgleich auf Löschstrommaximum. Der im BG-20/1 eingesetzte Generator ist identisch mit dem im BG-20/2 und BG-20/3 verwendeten (siehe auch 5.06).
5.13 Messung des Frequenzganges bei Aufnahme, Wiedergabe und über Band
5.131 Abgleich des Resonanzkreises Dr 5 C 9 Siehe BG-20/2 mit folgenden Änderungen: Einstellregler W 41 - Bild 23 - anstelle W 43. F = 13,5 kHz an Stelle f = 10 kHz.
5.132 Messung des Aufnahmefrequenzganges Siehe BG-20/2 mit folgenden Änderungen: Zusätzlich 13,5 und 15 kHz. Kurvenverlauf siehe Bild 45.
5.133 Messung des Wiedergabefrequenzganges Siehe BG-20/2 mit folgenden Änderungen: Einstellregler W 40 anstelle W 42, W 41 - Bild 23 - anstelle W 43. Kurvenverlauf s. Bild 46.
Seite 20 5.134 Messung des Frequenzganges über Band An Bu 2/1 - Bu 2/2 ca. 3,0 mV für folgende Meßfrequenzen anlegen: 60-333-1000-3500-7500-10000-12000 Hz. Die Eingangsspannung muß für alle Frequenzen konstant gehalten werden. Regler W 11 auf rechten Anschlag, Einstellregler W 41 auf 0 Ohm gedreht, Regler W 11 auf rechten Anschlag. Danach die aufgesprochenen Frequenzen abhören und gleichzeitig an Bu 2/3 die Wiedergabespannung für die einzelnen Frequenzen mit Röhrenvoltmeter messen. Es muß sich ein Frequenzgang ergeben, der in das Toleranzfeld - Bild 38 - eingeordnet werden kann. Werden z.B. die hohen Frequenzen durch die Stellung des Einstellreglers W 41 zu stark angehoben, so ist dieser etwas einzudrehen und die Aufnahme nochmals zu wiederholen. Kurvenverlauf s. Bild 47. Wird ein weiterentwickelter Sprechhörkopf in das BG-20/1 eingebaut, so muß in jedem Falle die Stellung der Einstellregler W 40 (siehe auch 5.08) und W 41 und des Trimmers C 24 (siehe auch 5.07) den Erfordernissen entsprechend geändert werden, d.h., das Gerät muß neu eingemessen werden. Ist der Sprechhörkopf durch Reparatur z.B. in seiner Lage verändert worden, so ist das Gerät neu einzutaumeln, Spur und Umschlingung sind einzustellen, ferner der Wiedergabefrequenzgang mit Meßband und der Frequenzgang über Band zu kontrollieren.
5.14 Überprüfung der Kopfentmagnetisierung Beim Umschalten des Gerätes von "Aufnahme" über "Halt" auf "Wiedergabe" darf kein Bandrauschen, hervorgerufen durch Gleichstromaufmagnetisierung des Sprechhörkopfes, auftreten. Zur Kontrolle, ob es sich tatsächlich um Bandrauschen handelt, ist die linke Bandspule kurzzeitig festzuhalten (Abhörkontrolle). Handelt es sich wirklich um Bandrauschen, so ist die Justage der Kontaktfedern an Sch 10, Sch 6 und Sch 12 zu kontrollieren. Beim Betätigen der Halt-Taste muß zuerst Sch 6/2, danch Sch 6/1 öffnen. Gleichzeitig muß Sch 12/2 schließen und Sch 12/1 umschalten. Der bei „Aufnahme“ über W 6 aufgeladene Kondensator C 2 kann sich so über Sch 10 und die Wicklung des Sprechhörkopfes bei „Halt“ entladen.
5.15 Geräusche 5.151 Geräusche beim Betätigen des Reglers W 11 Siehe BG-20
5.152 Geräusche durch schlechte Kontaktgabe Die im BG-20/1 verwendeten Relais (Rs 1 und Rs 2) sind beide gleich. Bei schlechter Kontaktgabe empfiehlt sich ein Säubern der Kontakte mir einer nicht zu harten Bürste.
5.153 Aufgezeichnete Geräusche auf Band Die Justierung der Kontakte am Sch 6 und Sch 12 so vornehmen, wie unter 5.14 beschrieben. Hinzu kommt noch, daß der den Entzerrer bei „Halt“ kurzschließende Kontakt am Sch 10 beim Betätigen der Aufnahmetaste erst nach dem Umschalten aller anderen Kontakte öffnen darf. Beim Betätigen der Halt-Taste muß dieser zuerst schließen. Vor dem Betätigen der Halt-Taste empfiehlt es sich noch, den Regler W 11 zuzudrehen. Trotzdem läßt sich die Aufzeichnung eines gewissen Störgeräusches nicht vermeiden.
5.16 Statische Aufladung des Bandes Siehe BG-20
5.17 Gehörmäßige Überprüfung des Gerätes Hierfür gilt das für das BG-20 - 5.18 - Gesagte. Zusätzlich ist noch zu beachten: Die Wirkungsweise der Klangblende (W 31) ist bei Wiedergabe mit zu überprüfen. Sie ist allerdings nur bei Benutzung des eingebauten Lautsprechers oder bei Anschluß eines Außenlautsprechers an die Bu 3 des BG-20/1 wirksam. Bei Aufnahme wirkt diese Klangblende nicht. In der Mittelstellung des Reglers W 31 erfolgt keinerlei Beeinflussung des Frequenzganges der Endstufe (0-Stellung). Bei nach vorn gedrehtem Regler (nach den Drucktasten zu) werden die hohen Frequenzen, bei nach hinten gedrehtem Regler werden die tiefen Frequenzen benachteiligt.
5.18 Prüfung des Gerätes bei ± 10% Netzspannungsänderung Siehe BG-20 - 5.19
6. Schmiervorschrift Siehe BG-20
7. Hinweise für die Fehlersuche Siehe BG-20
8. Technische Daten der bewickelten Bauelemente und Magnetköpfe
Löschkopf (L 1a) 8441.008-01001 Bv Windungszahl: 2 X 102 Wdg. 0,3 mm Cul R = 0,5 Ohm/Spule ± 20% L = 1,3 mH ± 10% (beide Spulen hintereinander geschaltet) Die beiden Spulen sind bei diesem Kopf hintereinander geschaltet.
9. Schaltteillistenauszug
Bu 1 Flanschsteckdose 8433.004-02345 Bz (5) Bu 2 Flanschsteckdose 8433.004-02345 Bz (5) Bu 3 Buchsenplatte, vollst. 8433.004-01153 (5) Bu 4 Buchsenplatte, vollst. 8433.004-01153 (5) Bu 5 Bis Bu 9 Bu 12 Fassung FN 2 DIN 41559 P Bu 10 Steckerbuchse 3,5 RFT-N 506.012
Dr 1 Drossel 0456.999-10251 Bv (5) Dr 2 Drossel 0456.999-10249 Bv (5) Dr 3 Drossel 0456.999-10247 Bv (5) Dr 4 Drossel 0458.999-90012 Bv (5) Dr 5 Drossel 8433.004-01637 Bv (4)
Gr 1 Gleichrichter komb. bestehend aus: Gr 1/1 Selengleichrichter 1/2B300/240-0,08 fs (A25)24 Gr ½ Selengleichrichter 1/2B300/240-0,08 fs (A25)24 Gr 2 Selengleichrichter B20/15-0,6 fs (D20)4 Gr 3 Kupferoxydulgleichrichter S 5b
KM 1 Kraftmagnet 0458.999-90011 Bv (5) KM 2 Kraftmagnet 0458.999-90011 Bv (5) KM 3 Kraftmagnet 0458.999-90009 Bv (5) KM 3 Kraftmagnet 0458.999-90009 Bv (5)
KL 1 Trennklinke 3056.001-00001
LK 1 Löschkopf 8441.008-01001 Bv
Lt 1 Lautsprecher P95/155 ohne Trafo
Mo 1 Antriebsmotor 8433.004-02096 Bz (3)
Rö 1 Röhre EF 86 Rö 2 Röhre ECC 81 Rö 3 Röhre EL 84 Rö 4 Röhre EM 11
Seite 23 Reparaturanweisung BG-20/2 von Fertigungs-Nr. 122.16.0001 bis 122.17.8000
1. Technische Angaben 2. Wartung des Gerätes 3. Auswechseln von Einzelteilen 3.01 Demontage der Abdeckplatte 3.02 Demontage des Lautsprechers 3.03 Demontage des Chassis aus dem Koffer 3.04 Demontage des Entzerrers aus dem Chassis 3.05 Demontage des Netzteiles aus dem Chassis 3.06 Motorwechsel 3.07 Auswechseln des Antriebsbandes (Antriebsriemen) 3.08 Auswechseln des Halters vollst. (Umlenkrolle) 3.09 Auswechseln der Kupplung 3.091 Auswechseln des Kupplungsoberteiles 3.092 Auswechseln des Kupplungsunterteiles 3.10 Auswechseln der Tonrolle 3.11 Auswechseln des Löschkopfes 3.12 Auswechseln des Sprechhörkopfes 3.13 Auswechseln der Schwammgummirolle 3.14 Auswechseln der Klappe vollständig am Gehäuse des Sprechhörkopfes 3.15 Auswechseln der Gummiandruckrolle 3.16 Auswechseln der Bandanzeige 3.17 Auswechseln des Zuggestänges 3.18 Auswechseln des Zugmagneten 3.19 Auswechseln des Bremsmagneten
4. Einstellvorschrift (mechanisch) 4.01 Allgemeines 4.02 Meß- und Prüfmittel 4.03 Vorbereitung des Gerätes 4.04 Einstellung des richtigen Antriebsriemen-Laufes 4.041 Einstellung der Kupplungen 4.042 Einstellung des Motortrieblings 4.043 Einstellung der Umlenkrolle 4.044 Einstellung der Tonrolle 4.05 Einstellung und Kontrolle des richtigen Tonbandlaufes und der Magnetköpfe 4.051 Einstellung des Bandandruckhebels 4.052 Voreinstellung der Druckfeder 4.053 Einstellung der Kupplungsoberteile 4.054 Einstellung des Bremsmagneten und der Bremsen 4.055 Einstellung und Kontrolle der richtigen Tonbandhöhe und der Umschlingung am Löschkopf 4.056 Einstellung des Sprechhörkopfes und des Gehäuses des Sprechhörkopfes 4.057 Einstellung und Kontrolle des Bandzuges 4.058 Kontrolle des Umspulvorganges 4.59 Einstellung der Bandgeschwindigkeit und der Gummiandruckrolle 4.06 Einstellung der Kontaktfedersätze 4.061 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 12 4.062 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 13 4.063 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 10 4.064 Einstellung des Drucktastensatzes
5. Elektrische Prüfung 5.01 Prüfmittel 5.02 Vorbereitung des Gerätes 5.03 Gleich- und Wechselspannungsmessungen 5.04 Brummkompensation und Messung der Fremdspannung 5.05 Eintaumeln des Sprechhörkopfes SH 1 und optische Spurkontrolle 5.06 Abgleich des HF-Generators sowie Einstellung des Löschstromes 5.061 Kontrolle der Tricktaste 5.062 Abgleich des Sperrkreises Dr 3 5.07 Einstellung des HF-Vormagnetisierungsstromes 5.08 Einstellung des Wiedergabefrequensganges mit Meßband 5.09 Vollaussteuerung über Band 5.091 Bestimmung des Klirrfaktors k3 5.10 Bestimmung des Fremdspannungsabstandes 5.11 Bestimmung der Übersprechdämpfung 5.12 Gehörmäßige Überprüfung der Löschdämpfung 5.13 Messung des Frequenzganges bei Aufnahme, Wiedergabe und über Band 5.131 Abgleich des Resonanzkreises Dr 5 - C 9 5.132 Messung des Aufnahmefrequenzganges 5.133 Messung des Wiedergabefrequenzganges 5.134 Messung des Frequenzganges über Band 5.14 Überprüfung der Kopfentmagnetisierung 5.15 Geräusche 5.151 Geräusche durch schlechte Kontaktgabe 5.152 Aufgezeichnete Geräusche auf Band 5.16 Statische Aufladung des Bandes 5.17 Gehörmäßige Überprüfung des Gerätes 5.18 Prüfung des Gerätes bei ± 10% Netzspannungsänderung
6. Schmiervorschrift
7. Hinweise für die Fehlersuche
8. Techn. Daten der bewickelten Bauelemente und Magnetköpfe
9. Schaltteillistenauszug
10. Anlagen
Seite 24 1. Technische Angaben Siehe auch BG 20
Hinweise zum Umbau von BG-20/2 auf BG-20/3 Auf Wunsch des Kunden ist ein Umbau des BG-20/2 auf BG-20/3 gegen Bezahlung der entstehenden Kosten, sowie mit dem Einverständnis der Erlöschung des Garantieanspruches, möglich. Es ist dabei allerdings zu bedenken, daß dieser Umbau in gewisser Hinsicht eine Kompromißlösung darstellt.
Es sind folgende Änderungen durchzuführen: 1. Am Bandgeschwindigkeitsumschalter (Sch 14/15) ist am Sch 15 die frei liegende grüne Leitung mit der freien Lötöse oberhalb der mit 7 bezeichneten Lötöse durch Anlöten zu verbinden. Ein Ausschalten des Motors ist danach nicht mehr möglich. (siehe Bild 49) 2. Der Frequenzgang des Wiedergabekanals ist für 19,05 cm/s einzumessen. (siehe BG-20/1 - 5.08) 3. Der Frequenzgang über Band ist für 19,05 cm/s zu messen. (siehe BG-20/1 - 5.134) 4. Die Brummkompensation ist so vorzunehmen, daß bei beiden Bandgeschwindigkeiten der günstigste Fall vorliegt. Ein Fremdspannungsabstand von 40 dB ist allerdings nicht in jedem Fall zu erreichen. Brummkompensation und Messung der Fremdspannung siehe BG-20 - 5.04.
Technische Daten
Spannungsart : Wechselspannung Betriebsspannung : 110/125/150/220/240 V Leistungsaufnahme: ca. 70 W Röhrenbestückung : EF 86, ECC 81, EL 84, EM 11 2 Selengleichrichter Ausgangsleistung : ca.2,5 W Lautsprecher: 1 Stck. permanent-dynamischer Ovallautsprecher 1,5 W Bandgeschwindigkeit : 9,5 cm/s Frequenzbereich: 60 ... 9000 Hz nach DIN 45511 Empfohlene Bandsorte: CH-Band bzw. CH-Langspielband von Agfa Wolfen Aussteuerungskontrolle: Magisches Auge (bei Aufnahme und Wiedergabe in Betrieb) Spielzeitkontrolle: Bandzähluhr Spieldauer : 2X60 min mit CH-Band, 2X90 min mit CH-Langspielband Größte Bandspule : 178 mm Antrieb: polumschaltbarer Asynchronmotor Umspulzeit : ca. 3,5 min Spursystem : Doppelspur nach internationaler Spurlage Fremdspannungsabstand : ≥ 40 dB Kurzzeitige Geschwindigkeitsschwankungen (FM): ≤ 0,5% Amplitudenmodulation (AM): ≤ 20% Löschung und Vormagnetisierung : Hochfrequenz ca. 60 kHz Eingänge: 1. 5 ... 400 mV für Mikrofone 2. 0,04 ...2,5 V für Rundfunkempfänger bzw. Tonabnehmer 3. 1,0 ... 80 V für Rundfunkempfänger (ältere Typen) Ausgänge: 1. ca. 1,0 V an 8 kOhm 2. für Lautsprecher ca. 2,5 W an 5 Ohm Überblendmöglichkeit: Tricktaste
Sicherung 1/2/3, Abmessungen und Gewicht, siehe BG-20 Das Gerät BG-20/2 unterscheidet sich nur unwesentlich vom Gerät BG-20/3. Eine ausführliche Beschreibung erfolgte in der Zeitschrift „Radio und Ferndehen“ Heft 5/58
2. Wartung des Gerätes Siehe BG-20
3. Auswechseln von Einzelteilen
3.01 Demontage der Abdeckplatte Siehe BG-20 und BG-20/1
3.02 Demontage des Lautsprechers Siehe BG-20
3.03 Demontage des Chassis aus dem Koffer Siehe BG-20
3.04 Demontage des Entzerrers aus dem Chassis Siehe BG-20 und BG-20/1 Bei den Geräten ab Type BG-20/2 sind die Buchsen und Stecker 1 … 5 - Bild 2 - mit Farbkennzeichnungen versehen, damit beim Einbau des Entzerrers und des Netzteiles in das Xhassis die richtigen Stecker in die richtigen Buchsen gesteckt werden.
3.05 Demontage des Netzteiles aus dem Chassis Siehe BG-20, BG-20/1 und BG-20/3, 3.04
3.06 Motorwechsel Chassis aud dem Koffer nehmen, siehe 3.03 Abdeckplatte abnehmen, siehe 3.01. Anschlußleitungen des Motors am Geschwindigkeitsumschalter 1 - Bild 27 - und Erdverbindung des Motors von der Lötöse ablöten. Chassis in Gebrauchslage bingen. Antriebsband vom Motortriebling abheben. Drei Befestigungsschrauben des Motors auf der Montageplatte lösen und Motor von der Montageplatte entfernen. Es ist darauf zu achten, daß beim Einbau eines Motors die farbig gekennzeichneten Anschlußleitungen des Motors wieder an die richtigen Lötösen des Geschwindigkeitsumschalters angelötet werden. Der Einbau des Motors erfolgt in der umgekehrten Reihenfolge. Die Lauffläche der Trieblinge für das Antriebsband ist bei den Geräten BG-20/2 bis BG-20/4 breiter als bei den Geräten der Typen BG-20 und BG-20/1. Siehe auch 3.07. Der Motor der Geräte BG-20/2 bis BG-20/4 ist ein polumschaltbarer Asynchronmotor, während die Motoren der Geräte BG-20 und BG-20/1 nicht polumschaltbar waren.
3.07 Auswechseln des Antriebsbandes (Antriebsriemen) Siehe BG-20 Die Geräte der Typen BG-20/2 bis BG-20/4 haben ein Antriebsband von 11 mm Breite. Dementsprechend sind auch die Laufflächen der Drehteile bei diesen Geräten breiter. Bei Nachbestellung von Antriebsbändern ist die benötigte Breite anzugeben. Beim BG-20 und BG-20/1 betrug die Breite 7 mm.
3.08 Auswechseln des Halters, vollst. (Umlenkrolle) Siehe 6.03
3.09 Auswechseln der Kupplungen
3.091 Auswechseln des Kupplungsoberteilees Siehe 6.04
3.092 Auswechseln des Kupplungsunterteiles Siehe BG-20 Bei den Geräten der Typen BG-20/2 bis BG-20/4 ist die Riemenlauffläche für das Antriebbsnad breiter als bei den Geräten der Typen BG-20 und BG-20/1. Siehe 3.07.
3.10 Auswechseln der Tonrolle Siehe BG-20 Die Tonrolle der Geräte BG-20/2 bis BG-20/4 hat durch die Verwendung eines anderen Motors gegenüber dem bei BG-20 und BG-20/1 andere Abmessungen in bezug auf die Lauffläche des Antriebsbandes. Es sind dabei sowohl die Breite der Riemenlauffläche (s. 3.07) als auch der Durchmesser der Riemenscheibe größer geworden. Dies ist bei Ersatzbestellung zu berücksichtigen.
3.11 Auswechseln des Löschkopfes Siehe BG-20
3.12 Auswechseln des Sprechhörkopfes Siehe BG-20 Die Klappe des Sprechhörkopfes besitzt beim BG-20/2, BG-20/3 und zum Teil beim BG-20/4 (bis Fertigungs-Nr. 122.24.01722) eine Schwammgummirolle zum Andrücken des Seite 25 Bandes an den Spalt des Sprechhörkopfes, was hauptsächlich bei der Bandgeschwindigkeit von v = 9,5 cm/s notwendig ist. Siehe auch 3.13.
3.13 Auswechseln der Schwammgummirolle 3 - Bild 24 - Diese Schwammgummirolle befindet sich nur in den Geräten BG-20/2, BG-20/3 und zum Teil BG-20/4. Bei den neuen Geräten BG-20/4 ca. ab Fertigungs-Nr. 122.24.01723 ist die Schwammgummirolle durch eine Filzandruckrolle 1 - Bild 33 - ersetzt worden. Das Auswechseln der Schwammgummirolle macht sich dann nötig, wenn diese Rolle unrund läuft. Dieser Fehler wirkt sich durch Lautstärkeschwankung bei der Wiedergabe aus. In diesem Falle muß die Klappe vollständig, mit Filzandruck ausgewechselt werden. Schwammgummirollen werden von unserem Erstzteillager nicht mehr ausgeliefert.. Nach Auswechseln der Klappe, vollständig, - siehe 3.14 ist in jedem Falle eine Neueinstellung des Gehäuses des Sprechhörkopfes vorzunehmen. Siehe 4.056 und 5.05. Bei eingeschliffenem Sprechhörkopf ist dieser gegen einen neuen auszuwechseln.
3.14 Auswechseln der Klappe vollst. am Gehäuse des Sprechhörkopfes Siehe BG-20
3.15 Auswechseln der Gummiandruckrolle 4 - Bild 1 Siehe 6.06
3.16 Auswechseln der Bandanzeige Siehe BG-20/1
3.17 Auswechseln des Zuggestänges Siehe BG-20
3.18 Auswechseln des Zugmagneten Siehe BG-20
3.19 Auswechseln des Bremsmagneten Siehe BG-20
4. Einstellvorschrift mechanisch
4.01 Allgemeines Bei den Geräten BG-20/2 bis BG-20/4 wird die mechanische Einstellung, falls bei den einzelnen Punkten keine anderen Werte vorgeschrieben sind, bei U = 220 V, 50 Hz und bei einer Bandgeschwindigkeit von v = 9,5 cm/s vorgenommen. Dabei muß die Funktionsfähigkeit des Gerätes bei 10% Unter- oder Überspannung (U = 198 V bzw. 242 V) noch voll gewährleistet sein. Da einige Einstellungen voneinander abhängig sind, ist es zweckmäßig, die Justierung der einzelnen Teile in der angegebenen Reihenfolge vorzunehmen.
4.02 Meß- und Prüfmittel Siehe BG-20 und BG20/1
4.03 Vorbereitung des Gerätes Siehe BG-20
4.04 Einstellung des richtigen Antriebsbandlaufes Siehe BG-20
4.041 Einstellung der Kupplungen Siehe BG-20 Die Breite der Riemenlauffläche an den Kupplungsunterteilen ist bei den Geräten BG-20/2, BG-20/3 und BG-20/4 größer als bei den Geräten BG-20 und BG-20/1, s. 3.07.
4.042 Einstellung des Motortrieblings Siehe BG-20 Die Breite der Riemenlauffläche an des Motortrieblings ist bei den Geräten BG-20/2, BG-20/3 und BG-20/4 größer als bei den Geräten BG-20 und BG-20/1, s. 3.10.
4.043 Einstellung der Umlenkrolle (Halter, vollst.) Siehe BG-20 und 6.03.
4.044 Einstellung der Tonrolle Siehe BG-20 Die Breite der Riemenlauffläche und der Durchmesser der Riemenscheibe sind bei den Geräten BG-20/2, BG-20/3 und BG-20/4 größer als bei den Geräten BG-20 und BG-20/1, s. 3.10.
4.05 Einstellung und Kontrolle des richtigen Tonbandlaufes und der Magnetköpfe 4.051 Einstellung des Banddruckhebels Siehe BG-20
4.052 Voreinstellung der Druckfeder Siehe BG-20
4.053 Einstellung der Kupplungsoberteile Siehe BG-20
4.054 Einstellung des Bremsmagneten und der Bremsen Siehe BG-20
4.055 Einstellung und Kontrolle der richtigen Tonbandhöhe und der Umschlingung am Löschkopf Siehe BG-20 und BG-20/1.
4.056 Einstellung des Sprechhörkopfes und des Gehäuses des Sprechhörkopfes Siehe BG-20 und BG-20/2 5.05
Einstellung des Gehäuses des Sprechhörkopfes Die Geräte der Typen BG-20/2, BG-20/3 und zum Teil BG-20/4 (ca. bis Fertigungs-Nr. 122.24.01722) haben an der Abschirmklappe des Sprechhörkopfes eine Schwammgummirolle zum Bandandruck an den Sprechhörkopfspalt. Ist diese Schwammgummirolle fehlerhaft, so ist in jedem Falle eine Klappe, vollst. Mit Filzandruckfeder einzubauen siehe 3.13. Schraube des Abschirmgehäuse-Deckels lösen und Deckel abnehmen. Kopfschraube etwas lockern. Band einlegen. Diese Einstellung führt man zweckmäßigerweise vorerst einmal in Stellung „Halt“ des Gerätes durch und drückt durch Hand mittels Andruckhebels 1 - Bild 1 - das Band an den Kopf an. In dieser Stellung das Gehäuse so verschieben, daß die Filzandruckfeder das Tonband leicht an den Spalt des Sprechhörkopfes drückt. Bei höherem Andruck der Feder wird nach kurzer Zeit der Sprechhörkopf eingeschliffen, was sich hauptsächlich durch mangelhafte Höhenwiedergabe bemerkbar macht. Darauf achten, daß die Schwammgummirolle rund läuft. Ein zu großer Radialschlag der Rolle wirkt sich durch kurzzeitige Lautstärkeschwankungen (Amplitudenmodulation) bei der Aufnahme und bei der Wiedergabe aus. In diesem Falle ist die Klappe mit der Rolle zweckmäßgerweise gegen eine Klappe mit Filzandruckfeder 1 - Bild 33 - auszuwechseln. Siehe auch 3.13. Es ist darauf zu achten, daß bei Lauf des Bandes die Rolle nicht auf dem Kopf radiert, sondern lediglich auf dem Band abläuft. Vorsicht! Darauf achten, daß durch diese Einstellung die symmetrische Umschlingung des Kopfes nicht verändert wird! Die Schirmklappe muß das Gehäuse an allen 4 senkrechten Kanten gleichzeitig leicht berühren. In angedrücktem Zustand muß die Klappe (hintere Kante der unteren Aussparung) auf den beiden waagerecht stehenden Nasen des Gehäusebodens aufsitzen. Dadurch ist gewährleistet, daß die Klappe weder von außen noch durch das Tonband seitlich nach links oder echts verdrückt werden kann. Gegebenfalls Nasen am Gehäuseboden bzw. Laschen an der Klappe vorsichtig nachjustieren. Der Gummistöpsel 9 - Bild 1 - muß die Klappe mit einer Kraft von 50 … 100 p andrücken. Messung mit Kontaktfederwaage 50 … 100 p an rechter oberer Ecke der Klappe vornehmen. Deckel auf Gehäuse setzen und verschrauben. Es ist darauf zu achten, daß die Vorderkante des Deckels parallel zur Oberkante der Abschirmklappe steht. Beim Gerät BG-20/4 ist das Unterteil des Abschirmgehäuses aus einem Stück gezogen (ca. ab Fertigungs-Nr. 122.24.5001). An der mechanischen Einstellung ändert sich deshalb nichts.
4.057 Einstellung und Kontrolle des Bandzuges Siehe BG-20
4.058 Kontrolle des Umspulvorganges Siehe BG-20
4.059 Einstellung der Bandgeschwindigkeit und der Gummiandruckrolle
Vorbereiten des Tonbandes Tonband auflegen und schnellen Vorlauf einschalten, bis sich auf beiden Seiten ungefähr die gleiche Seite 26 Menge Band befindet. Halt-Taste drücken, Tonband zerschneiden und einige Meter Stroboskopband 2% (Bezugsmöglichkeit: VEB Meßgerätewerk Zwönitz) einkleben. Für die Einstellung der Bandgeschwindigkeit und der Gummiandruckrolle müssen das Netzteil und der Entzerrer vom Chassis entfernt werden. Netzteil und Entzerrer mit Adapter am Laufwerk anschließen. Die Einstellung darf nur bei U = 220 V/50 Hz vorgenommen werden. Gerät einschalten und schnellen Vorlauf drücken, bis zum Anfang des in der Mitte eingeklebten Stroboskopbandes. „Halt“ drücken, „Wiedergabe“ drücken und eingeschaltete Glimmlampean das Stroboskopband halten - Bild 15.Bei den Geräten der Typen BG-20/3 und BG-20/4 wird die Bandgeschwindigkeit bei v = 19,05 cm/s geprüft. Die Glimmlampe kann bei der Prüfung der Bandgeschwindigkeit 19,05 cm/s direkt aus dem Netz gespeist werden und erzeugt damit 100 Blitze/s (positive + negative Halbwelle). Bei der Prüfung der Bandgeschwindigkeit 9,5 cm/s (beim Gerät BG-20/2) sind die Stroboskopmarkierungen bei laufendem Band nur sehr undeutlich zu erkennen. Man schaltet daher zweckmäßigerweise vor die Glimmlampe einen Gleichrichter und erhält eine Blitzfrequenz von 50 Hz. Damit lassen sich die Stroboskopmarkierungen sowohl bei v = 9,5 cm/s als auch bei v = 19,05 cm/s Bandgeschwindigkeit sehr gut erkennen. Bei richtig eingestellter Bandgeschwindigkeit (max. Abweichung ± 2%) dürfen sich die beiden Markierungenscheinbar nicht in gleicher Richtung bewegen. Die Geschwindigkeit stimmt dann genau mit der Sollgeschwindigkeit überein, wenn beide Markierungen scheinbar mit der gleichen Geschwindigkeit gegeneinander laufen.. Bei den Geräten BG-20/2, BG-20/3 und BG-20/4 ist ein Nachstellen der Bandgeschwindigkeit nur bei v = 9,5 cm/s mit Drehzahlregelung des Motors durch Verstellen des Vorwiderstandes W 44 - Bild 27 - möglich. Stimmt bei den Geräten BG-20/3 und BG-20/4 die tatsächliche Bandgeschwindigkeit bei 19,05 cm/s nicht mit der Sollgeschwindigkeit überein, so sind die einzelnen Laufteile auf eventuelle Schwergängigkeit zu überprüfen. Läuft das Gerät zu schnell, so ist u. U. der Trieblingedurchmesser des Gerätes zu verkleinern.
4.06 Einstellung der Kontaktfedersätze
4.061 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 12 - Bild 26 - auf Montageplatte Siehe BG-20/1.
4.062 Einstellung des Federsatzes Sch 13 - Bild 26 - auf Montageplatte Siehe BG-20/1.
5.01 Prüfmittel Siehe BG-20. Zusätzlich ein Agfa-Meßband für 9,5 cm/s.
5.02 Vorbereitung des Gerätes Siehe BG-20. Hinzu kommt noch, daß das BG-20/2 einen getrennten Motorschalter besitzt. Der Motor wird eingeschaltet, in dem der Motorschalter (links von der Zähluhr) nach vorn geschaltet wird.
5.03 Gleich- und Wechselspannungsmessungen Alle wichtigen Gleich- und Wechselspannungen sind aus dem beiliegenden Schaltbild für BG-20/2 zu entnehmen. Natürlich sind die dort angegebenen Spannungen nur als Richtwerte zu betrachten.
5.04 Brummkompensation und Messung der Fremdspannung Siehe BG-20. Für diese Einstellung muß jedoch der Motor mit eingeschaltet werden.
5.05 Eintaumeln des Sprechhörkopfes SH 1 und optische Spurkontrolle Siehe BG-20. Regler W 11 voll aufdrehen. Röhrenvoltmeter an Bu 2/3 Bu 2/2 anschließen. Alle Stahlteile sowie Köpfe antmagnetisieren. Agfa-Meßband für 9,5 cm/s auflegen und einmal auf dem Prüfling umspulen. Beim Abspielen des Teiles für die Spalteinstellung mittels der linken hinter dem Sprechhörkopf sitzenden Schraube denselben so einstellen, daß am Röhrenvoltmeter maximale Spannung angezeigt wird. Beim Verstellen dieser Schraube muß ein eindeutiges Spannungsmaximum meßbar sein. Besondere Beachtung ist dabei der Schwammgummirolle zu schenken, die an der Abschirmklappe des Tonkopfabschirmgehäusesbefestigt ist. Diese Rolle muß das Band direkt am Kopfspalt leicht andrücken. Die Andruckkraft darf dabei ca. 10 … 15 p betragen. Diese Andruckkraft ist dann eingestellt, wenn sich die Gegenfeder 1 - Bild 24 - für die Halterung der Schwammgummi8rolle im angedrückten Zustand nur unmerklich durchbiegt. Weiterhin ist darauf zu achten, daß die Rolle nur auf dem Band abläuft, also nicht auf dem Druckstück des Kopfes radiert.Gleichzeitig muß die Spur und Umschlingung des Bandes am Kopf kontrolliert werden (s. auch Einstellanweisung mechanisch). Das Blechpaket des Sprechhörkopfes soll ca. 0,1 … 0,2 mm oberhalb des vorbeilaufenden Bandes sichtbar sein (Sicherheit gegen Übersprechen). Am Löschkopf dagegen muß die Bandoberkante mit der Oberkante des Maniferringes abschließen. Sollte eine Höhenkorrektur mettels der rechts hinter dem Sprechhörkopf sitzenden Madenschraube notwendig geworden sein, so ist nochmals nachzutaumeln, danach beide Schrauben verlacken.
5.06 Abgleich des HF-Generators sowie Einstellung des Löschstromes Siehe BG-20/1
5.061 Kontrolle der Tricktaste Siehe BG-20/1
5.062 Abgleich des Sperrkreises Dr 3 Siehe BG-20/1
5.07 Einstellung des HF-Vormagnetisierungsstromes Siehe BG-20/1. Der Mindestwert des einzustellenden Vormagnetisierungsstromes darf 1,2 mA nicht unterschreiten
5.08 Einstellung des Wiedergabefrequenzganges mit Meßband Siehe BG-20/1, jedoch mit dem Unterschied, daß für das BG-20/2 ein Meßband 9,5 cm/s verwendet wird. Außerdem W 42 an Stelle W 40.
5.09 Vollasusteuerung über Band Siehe BG-20/1
5.091 Bestimmung des Klirrfaktors k3 Siehe BG-20 - 5.09 -
5.10 Bestimmung des Fremdspannungsabstandes Siehe BG-20
5.11 Bestimmung der Übersprechdämpfung Siehe BG-20
5.12 Gehörmäßige Überprüfung der Löschdämpfung Siehe BG-20/1
5.13 Messung des Frequenzganges bei Aufnahme, Wiedergabe und über Band
5.131 Abgleich des Resonanzkreises Dr 5 C 9 / C 10 An Bu 2/1 Bu 2/2 ca. 2,5 mV, f = 10kHz anlegen. 100 Ohm Meßwiderstand in kaltes Sprechhörkopfende einlöten. Daran Röhrenvoltmeter anschließen (siehe BG-20 - 5.07 -). Regler Seite 27 W 11 voll aufgedreht. Einstellregler W 43 auf 0 Ohm stellen. Sch 14/15 auf 9,5 cm/s schalten. Rö 3 (EL84) ziehen bzw. HF-Generator kurzschließen, damit sich keine Fehlmessung ergibt. Aufnahmetaste betätigen. Mit dem Kern der Dr 5 - Bild 25 - nunmehr auf Spannungsmaximum am Röhrenvoltmeter einstellen. Danach mit dem Einstellregler W 43 die Änderung der Anhebung kontrollieren. Die am Röhrenvoltmeter angezeigte Spannung muß sich beim Eindrehen des Reglers stark verringern lassen. (Beim Drehen des Reglers nach rechts erhöht sich der Widerstand und damit verringert sich die Höhe der Spannung bei den hohen Frequenzen.)
5.132 Messung des Aufnahmefrequenzganges Meßschaltung wie unter 5.131. Es werden Meßfrequenzen 60 333 1000 3500 7500 10000 12000 Hz angelegt. Die Eingangsspannung beträgt ca. 2,5 mV konstant für alle Frequenzen. Die Messung des NF-Kopfstromes erfolgt durch Messung des Spannungsabfalles am Meßwiderstand für jede Frequenz. Die sich daraus ergebene Kurve muß einen ähnlichen Verlauf der im Bild 50 dargestellten haben. Ist dies nicht der Fall, so sind zuerst die Spannungen an den Röhren und dann die dem jeweiligen Fehler entsprechenden Bauelemente zu überprüfen. Ursprünglichen Zustand am Gerät wieder herstellen.
5.133 Messung des Wiedergabefrequenzganges Die unter 5.132 angeführten Meßfrequenzen entsprechend der Meßschaltung (Bild 51) einspeisen. Die Eingangsspannung ist für alle Frequenzen konstant zu halten. An Bu 2/3 Bu 2/2 Röhrenvoltmeter anschließen. Wiedergabetaste betätigen. Die sich aus den einzelnen Ausgangsspannungen ergebende Kurve muß einen ähnlichen Verlauf nehmen wie die im Bild 51 dargestellte. Mit dem Einstellregler W 42 ist die Änderung der Anhebeung bei 10 kHz zu kontrollieren. (Ähnlich W 43 unter 5.132) Ist dies nicht der Fall, so ist wie unter 5.132 zu verfahren. Für das schnelle Auffinden schwieriger Fehler empfiehlt es sich die unter 5.132 und 5.133 beschriebenen Messungen durchzuführen. Auch bei großen Abweichungen in der Messung des Frequenzganges über Band kann beim Messen nach 5.132 und 5.133 der Fehler schnell ermittelt werden. Eventueller Sprechhörkopfwechsel siehe BG-20/1 5.134.
5.134 Messung des Frequenzganges über Band An Bu 2/1 - Bu 2/2 ca. 2,5 mV für folgende Meßfrequenzen anlegen: 60-333-1000-3500-7500-9000 Hz. Die Eingangsspannung muß für alle Frequenzen konstant gehalten werden. Regler W 43 auf 0 Ohm stellen. W 11 voll aufdrehen. Aufnahmetaste betätigen. Die aufgesprochenen Frequenzen abhören und gleichzeitig an Bu 2/3 Bu 2/2 die Wiedergabespannung für die einzelnen Frequenzen mit Röhrenvoltmeter messen. Es muß sich ein Frequenzgang ergeben, der in das Toleranzfeld - Bild 52 - eingeordnet werden kann. Sollten die hohen Frequenzen zu stark angehoben sein, so ist der Einstellregler W 43 entsprechend zu verändern und die Aufnahme nochmals zu wiederholen. Außerdem ist unbedingt auf das unter 5.05 Gesagte bezüglich der Schwammgummirolle zu achten, da eine falsche Einstellung derselben auch großen Einfluß auf den Frequenzgang haben kann. Kurvenverlauf des Frequenzganges s. Bild 53
5.14 Überprüfung der Kopfentmagnetisierung Siehe BG-20/1
5.15 Geräusche
5.151 Geräusche durch schlechte Kontaktgabe Siehe BG-20/1 - 5.152 -
5.152 Aufgezeichnete Geräusche auf Band Siehe BG-20/1 - 5.152 -
5.16 Statische Aufladung des Bandes Siehe BG-20
5.17 Gehörmäßige Überprüfung des Gerätes Hierfür gilt das für das BG-20/1 Gesagte. Jedoch ist noch zu beachten, daß sich die trägen Sektoren der Rö 4 (EM 11) nur bis auf ca. 2 mm schließen.
5.18 Prüfung des Gerätes bei ± 10% Netzspannungsänderung Siehe BG-20 - 5.19 -
6. Schmiervorschrift Siehe BG-20
7. Hinweise für die Fehlersuche Siehe BG-20
8. Technische Daten der bewickelten Bauelemente und Magnetköpfe
Bu 1 Flanschsteckdose 8433.004-02345 Bz (5) Bu 2 Flanschsteckdose 8433.004-02345 Bz (5) Bu 3 Buchsenplatte, vollst. 8433.004-01153 (5) Bu 4 Buchsenplatte, vollst. 8433.004-01153 (5) Bu 5 Bis Bu 9 Bu 11 Bu 12 Fassung FN 2 DIN 41559 P Bu 10 Steckerbuchse 3,5 RFT-N 506.012
Dr 1 Drossel 0456.999-10251 Bv (5) Dr 2 Drossel 0456.999-10249 Bv (5) Dr 3 Drossel 0456.999-10247 Bv (5) Dr 4 Drossel 0458.999-90012 Bv (5) Dr 5 Drossel 8433.004-01637 Bv (4)
Gr 1 Gleichrichter komb. bestehend aus: Gr 1/1 Selengleichrichter 1/2B300/240-0,08 fs (A25)24 Gr ½ Selengleichrichter 1/2B300/240-0,08 fs (A25)24 Gr 2 Selengleichrichter B20/15-0,6 fs (D20)4 Gr 3 Kupferoxydulgleichrichter S 5b
KM 1 Kraftmagnet 0458.999-90011 Bv (5) KM 2 Kraftmagnet 0458.999-90011 Bv (5) KM 3 Kraftmagnet 0458.999-90009 Bv (5) KM 3 Kraftmagnet 0458.999-90009 Bv (5)
KL 1 Trennklinke 3056.001-00001
LK 1 Löschkopf 8441.008-01001 Bv
Lt 1 Lautsprecher P95/155 ohne Trafo
Mo 1 Antriebsmotor 8433.004-01606 Bz (3)
Rö 1 Röhre EF 86 Rö 2 Röhre ECC 81 Rö 3 Röhre EL 84 Rö 4 Röhre EM 11
Seite 29 Reparaturanweisung BG-20/3 von Fertigungs-Nr. 122.18.0001 bis 122.22.0004
1. Technische Angaben
2. Wartung des Gerätes
3. Auswechseln von Einzelteilen
4. Einstellvorschrift (mechanisch) 4.044 Einstellung der Tonrolle
5. Elektrische Prüfung 5.01 Prüfmittel 5.02 Vorbereitung des Gerätes 5.03 Gleich- und Wechselspannungsmessungen 5.04 Brummkompensation und Messung der Fremdspannung 5.05 Eintaumeln des Sprechhörkopfes SH 1 und optische Spurkontrolle 5.06 Abgleich des HF-Generators sowie Einstellung des Löschstromes 5.061 Kontrolle der Tricktaste 5.062 Abgleich des Sperrkreises Dr 3 5.07 Einstellung des HF-Vormagnetisierungsstromes 5.08 Einstellung des Wiedergabefrequensganges mit Meßband 5.09 Vollaussteuerung über Band 5.091 Bestimmung des Klirrfaktors k3 5.092 Aussteuerungskontrolle in der Stellung „Halt“ 5.10 Bestimmung des Fremdspannungsabstandes 5.11 Bestimmung der Übersprechdämpfung 5.12 Gehörmäßige Überprüfung der Löschdämpfung 5.13 Messung des Frequenzganges bei Aufnahme, Wiedergabe und über Band 5.131 Abgleich des Resonanzkreises Dr 5 - C 9 C 10 5.132 Messung des Aufnahmefrequenzganges bei 9,5 cm/s 5.1321 Messung des Aufnahmefrequenzganges bei 19,05 cm/s 5.133 Messung des Wiedergabefrequenzganges bei 9,5 cm/s 5.1331 Messung des Wiedergabefrequenzganges bei 19,05 cm/s 5.134 Messung des Frequenzganges über Band bei 9,5 cm/s 5.1341 Messung des Frequenzganges über Band bei 19,05 cm/s 5.14 Überprüfung der Kopfentmagnetisierung 5.15 Geräusche 5.151 Geräusche durch schlechte Kontaktgabe 5.152 Aufgezeichnete Geräusche auf Band 5.16 Statische Aufladung des Bandes 5.17 Gehörmäßige Überprüfung des Gerätes 5.18 Prüfung des Gerätes bei ± 10% Netzspannungsänderung
6. Schmiervorschrift
7. Hinweise für die Fehlersuche
8. Techn. Daten der bewickelten Bauelemente und Magnetköpfe
9. Schaltteillistenauszug
10. Anlagen
Seite 30 1. Technische Angaben Siehe auch BG 20
Technische Daten
Spannungsart : Wechselspannung Betriebsspannung : 110/125/150/220/240 V Leistungsaufnahme: ca. 70 W Röhrenbestückung : EF 86, ECC 81, EL 84, EM 11 2 Selengleichrichter Ausgangsleistung : ca.2,5 W Lautsprecher: 1 Stck. permanent-dynamischer Ovallautsprecher 1,5 W Bandgeschwindigkeit : 19,05 cm/s und 9,5 cm/s umschaltbar Frequenzbereich 19,05 cm/s: 60 ... 12000 Hz nach DIN 45511 Frequenzbereich 9,5 cm/s: 60 ... 9000 Hz nach DIN 45511 Empfohlene Bandsorte: CH-Band bzw. CH-Langspielband von Agfa Wolfen Aussteuerungskontrolle: Magisches Auge (bei Aufnahme und Wiedergabe und Halt in Betrieb) Spielzeitkontrolle: Bandzähluhr Spieldauer bei 19,05 cm/s: 2X30 min mit CH-Band, 2X45 min mit CH-Langspielband Spieldauer bei 9,5 cm/s: 2X60 min mit CH-Band, 2X90 min mit CH-Langspielband Größte Bandspule : 178 mm Antrieb: polumschaltbarer Asynchronmotor Umspulzeit bei 19,05 cm/s: ca. 1,75 min Umspulzeit bei 9,5 cm/s: ca. 3,5 min Spursystem : Doppelspur nach internationaler Spurlage Fremdspannungsabstand: ≥ 40 dB Kurzzeitige Geschwindigkeitsschwankungen (FM): bei 19,05 cm/s ≤ 0,3% Kurzzeitige Geschwindigkeitsschwankungen (FM): bei 9,5 cm/s ≤ 0,5% Amplitudenmodulation (AM) bei 19,05 cm/s ≤ 20% Amplitudenmodulation (AM) bei 9,5 cm/s ≤ 20% Löschung und Vormagnetisierung : Hochfrequenz ca. 60 kHz Eingänge: 1. 5 ... 400 mV für Mikrofone 2. 0,04 ...2,5 V für Rundfunkempfänger bzw. Tonabnehmer 3. 1,0 ... 80 V für Rundfunkempfänger (ältere Typen) Ausgänge: 1. ca. 1,0 V an 8 kOhm 2. für Lautsprecher ca. 2,5 W an 5 Ohm Überblendmöglichkeit: Tricktaste
Sicherung 1/2/3, Abmessungen siehe BG-20 Gewicht: Chassis ca. 11 kp, Koffer ca. 15,5 kp Eine ausführliche Beschreibung wurde in der Zeitschrift „Radio und Ferndehen“ Heft 5/58 veröffentlicht.
2. Wartung des Gerätes Siehe BG-20
3. Auswechseln von Einzelteilen Der Laufwerk-Aufbau des Gerätes BG-20/3 hat sich gegenüberdem des Gerätes BG-20/2 nicht geändert, so daß alle Punkte dieses Abschnittes aus dem Abschnitt 3 der Reparaturanweisung für BG-20/2 hervorgehen.
4. Einstellvorschrift mechanisch Die Einstellung der Teile des Gerätes BG-20/3 erfolgt wie die der Teile des Gerätes BG-20/2 (siehe dort). Geringfügige Änderungen ergeben sich lediglich in folgendem Punkt:
4.044 Einstellung der Tonrolle Beim BG-20/3 - ca. ab Fertigungsnummer 122.18.0001 und beim BG-20/4 ist der Träger auf den Auflagen des Chassis verstiftet, so daß beim Montieren der Brückenstütze die senkrechte Stellung der Tonachse zur Montageplatte von vornherein gewährleistet ist, wenn die Löcher der Brückestütze in die Stifte der Auflage eingepaßt werden. Der Träger darf nicht gedreht werden.
5. Elektrische Prüfung Allgemeines: Siehe BG-20
5.01 Prüfmittel Siehe BG-20, zusätzlich ein Agfa-Meßband für 9,5 cm/s.
5.02 Vorbereitung des Gerätes Siehe BG-20. Zu beachten ist allerdings hierbei, daß der für BG-20/2 verwendete Motorausschalter als Umschalter für die Bandgeschwindigkeiten dient. Wird der Schalter in Richtung Zähluhr geschaltet, so läuft das Gerät mit einer Bandgeschwindigkeit von 19,05 cm/s. Beim Umlegen des Schalters nach hinten läuft das Gerät mit einer Bandgeschwindigkeit von 9,5 cm/s.
5.03 Gleich- und Wechselspannungsmessungen Alle wichtigen Gleich- und Wechselspannungen sind aus dem beiliegenden Schaltbild für BG-20/3 zu entnehmen. Natürlich sind die dort angegebenen Spannungen nur als Richtwerte zu betrachten.
5.04 Brummkompensation und Messung der Fremdspannung Regler W 11 voll aufdrehen. Röhrenvoltmeter an Bu 2/3 Bu 2/2 anschließen. Das Gerät BG-20/3 besitzt 2 Kompensationsspulen (Dr 4 und Dr 7). Es wird zweckmäßigerweise mit der Kompensation bei 19,05 cm/s begonnen. Dazu mit der rechts hinter dem Sprechhörkopf sitzenden Kompensationsspule Dr 4 - Bild 26 - Fremdspannungsminimum am Röhrenvoltmeter einstellen. Nach dem Umschalten des Bandgeschwindigkeitsumschalters (Sch 14/15) 1 Bild 26 auf 9,5 cm/s wird die evtl. höher liegende Fremdspannung mit der an dem Abschirmdeckel des Sprechhörkopfes angeschraubten Kompensationsspule Dr 7 - Bild 26 - ebenfalls auf Minimum gebracht. Die rechts hinter dem Sprechhörkopf liegende Kompensationsspule dient also zur grundsätzlichen Einstellung des Fremdspannungsminimums, während mit der am Abschirmdeckel befestigten die Unterschiede durch die Bandgeschwindigkeitsumschaltung ausgeglichen werden. Die sich nun bei beiden Bandgeschwindigkeiten einstellenden Fremdspannungen dürfen nicht wesentlich voneinander abweichen. Sollwert ≤ 10 mV. Danach beide Spulen mit Duosan festkleben. Die Lage der Spulen ist so zu wählen, daß diese nach bzw. beim Aufschrauben der Abdeckplatte nicht verdrückt werden können.
5.05 Eintaumeln des Sprechhörkopfes SH 1a und optische Spurkontrolle Siehe BG-20/2
5.06 Abgleich des HF-Generators sowie Einstellung des Löschstromes Siehe BG-20/1
5.061 Kontrolle der Tricktaste Siehe 5.07
5.062 Abgleich des Sperrkreises Dr 3 Siehe BG-20/1
5.07 Einstellung des HF-Vormagnetisierungsstromes Siehe BG-20/2. Der Mindestwert des einzustellenden Vormagnetisierungsstromes wird sich in der Größenordnung 1,5 … 2 mA bewegen. Zur genaueren Einstellung des Vormagnetisierungsstromes gilt folgende Farbmarkierung:
Farbmarkierung / Höhe des Vormagnetisierungsstromes: weiß / c. 2,5 mA gelb / ca. 2,0 mA grün / ca. 1,6 mA blau / ca. 1,3 mA braun / ca. 1,0 mA schwarz / ca. 1,0 mA
Seite 31 Diese Werte können natürlich nur als Richtwerte betrachtet werden. Die Farbmarkierung ist auf den oben auf dem Kopf sichtbaren Befestigungsschrauben angebracht (Schrauben sind farbig ausgelegt). Außerdem ist auf dem oberen Druckstück eine Farbmarkierung angebracht, die auch im eingebauten Zustand des Kopfes sichtbar ist. Damit kann ein Aufschrauben des Abschirmgehäuses entfallen (s. Bild 28). Nach erfolgter Einstellung des Vormagnetisierungsstromes ist die Meßschaltung zu belassen und der Löschstrom mittels Tricktaste (Mithörhebel) 2 - Bild 26 - zu unterbrechen. Durch Verdrehen des Kernes der Dr 6 - Bild 27 - ist in diesem Zustand auf gleichen Strom einzustellen wie im normalen Betriebszustand. Dadurch wird erreicht, daß sich der Vormagnetisierungsstrom bei Betätigen der Tricktaste nicht erhöht. Unter Umständen kann sogar die Höhe des Vormagnetisierungsstromes bei Betätigung der Tricktaste verringert werden, um die Dämpfung der vorhandenen Aufzeichnung so gering als möglich zu halten.
5.08 Einstellung des Wiedergabefrequenzganges mit Meßband Siehe BG-20/1. Jedoch muß hier der Wiedergabekanal für 9,5 cm/s und 19,05 cm/s getrennt eingemessen werden. Dazu sind getrennte Meßbänder von Agfa Wolfen erforderlich. Die Einstellung des Wiedergabefrequenzganges bei 9,5 cm/s erfolgt mittels Einstellregler W 42, bei 19,05 cm/s mittels Einstellregler W 40.
5.09 Vollasusteuerung über Band Siehe BG-20/1. Jedoch muß diese Messung für beide Bandgeschwindigkeiten getrennt durchgeführt werden. Die Eingangsspannung an Bu 2/1 beträgt ca. 25 mV. Die Wiedergabespannung, gemessen an Bu 2/2-Bu 2/2, muß dabei ca. 1 V an 8 kOhm (W 10) betragen.
5.091 Bestimmung des Klirrfaktors k3 Siehe BG-20 - 5.09 -, jedoch für beide Bandgeschwindigkeiten.
5.092 Aussteuerungskontrolle in der Stellung „Halt“ Vor dem Betätigen der Aufnahmetaste ist mittels des rechts neben der Wiedergabetaste liegenden Mithörhebels die Funktion der Aussteuerungskontrolle in der „Haltstellung“ zu kontrollieren. Beim Verschieben dieses Hebels nach links muß an der EM 11 (Rö 4) Aussteuerung angezeigt werden. In der Ruhestellung dieses Hebels darf dies nicht der Fall sein.
5.10 Bestimmung des Fremdspannungsabstandes Siehe BG-20. Jedoch für beide Bandgeschwindigkeiten getrennt.
5.11 Bestimmung der Übersprechdämpfung Siehe BG-20. Jedoch genügt es, die Beurteilung bei 19,05 cm/s vorzunehmen.
5.12 Gehörmäßige Überprüfung der Löschdämpfung Siehe BG-20/1. Jedoch genügt es, die Beurteilung bei 19,05 cm/s vorzunehmen.
5.13 Messung des Frequenzganges bei Aufnahme, Wiedergabe und über Band
5.131 Abgleich des Resonanzkreises Dr 5 C 9 / C 10 Siehe BG-20/2.
5.132 Messung des Aufnahmefrequenzganges bei 9,5 cm/s Siehe BG-20/2. Kurvenverlauf s. Bild 54.
5.1321 Messung des Aufnahmefrequenzganges bei 19,05 cm/s Siehe BG-20/2 5.132. Die Meßfrequenzen sind auf 13,5 und 15 kHz zu erweitern. Mit dem Einstellregler W 41 ist die Änderung der Anhebung bei ca. 13,5 kHz zu kontrollieren. Kurvenverlauf s. Bild 54.
5.133 Messung des Wiedergabefrequenzganges bei 9,5 cm/s Siehe BG-20/2. Kurvenverlauf s. Bild 55.
5.1331 Messung des Wiedergabefrequenzganges bei 19,05 cm/s Siehe BG-20/2 -5.133-, allerdings sind die Meßfrequenzen wie unter 5.1321 zu erweitern. Mit dem Einstellregler W 40 ist die Anhebung bei ca. 13,5 kHz zu kontrollieren. Kurvenverlauf s. Bild 55.
5.134 Messung des Frequenzganges über Band bei 9,5 cm/s Siehe BG-20/2. Kurvenverlauf s. Bild 56.
5.1341 Messung des Frequenzganges über Band bei 19,05 cm/s Meßschaltung wie unter 5.134. Meßfrequenzen: 60-333-1000-3500-7500-10000-12000 Hz. Regler W 41 auf 0 Ohm stellen. Ansonsten ist so wie unter 5.134 beschrieben zu verfahren. Das Toleranzfeld für den Frequenzgang über Band bei 19,05 cm/s s. Bild 38. Kurvenverlauf s. Bild 56.
5.14 Überprüfung der Kopfentmagnetisierung Siehe BG-20/1
5.15 Geräusche
5.151 Geräusche durch schlechte Kontaktgabe Siehe BG-20/1
5.152 Aufgezeichnete Geräusche auf Band Siehe BG-20/1
5.16 Statische Aufladung des Bandes Siehe BG-20
5.17 Gehörmäßige Überprüfung des Gerätes Siehe BG-20/1 bzw. BG-20/2. Die Überprüfung ist bei beiden Bandgeschwindigkeiten durchzuführen..
5.18 Prüfung des Gerätes bei ± 10% Netzspannungsänderung Siehe BG-20
6. Schmiervorschrift Siehe BG-20
7. Hinweise für die Fehlersuche Siehe BG-20
8. Technische Daten der bewickelten Bauelemente und Magnetköpfe
Bu 1 Flanschsteckdose 8433.004-02345 Bz (5) Bu 2 Flanschsteckdose 8433.004-02345 Bz (5) Bu 3 Buchsenplatte, vollst. 8433.004-01153 (5) Bu 4 Buchsenplatte, vollst. 8433.004-01153 (5) Bu 5 Bis Bu 9 Bu 11 Bu 12 Fassung FN 2 DIN 41559 P Bu 10 Steckerbuchse 3,5 RFT-N 506.012
Seite 32 Dr 1 Drossel 0456.999-10251 Bv (5) Dr 2 Drossel 0456.999-10249 Bv (5) Dr 3 Drossel 0456.999-10247 Bv (5) Dr 4 Drossel 0458.999-90012 Bv (5) Dr 5 Drossel 8433.004-01637 Bv (4) Dr 6 Drossel 8433.004-01669 (4) Dr 7 Drossel 0458.999-90012 Bv (4)
Gr 1 Gleichrichter komb. bestehend aus: Gr 1/1 Selengleichrichter 1/2B300/240-0,08 fs (A25)24 Gr ½ Selengleichrichter 1/2B300/240-0,08 fs (A25)24 Gr 2 Selengleichrichter B20/15-0,6 fs (D20)4 Gr 3 Kupferoxydulgleichrichter S 5b Gr 4 Kupferoxydulgleichrichter S 5b
KM 1 Kraftmagnet 0458.999-90021 Bv (5) KM 2 Kraftmagnet 0458.999-90021 Bv (5) KM 3 Kraftmagnet 0458.999-90009 Bv (5) KM 3 Kraftmagnet 0458.999-90009 Bv (5)
KL 1 Trennklinke 3056.001-00001
LK 1 Löschkopf 8441.008-01001 Bv
Lt 1 Lautsprecher P95/155 ohne Trafo
Mo 1 Antriebsmotor 8433.004-01606 Bz (3)
Rö 1 Röhre EF 86 Rö 2 Röhre ECC 81 Rö 3 Röhre EL 84 Rö 4 Röhre EM 11
Seite 33 Reparaturanweisung BG-20/4 von Fertigungs-Nr. 122.18.0001 bis 122.23.0001
1. Technische Angaben
2. Wartung des Gerätes
3. Auswechseln von Einzelteilen 3.04 Demontage des Entzerrers aus dem Chassis 3.13 Auswechseln der Schwammgummirolle 3.16 Auswechseln der Bandanzeige
4. Einstellvorschrift (mechanisch) 4.02 Meß- und Prüfmittel 4.044 Einstellung der Tonrolle 4.056 Einstellung des Sprechhörkopfes und des Gehäuses des Sprechhörkopfes 4.06 Einstellung der Kontaktfedersätze 4.061 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 12 und Sch 7/2 4.065 Einstellung des Schalthebels
5. Elektrische Prüfung 5.01 Prüfmittel 5.02 Vorbereitung des Gerätes 5.03 Gleich- und Wechselspannungsmessungen 5.04 Brummkompensation und Messung der Fremdspannung 5.041 Justieren des Schiebeschalters 5.05 Eintaumeln des Sprechhörkopfes SH 1a und optische Spurkontrolle 5.06 Abgleich des HF-Generators sowie Einstellung des Löschstromes 5.061 Kontrolle der Tricktaste 5.062 Abgleich des Sperrkreises Dr 3 5.07 Einstellung des HF-Vormagnetisierungsstromes 5.08 Einstellung des Wiedergabefrequensganges mit Meßband 5.09 Vollaussteuerung über Band 5.091 Bestimmung des Klirrfaktors k3 5.092 Aussteuerungskontrolle in der Stellung „Halt“ 5.10 Bestimmung des Fremdspannungsabstandes 5.11 Bestimmung der Übersprechdämpfung 5.12 Gehörmäßige Überprüfung der Löschdämpfung 5.13 Messung des Frequenzganges bei Aufnahme, Wiedergabe und über Band 5.131 Abgleich des Resonanzkreises Dr 5 - C 9 C 10 5.132 Messung des Aufnahmefrequenzganges bei 9,5 cm/s 5.1321 Messung des Aufnahmefrequenzganges bei 19,05 cm/s 5.133 Messung des Wiedergabefrequenzganges bei 9,5 cm/s 5.1331 Messung des Wiedergabefrequenzganges bei 19,05 cm/s 5.134 Messung des Frequenzganges über Band bei 9,5 cm/s 5.1341 Messung des Frequenzganges über Band bei 19,05 cm/s 5.14 Überprüfung der Kopfentmagnetisierung 5.15 Aufgezeichnete Geräusche auf Band 5.16 Statische Aufladung des Bandes 5.17 Gehörmäßige Überprüfung des Gerätes 5.18 Prüfung des Gerätes bei ± 10% Netzspannungsänderung
6. Schmiervorschrift
7. Hinweise für die Fehlersuche
8. Techn. Daten der bewickelten Bauelemente und Magnetköpfe
9. Schaltteillistenauszug
10. Anlagen
Seite 34 1. Technische Angaben Siehe auch BG 20
Technische Daten
Spannungsart : Wechselspannung Betriebsspannung : 110/125/150/220/240 V Leistungsaufnahme: ca. 60 W Röhrenbestückung : ECC 83, ECL 82, EM 11 2 Selengleichrichter Ausgangsleistung : ca.2 W Lautsprecher: 1 Stck. permanent-dynamischer Ovallautsprecher 1,5 W Bandgeschwindigkeit : 19,05 cm/s und 9,5 cm/s umschaltbar Frequenzbereich 19,05 cm/s: 60 ... 15000 Hz nach DIN 45511 Frequenzbereich 9,5 cm/s: 60 ... 10000 Hz nach DIN 45511 Empfohlene Bandsorte: CH-Band bzw. CH-Langspielband von Agfa Wolfen Aussteuerungskontrolle: Magisches Auge (bei Aufnahme und Wiedergabe und Halt in Betrieb) Spielzeitkontrolle: Bandzähluhr Spieldauer bei 19,05 cm/s: 2X30 min mit CH-Band, 2X45 min mit CH-Langspielband Spieldauer bei 9,5 cm/s: 2X60 min mit CH-Band, 2X90 min mit CH-Langspielband Größte Bandspule : 178 mm Antrieb: polumschaltbarer Asynchronmotor Umspulzeit bei 19,05 cm/s: ca. 1,75 min Umspulzeit bei 9,5 cm/s: ca. 3,5 min Spursystem : Doppelspur nach internationaler Spurlage Fremdspannungsabstand: ≥ 40 dB Kurzzeitige Geschwindigkeitsschwankungen (FM): bei 19,05 cm/s ≤ 0,3% Kurzzeitige Geschwindigkeitsschwankungen (FM): bei 9,5 cm/s ≤ 0,5% Amplitudenmodulation (AM) bei 19,05 cm/s ≤ 20% Amplitudenmodulation (AM) bei 9,5 cm/s ≤ 20% Löschung und Vormagnetisierung : Hochfrequenz ca. 60 kHz Eingänge: 1. 5 ... 400 mV für Mikrofone 2. 0,04 ...2,5 V für Rundfunkempfänger bzw. Tonabnehmer 3. 1,0 ... 80 V für Rundfunkempfänger (ältere Typen) Ausgänge: 1. ca. 1,0 V an 10 kOhm 2. für Lautsprecher ca. 2 W an 5 Ohm Überblendmöglichkeit: Tricktaste
Sicherung 1/2/3 Abmessungen und Gewicht: siehe BG-20 Eine Beschreibung des Gerätes BG-20/4 als Weiterentwicklung des BG-20/3 wurde in der Zeitschrift „Radio und Ferndehen“ Heft 11/59 veröffentlicht.
2. Wartung des Gerätes Siehe BG-20
3. Auswechseln von Einzelteilen Beim Gerät BG-20/4 sind gegenüber den Geräten BG-20/2 und BG-20/3 keine größeren Änderungen im mechanischen Teil des Gerätes vorgenommen worden. Deshalb behalten auch für diesen Abschnitt die Punkte des Abschnittes 3 der Reparaturanweisung für BG-20/2 Gültigkeit (siehe dort!). Änderungen haben sich in folgenden Punkten ergeben:
3.04 Demontage des Entzerrers aus dem Chassis Die in den Geräten BG-20 bis BG-20/3 vorhandenen Relais sind beim BG-20/4 durch einen Schiebeschalter ersetzt. Die Bedienung dieses Schalters erfolgt mit dem Hebel 1 - Bild 32. Die Demontage des Entzerrers erfolgt wie bei BG-20 beschrieben. Beim Einbau des Entzerrers ist beim BG-20/4 noch darauf zu achten, daß die Nase 2 - Bild 32 - des Schalthebels in die Aussparung der Schiebeschalterzunge 1 - Bild 31 - eingreift. Nach jedem Wiedereinbau des Entzerrers ist die richtige Einstellung des Schiebeschalters gemäß 4.065 zu kontrollieren.
3.13 Auswechseln der Schwammgummirolle 3 - Bild 24 Beim BG-20/4 ist nur bei den ersten Geräten noch die Schwammgummirolle an der Abschirmklappe des Sprechhörkopfes vorhanden. Ist diese Schwammgummirolle fehlerhaft, so ist in jedem Falle ein Austausch der Klappe, vollst., gegen eine Klappe, vollst., mit Filzandruckfeder vorzunehmen. Auswechseln ist in Reparaturanweisung für BG-20/2 beschrieben. Ab Fertigungsnummer 122.24.01723 der Type BG-20/4 ist anstelle der Schwammgummirolle eine Andruckfeder mit Filzbelag getreten - siehe 1 - Bild 33. Bei dieser Art des Bandandruckes ist keinerlei Wartung erforderlich. Einstellung des Andrucks dieser Feder siehe BG-20/4 4.056.
3.16 Auswechseln der Bandanzeige Siehe BG-20/1 Beim BG-20/4 ist mit den Befestigungsschrauben der Bandanzeige noch ein Winkel mit den Einstellreglern befestigt. Vorsicht beim Abschrauben, damit die Einstellregler nicht beschädigt werden!
4. Einstellvorschrift mechanisch Im wesentlichen gilt für diesen Punkt die Einstellvorschrift für BG-20/2, weil sich beim BG-20/4 gegenüber BG-20/2 keine größeren Änderungen im mechanischen Teildes Gerätes ergeben haben. Zu ändern bzw. zu erweitern sind folgende Punkte:
4.02 Meß- und Prüfmittel Die beim BG-20 angegebenen Meß- und Prüfmittel müssen durch folgende ergänzt werden: 1 Lehre 1,3 mm Stahlblech und 1 Lehre 0,3 mm Stahlblech für Einstellung unter 4.061.
4.044 Einstellung der Tonrolle Beim BG-20/4 ist der Träger auf den Auflagen des Chassis verstiftet, so daß beim Montieren der Brückenstütze die senkrechte Stellung der Tonachse zur Montageplatte von vornherein gewährleistet ist, wenn die Löcher der Brückestütze in die Stifte der Auflage eingepaßt sind.
4.56 Einstellung des Sprechhörkopfes und des Gehäuses des Sprechhörkopfes Siehe auch BG-20/2 3.13 Geräte der Type BG-20/4, ca. ab Fertigungsnummer 122.24.01723, besitzen anstelle der Schwammgummirolle an der Abschirmklappe des Sprechhörkopfes eine Blattfeder mit Filzbelag 1 - Bild 33. Beim Einstellen des Abschirmgehäuses des Sprechhörkopfes ist folgendes zu beachten: Bei nicht angedrückter Klappe muß die Blattfeder mit etwa 10 p Anlagekraft an der Abschirmklappe anliegen. Bei angedrückter Klappe muß die Blattfeder ca. 0,5 … 0,7 mm von der Abschirmklappe weggedrückt werden. Werden diese Bedingungen eingehalten, so wird das Tonband mit einer Kraft von etwa 15 p durch die Andruckfeder an den Sprechhörkopf spalt gedrückt. Bei zu großem Andruck kann der Sprechhörkopf durch das vorbeilaufende Tonband zu schnell eingeschliffen werden. Zu geringer Andruck macht sich u.U. durch Lautstärkeschwankungen, mangelnde Höhenaufnahme und wiedergabe und durch Leistungsverlust bemerkbar. Es ist darauf zu achten, daß das Tonband durch den Filz symmetrisch zum Spalt an den Sprechhörkopf angedrückt wird.
4.06 Einstellung der Kontaktfedersätze 4.61 Einstellung des Kontaktfedersatzes Sch 12 - Bild 26 - auf der Montageplatte Beim BG-20/4 befindet sich auf der Montageplatte hinter der Halttaste noch ein Kontakt Sch 7/2. Dessen Einstellung wird zweckmäßigerweise zusammen mit der Einstellung des Sch 12 vorgenommen: Seite 35 Drucktastensatz auf “Halt” schalten. Federsätze Sch 12 und Sch 7/2 in den Langlöchern des Befestigungswinkels so verschieben, daß sich zwischen dem Schaltpimpel von Sch 7/2 und der Halt-Taste ein Abstand von 0,3 mm und zwischen dem Pimpel von Sch 12/1 und der Aufnahmetaste ein Abstand von 1,3 mm ergibt. Dabei darf die Rücklauftaste in gedrückter Stellung nicht an die Federsatz-Pakete anstoßen. Nach beendeter Einstellung werden die Befestigungswinkel der Federsätze verstiftet. An den geschlossenen Kontakten muß eine Andruckkraft von ca. 40 p vorhanden sein. Ein Nachbiegen der Kontaktfedern darf nicht erfolgen.
4.65 Einstellung des Schiebeschalters und des Schalthebels 3 - Bild 32 Befestigungsschraube der kleinen Anschlagplatte des Hebels auf der Montageplatte um ca. 2 Gewindegänge lockern. Danach Hebel 3 - Bild 32 - durch Betätigen des Hebels 1 - Bild 32 - soweit nach links ziehen, daß sich zwischen Hebel 3 - Bild 32 - und der Aufnahmetaste ein Abstand von ca. 0,1 mm ergibt. Jetzt Anschlagplatte soweit nach rechts schieben, daß ihre rechte Kante am Schalthebel zur Anlage kommt. In dieser Stellung wird die kleine Anschlagplatte festgeschraubt. Damit ist gewährleistet, daß der eingestellte Abstand von ca. 0,1 mm zwischen Hebel und Aufnahmetaste bei Betätigung des Schaltgestänges nicht überschritten werden kann. Bei dieser Einstellung ist darauf zu achten, daß bei Stellung „Halt“ und bei Stellunh „Aufnahme“ jede Kontaktfeder des Schiebers jeweils auf 2 Kontakten der Kontaktbahn gleichmäßig aufliegt. Eine eventuelle notwendige Korrektur ist durch Lockern der beiden Befestigungsschrauben des Schiebeschalters und entsprechende Einstellung der Schiebeschaltbahn möglich.
5. Elektrische Prüfung
Allgemeines: Siehe BG-20
5.01 Prüfmittel Siehe BG-20, zusätzlich ein Agfa-Meßband für 9,5 cm/s.
5.02 Vorbereitung des Gerätes Siehe BG-20-3. Die Umschaltung des Entzerrers von „Wiedergabe“ auf „Aufnahme“ erfolgt durch Betätigen der Aufnahmesperre nach links. Dadurch wird ein Schiebeschalter (Sch 8) bewegt.
5.03 Gleich- und Wechselspannungsmessungen Alle wichtigen Gleich- und Wechselspannungen sind aus dem beiliegenden Schaltbild BG-20/4 zu entnehmen. Natürlich sind die dort angegebenen Spannungen nur als Richtwerte zu betrachten.
5.04 Brummkompensation und Messung der Fremdspannung
Siehe BG-20/3. Außerdem ist es erforderlich, in Stellung „Wiedergabe“ das Gitter Rö 1/1 (EC(C)83) gegen Masse kurzzuschließen. (Durchführen am Lötösenbrettchen links hinter dem Sprechhörkopf). Siehe auch Bild 20. Dabei ist mit dem Entbrummer W 49 - Bild 29 - auf Femdspannungsminimum am Röhrenvoltmeter abzugleichen.
5.041 Justierung des Schiebeschalters Sollte die Wiedergabe nicht gewährleistet sein, also auch keine Fremdspannungsanzeige, so kann der Schiebeschalter nach Lösen von 2 Schrauben im Entzerrerchassis im Langloch verschoben werden. Es muß jedoch darauf geachtet werden, daß beim Umschalten auf „Aufnahme“ diese Funktion auch gewährleistet ist. (S. a. 4.065.)
5.05 Eintaumeln des Sprechhörkopfes und optische Spurkontrolle Siehe BG-20/2. Ab Gerät 122.24.01723 wird in das BG-20/4 eine mit Filz belegte Andruckfeder 1 - Bild 33 - an Stelle der Schwammgummirolle eingebaut. Dabei ist darauf zu achten,daß der erforderliche Andruck im Mittel ca. 15 p beträgt und er Filz das Band auch einwandfrei am Spalt andrückt. Die Abschirmklappe, die diese Filzandruckfeder trägt, muß senkrecht zum Band stehen, damit der Filz das Band auf seiner gesamten Breite an den Spalt andrückt. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit geschaffen, das Abschirmgehäuse und den Sprechhörkopf voneinander unabhängig durch Lösen der Befestigungsschrauben zu verschieben.
5.06 Abgleich des HF-Generators sowie Einstellung des Löschstromes Grundsätzlich ist so zu verfahren wie bei BG-20/1 beschrieben. Es ist jedoch folgendes zu beachten: Die Geräte der Nr. 122.23.0001 … 122.23.5000 sind mit einem HF-Generator Tr 3 - Bild 30 - ausgerüstet, dessen Rückkopplungswicklung 8,5 Windungen beträgt, die eine Anzapfung bei 6,5 Windungen besitzt.Angeschlossen ist jedoch die volle Windungszahl 8,5 Windungen. Auf diese Geräte ist auch der beim BG-20/1, BG-20/2 und BG-20/3 verwendete Löschkopf aufgesetzt. Der Sollwert des sich einstellenden Löschstromes beträgt ca. 130 mA. Ab Gerät Nr. 122.24.0001 wird ein Doppelspaltlöschkopf verwendet. Die Rückkopplungswicklung des Generators hat hierbei 7,5 Windungen. Die Einstellung des Löschstromes ist dabei so vorzunehmen, daß zuerst auf Strommaximum mit dem Kern des HF-Generators (Tr 3) eingestellt wird und danach der Kern soweit eingedreht wird, daß sich ca. 80 … 100 mA einstellen. Der Doppelspaltlöschkopf benötigt weniger Strom um die gleiche Löschdämpfung zu erreichen. Als Mindestwert, der hierbei zu erreichen ist, gilt ca. 70 mA. Es ist demzufolge wichtig, daß bei Ersatzbestellungen von HF-Generatoren bzw. Löschköpfen genau angegeben wird, um welche Geräteausführung es sich handelt.
5.061 Kontrolle der Tricktaste Siehe BG-20/3
5.062 Abgleich des Sperrkreises Dr 3 Siehe BG-20 5.06. Falls der Abgleich des Sperrkreises Schwierigkeiten bereitet, d. h., sich kein eindeutiges Minimum ergibt, so ist der Abgleich des HF-Generators so zu wiederholen wie unter 5.06 beschrieben. Dabei ist die Höhe der Löschfrequenz mitberücksichtigt, so daß diese in den Regelbereich des Sperrkreises zu liegen kommt. Notfalls ist der Kern der Drossel Dr3 - Bild 30 - zu kürzen.
5.07 Einstellung des HF-Vormagnetisierungsstromes Siehe BG-20/3
5.08 Einstellung des Wiedergabefrequenzganges mit Meßband Siehe BG-20/3
5.09 Vollasusteuerung über Band Siehe BG-20/3. Beim BG-20/4 ist zu beachten, daß die Empfindlichkeit des Gerätes bei 9,5 cm/s und 19,05 cm/s nicht gleich ist. Es wird bei 9,5 cm/s eine geringere Eingangsspannung benötigt als bei 19,05 cm/s. Als Richtwerte für die Eingangsspannung an Bu 2/1 Bu 2/2 können gelten: 9,5 cm/s ca. 16 mV 19,05 cm/s ca. 25 mV Entsprechende Abweichungen sind natürlich möglich, bedingt durch die Toleranzen der dafür in Frage kommenden Bauelemente.
5.091 Bestimmung des Klirrfaktors k3 Siehe BG-20 /3 bzw. BG-20
5.092 Aussteuerungskontrolle in der Stellung „Halt“ Siehe BG-20/3. Allerdings wird dazu beim Gerät BG-20/4 die Aufnahmesperre verwendet. Beim Betätigen des Sperrhebels für die Aufnahmetaste nach links muß bei angelegter Eingangsspannung und aufgedrehtem Regler W 11 am magischen Auge eine Anzeige vorhanden sein. Durch das Verschieben dieses Hebels wird der Entzerrer mit einem Schiebeschalter (Sch 8) auf „Aufnahme“ umgeschaltet. Sollte es vorkommen, daß bei dieser Aussteuerungskontrolle vom Lautsprecher ein Ton tiefer Frequenz abgestrahlt wird, so kann über den Kondensator C 27 ein Wiederstand von 200 kOhm 0,25 W geschaltet werden. Die Geräte ab Nr. 122.24.5001 haben diesen Wiederstand bereits fest eingebaut.
5.10 Bestimmung des Fremdspannungsabstandes Siehe BG-20/3 bzw. BG-20
5.11 Bestimmung der Übersprechdämpfung Siehe BG-20/3 bzw. BG-20/1
5.12 Gehörmäßige Überprüfung der Löschdämpfung Siehe BG-20/3 bzw. BG-20/1
5.13 Messung des Frequenzganges bei Aufnahme, Wiedergabe und über Band
5.131 Abgleich des Resonanzkreises Dr 8 C 9 / C 10 Siehe BG-20/3. Allerdings ist dabei die HF kurzzuschließen, da ein Ziehen der Generatorröhre hier nicht möglich ist (Dr 8 - Bild 31).
Seite 36 5.132 Messung des Aufnahmefrequenzganges bei 9,5 cm/s Siehe BG-20/3. Allerdings Eingangsspannung ca. 2 mV. Kurvenverlauf s. Bild 57. Lage der Einstellregler s. Bild 32.
5.1321 Messung des Aufnahmefrequenzganges bei 19,05 cm/s Siehe BG-20/2. Allerdings Eingangsspannung ca. 2 mV. Die Meßfrequenzen sind um 14 15 16 17 kHz zu erweitern. Mit dem Einstellregler W 41 ist die Änderung der Anhebung bei ca. 15 kHz zu kontrollieren. Kurvenverlauf s. Bild 57.
5.133 Messung des Wiedergabefrequenzganges bei 9,5 cm/s Siehe BG-20/2. Meßschaltung und Kurvenverlauf s. Bild 58.
5.1331 Messung des Wiedergabefrequenzganges bei 19,05 cm/s Siehe BG-20/3. Allerdings sind die Meßfrequenzen wie unter 5.1321 zu erweitern. Mit dem Einstellregler W 40 ist die Anhebung bei ca. 15 kHz zu kontrollieren. Kurvenverlauf s. Bild 58.
5.134 Messung des Frequenzganges über Band bei 9,5 cm/s Siehe BG-20/2. Allerdings ist 9000 Hz zu ändern in 10000 Hz. Die Eingangsspannung an Bu 2/1 2/2 beträgt ca. 2 mV. Kurvenverlauf s. Bild 59.
5.1341 Messung des Frequenzganges über Band bei 19,05 cm/s Siehe BG-20/3. Allerdings ist 15 kHz noch als Meßfrequenz hinzuzufügen. Die Eingangsspannung an Bu 2/1 2/2 beträgt ca. 3 mV. Kurvenverlauf s. Bild 59.
5.14 Überprüfung der Kopfentmagnetisierung Beim BG-20/4 wird erstmal eine Schaltung zur Vermeidung der Kopfaufmagnetisierung und zur Vermeidung der Aufzeichnung von Geräuschen ((siehe auch 5.15) verwendet. Die von den Geräten BG-20/1/2/3 bekannte Entmagnetisierungsschaltung des Kopfes entfällt. An deren Stelle erhielt die Halttaste einen zusätzlichen Schalter Sch 7/2 - Bild 33. Damit wird der Wiederstand W 52 in die Katodenleitung der Rö 2/2 eingeschaltet, der ein allmähliches Abklingen der HF-Spannung bewirkt. Danach erfolgt erst die mechanische Auslösung. Nach Beendigung des Ausschaltvorganges arbeitet Rö 2/2 wieder normal. Es ist also darauf zu achten, daß beim Umschalten von „Aufnahme“ auf „Halt“ vor der mechanischen Auslösung der Taste erst Sch 7/2 geöffnet wird.
5.15 Aufgezeichnete Geräusche auf Band Beim BG-20/4 werden keinerlei Schaltgeräusche mit aufgezeichnet, was durch die unter 5.14 beschriebene Schaltung möglich geworden ist. Bei voll aufgedrehtem Regler W 11 ist das aufgezeichnete Geräusch gerade noch hörbar. Um auch dies noch fast vollständig zu beseitigen, empfielt es sich, beim Umschalten von „Aufnahme“ auf „Halt“ den Regler W 11 zuzudrehen und danch die Halttaste zu betätigen. Anmerkung: Von einem Umbau der bisherigen BG-20-Typen auf diese Schaltung muß abgeraten werden, da sie nicht zu dem gewünschten Erfolg führt.
5.16 Statische Aufladung des Bandes Siehe BG-20
5.17 Gehörmäßige Überprüfung des Gerätes Siehe BG-20/3 bzw. BG-20/1. Es ist jedoch darauf zu achten, daß die Empfindlichkeit bei 9,5 cm/s und 19,05 cm/s unterschiedlich ist. Mit dem Klangregler W 31 ist es möglich, die hohen Frequenzen durch Verdehen nach vorn (nach den Drucktasten) zu beschneiden. In der hinteren Endstellung befindet sich die Normalstellung des Reglers.
5.18 Prüfung des Gerätes bei ± 10% Netzspannungsänderung Siehe BG-20
6. Schmiervorschrift Siehe BG-20
7. Hinweise für die Fehlersuche Siehe BG-20
8. Technische Daten der bewickelten Bauelemente und Magnetköpfe
Anodentrafo (Tr 1) 0460.999-10281 Bv (4) Gegenüber BG-20 ändert sich hier: Wicklung II (9-10): 1140 Wdg. 0,18 mm CuL R = 148,0 Ohm ± 10% Wicklung III (11-12): 60 Wdg. 0,60 mm CuL R = 0,78 Ohm ± 10% Wicklung IV (14-16): 30 Wdg. 0,75 mm CuL R = 0,26 Ohm ± 10%
Spannungsprüfung : (Leerlauf - - - - Belastung)) Wicklung II (9-10): 251,0 V ± 5,2 V - - - - - - - - - - 245 V ± 5,2 V 75,0 mA Wicklung III (11-12): 13,1 V ± 0,2 V - - - - - - - - - - 12,0 V ± 0,2 V 760 mA Wicklung IV (14-16): 6,7 V ± 0,14 V - - - - - - - - - -6,3 V ± 0,14 V 1,2 A
HF-Generator (Tr 3) 8433.004-01830 (4) Im Gegensatz zu BG-20/1 ändert sich hier: Die Geräte 122.23.0001 … 122.23.5000 haben folgende Ausführung: Wicklung I (1-6): 8,5 Wdg. 0,25 mm CuLS, R = 0,12 Ohm ± 10%, Anzapfung bei 6,5 Wdg. Die Geräte ab 122.24.0001 haben folgende Ausführung: Wicklung I (1-6): 7,5 Wdg. 0,25 mm CuLS, R = 0,11 Ohm ± 10%, Anzapfung entfällt.
Löschkopf (LK 1b) 8441.029-01001 Bv Windungszahl: 2 X 80 Wdg., 0,3 mm CuL R = 0,4 Ohm/Spule ± 20% L = 1,1 mH ± 10% (beide Spulen hintereinander geschaltet) Dieser Kopf ist ein Doppelspaltlöschkopf. Beide Spulen sind hintereinander geschaltet. Dieser Löschkopf wird ab Gerät 122.24.0001 eingebaut.
9. Schaltteillistenauszug
Bu 1 Flanschsteckdose 8433.004-02345 Bz (5) Bu 2 Flanschsteckdose 8433.004-02345 Bz (5) Bu 3 Buchsenplatte, vollst. 8433.004-01153 (5) Bu 4 Buchsenplatte, vollst. 8433.004-01153 (5) Bu 5 Bu 6 Bu 7 Bu 8 Bu 9 Bu 11 F/NZ DIN 41559 P Bu 12 Fassung FN 2 DIN 41559 P Bu 10 Steckerbuchse 3,5 RFT-N 506.012
Dr 3 Drossel 0456.999-10247 Bv (4) Dr 4 Drossel 0458.999-90012 Bv (4) Dr 6 Drossel 8433.004-01669 Bv (4) Dr 7 Drossel 0458.999-90012 Bv (4) Dr 8 Drossel 0444.999-70128 Bv (4)
Gr 1 Gleichrichter komb. bestehend aus: Gr 1/1 Selengleichrichter 1/2B300/240-0,08 fs (A25) 24 Gr ½ Selengleichrichter 1/2B300/240-0,08 fs (A25) 24 Gr 2 Selengleichrichter B20/15-0,6 fs (D20) 4 Gr 3 Kupferoxydulgleichrichter S 5b Gr 4 Kupferoxydulgleichrichter S 5b
KM 1 Kraftmagnet 0458.999-90011 Bv (5) KM 2 Kraftmagnet 0458.999-90011 Bv (5)
Seite 37 KM 3 Kraftmagnet 0458.999-90009 Bv (5) KM 3 Kraftmagnet 0458.999-90009 Bv (5)